
Die Alhambra in Granada: Weltkulturerbe in Spanien
Auf dem Sabikah-Hügel bei Granada thronte bereits im 9. Jahrhundert eine Burg. Gebaut hat sie das maurische Volk, das die iberische Halbinsel erobert hatte. Erst im 13. und 14. Jahrhundert unter der damals herrschenden Nasriden-Dynastie wurde die Alhambra zum Herrschersitz umgebaut.
Und diese Festung kannst du heute in Granada besichtigen. Sie ist für ihre kunstvollen Säulen bekannt, die du in verschiedenen Bereichen des Palastkomplexes findest.
Im Rahmen der Reconquista wurde die Alhambra an die katholische Kirche übergeben. König Karl der V. ließ ab 1527 seinen eigenen Palast auf der Alhambra bauen, der allerdings wegen Geldmangel nie fertiggestellt wurde.
Im 18. Jahrhundert wurden in den Napoleonischen Kriegen Teile der Alhambra gesprengt. Dennoch blieb die Alhambra bis ins 21. Jahrhundert stehen und gilt heute als ein herausragendes Beispiel der islamischen Architektur im maurischen Stