Wie Gott in Frankreich: 7 formidable französische Restaurants in Hamburg

Das Wichtigste im Überblick
Französische Restaurants in Hamburg bieten von lässiger Bistroküche bis zur gehobenen Gourmetadresse eine große Auswahl für Fans von Savoir-vivre. Besonders authentisch sind Klassiker wie Café Paris, Le Plat du Jour, Brasserie Flum, Carls Brasserie und Bouillon, wo Steak frites, Austern, Bouillabaisse, Tatar und Crème brûlée auf der Speisekarte stehen.
Wer es exklusiver mag, findet im Petit Amour in Altona moderne französische Sterneküche, während chez l’ami TORTUE im Stadthöfe-Quartier mit intimer Atmosphäre und produktverliebten Gerichten punktet. Hamburg hat für nahezu jeden Anlass ein passendes französisches Restaurant.
Wenn du Zeit hast, in Hamburg einen Tag zu vertrödeln, solltest du das in der Brasserie Café Paris machen. Dieses Stück Frankreich in der Hamburger Innenstadt hat sein Zuhause in einer ehemaligen Schlachterei aus dem 19. Jahrhundert. In diesem Jugendstiljuwel mit gefliesten Wänden samt Kuppel wirst du, bequem auf einer der Bistrobänke sitzend, kulinarisch von morgens bis abends verwöhnt.
Angefangen mit Croissants und Eiern im Glas zum Frühstück, dann mit der Zeitung am Stock die Zeit bis zum Lunch überbrücken: Nach einem Pastis zum Apéritif schmeckt das Sandwich Merguez frites oder ein knackiger Caesar Salad mit Speck und Scampi. Danach einen Café au Lait, dazu vielleicht ein selbst gemachtes Macaron?
Aber nicht zu viel, wir wollen noch Platz lassen fürs Diner: Zu einem Glas Champagner schmecken ein Dutzend Crevetten, danach Steak frites oder das beste Tatar der Stadt, am Tisch zubereitet, très bien.
Nice to know: Für ein romantisches Tête-à-Tête gehst du besser in die Beletage hinauf, dort ist es ruhiger und es herrscht eine gediegene Atmosphäre.
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Herrlich oldschool ist das französische Restaurant Le Plat du Jour in Hamburg, das schon seit 1993 Besucher:innen in der Innenstadt mit klassisch französischer Küche verwöhnt. In dem gemütlichen Lokal mit rot-weiß gewürfelten Servietten, den Schwarz-Weiß-Fotografien französischer Stars vergangener Zeiten und dem überwiegend französischen Personal fühlst du dich wie ein:e Pariser:in in deinem Stammbistro um die Ecke.
Ob Fischsuppe mit Rouille oder Lyoner Saucisson mit Puy-Linsensalat, Kaninchen in Dijon-Senfsauce oder Steak mit Bordelaise und Pommes frites: Das Plat du Jour ist eine treue Seele und erhellt dir einen verregneten Sonntagabend genauso, wie es dir einen lauen Sommerabend auf einem der schönen Außenplätze versüßt.
Must-do: Die Crêpe „normande“ mit Äpfeln und Calvados als Dessert probieren – so schön traditionell.
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Nur elf Tische hat das Petit Amour im Stadtteil Altona. Im Sommer sind es ein paar mehr, wenn der Spritzenplatz zur Freilichtbühne von Boris Kaspriks großer Liebe zur modernen französischen Küche wird. 2015 eröffnet, hat sein elegantes Eckrestaurant mit schmeichelnder Lichtregie und dezenten Goldakzenten schon seit 2016 einen Michelin-Stern.
Die Küche verfolgt eine schnörkellose Linie. Die Konzentration liegt bei Gerichten wie Bretonischen Muscheln, Lauchcrème und Meeresfenchel oder Limousin-Kalb mit Amalfi-Zitrone und Artischocken auf Handwerk und Produkten. Und es geht nicht so steif zu, wie der Klang der Gerichte vermuten lässt. Wenn du einen Löffel haben möchtest, um die traumhaften Jus und Saucen bis zum letzten Tropfen zu genießen, ist das beispielsweise kein Problem.
Nice to know: Du solltest unbedingt rechtzeitig vor deinem Besuch einen Tisch reservieren, das Restaurant ist sehr beliebt.
Bistro oder Brasserie: Was ist bloß der Unterschied?
Brasserie bedeutet eigentlich Brauerei: Ursprünglich, im Frankreich des 19. Jahrhunderts, handelte es sich also um Bierbrauereien mit Essensangebot, als Grundlage sozusagen. Inzwischen gibt es mehr Wein als Bier in der modernen Brasserie, dafür aber meist von morgens bis abends zwanglose Küche, etwa Klassiker wie Coq au vin, Moule frites oder Tatar.
Auch Bistros servieren Klassiker, allerdings in einem eher intimen Rahmen und nur mittags und abends. Das Wort soll übrigens aus dem Russischen kommen, weil russische Soldaten im besetzten Paris immer schnell (russisch „bistro“) ihr Essen haben wollten.
In jedem Fall geht es in beiden Lokal-Typen entspannt zu, anders als in den feinen Restaurants, die feierlich die französische Gourmetküche zelebrieren.
Wie Gott in Frankreich sollen sich Besucher:innen im chez l’ami TORTUE fühlen, wünscht sich Manager Martin Schmiedeberg für das im September 2021 eröffnete Restaurant. Und das ist kein leeres Versprechen.
Nur 50 Quadratmeter groß und mit 26 Plätzen, ist das TORTUE der intime Rückzugsort für produktverliebte Fans französischer Küche. Auf weichen Lederbänken im lauschig-dunklen Interieur mit lederbezogenen Wänden und pflaumenblauen Samtvorhängen genießt du hier Rindertatar mit Rauchaal, das das Zeug zum Signature-Dish hat, Eintopf vom Atlantik-Hummer oder ein mächtiges Côte de bœuf aus den USA.
Must-do: noch in eine der beiden ultraschicken Bars des Hotels einkehren.
Betrittst du die traditionelle Brasserie Flum im Erdgeschoss des 5-Sterne-Hotels Grand Élysée, glaubst du, im Paris der Jahrhundertwende zu sein. Das liegt am Interieur, das der Hamburger Architekt und Namensgeber Max Flum mit diversen Jugendstilelementen geschaffen hat, unter anderem einer imposanten beleuchteten Glasdecke.
Und wie in einer typischen Brasserie üblich, genießt du hier fröhlich und unbeschwert von mittags bis abends französische Lebensart mit Salade niçoise, Potage Parmentier, Kartoffelrahmsuppe mit Lauch und Speck oder Bœuf Bourguignon.
Oder du nimmst très français ein Menu formule aus Vorspeise und Hauptgericht ein: Wie wär’s mit Fromage de Chèvre, gefolgt von Steak frites? Im Anschluss lohnt sich noch ein Blick auf die Dessertkarte. Lieber Crème brûlée, Tarte Tatin oder die Rohmilch-Käseplatte?
Must-do: Die Meeresfrüchteplatte mit Hummer, Austern, Atlantik-Garnelen, Taschenkrebs und Crevettes bestellen – am eigens dafür konzipierten Tisch mit Plateau in der Mitte.
Starkoch Thomas Martin von Jacobs Restaurant im Hamburger Traditionshotel Louis C. Jacob steht seit Sommer 2021 beratend an der Spitze des wiedereröffneten Carls, das so malerisch an der Elbe, direkt neben der Elbphilharmonie, liegt. Gleich dreifach wirst du hier französisch verwöhnt: im lässigen Bistro, in der eleganten Brasserie und in der ausgezeichneten Weinbar.
Neu am Konzept ist die saisonale und regionale Ausrichtung – typisch französische Küche mit typisch norddeutschen Zutaten: Tatar vom Husumer Ochsen, Austern aus dem Wattenmeer, Bouillabaisse von nordischen Fischen und Krustentieren, Tarte Tatin von Äpfeln aus dem Alten Land und Rohmilchkäse vom Backensholzer Hof aus Nordfriesland.
Toll ist auch die vegetarisch-vegane Auswahl mit pochierten Eiern in Pommerysenf-Sauce oder geschmorter Knollensellerie mit Estragon-Trüffel-Mayonnaise.
Nice to know: Im Sommer sind die Terrassenplätze mit Blick auf die Elbe und ihre dicken Pötte heiß begehrt.
Bouillon ist eine dänische Restaurantkette mit einem französischen Konzept, in Hamburg seit April 2026 direkt am Rathausmarkt zu finden. Es handelt sich um den ersten Standort in Deutschland. Die Speisekarte ist übersichtlich – und hat Gerichte wie Zwiebelsuppe, Tartar und Steak frites zu Preisen im Angebot, die unschlagbar sind.
Vorspeisen beginnen bei 2,30 Euro, Hauptgerichte bei 9,90 Euro – eine konfierte Entenkeule mit Beilagen kostet 12,90 Euro, eine Flasche französischer Weißwein liegt bei 14,70 Euro (Stand Juni 2026). Ein Grund dafür, wie diese Preispolitik funktionieren kann: Die Tische werden bis zu sechsmal am Tag belegt – eine Reservierung gilt immer nur für 90 Minuten.
Nice to know: Ein Bouillon ist ein Restaurant, das Ende des 19. Jahrhunderts in Paris als Protest dagegen entstand, dass kulinarische Erlebnisse nur den Wohlhabenden vorbehalten waren.
Die französische Küche hat ein zweites Zuhause im schönen Hamburg gefunden. Auch wenn die Kaufmannsstadt vom Wesen her als anglophil gilt, ist sie in ihrer Seele doch eine Genießerin. Die Hanseat:innen verstehen sich aufs Savoir-vivre und lassen sich gern in die Ledersitze der vielen Bistros sinken, genießen die Ausgelassenheit in den Brasserien oder zelebrieren ab und an mal die feine französische Haute Cuisine.
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Was zeichnet die französische Küche aus?Die französische Küche zeichnet sich durch hochwertige Zutaten, präzise Techniken, feine Saucen und eine starke regionale Vielfalt aus. Besonders wichtig sind Genuss, handwerkliche Zubereitung, passende Weinbegleitung und die Balance zwischen Einfachheit und Raffinesse.+
Welches ist das beste französische Restaurant in Hamburg?Das ist Geschmackssache, aber das Petit Amour in Hamburg-Ottensen ist mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet und gehört sicherlich zu den besten Restaurants der Stadt.+
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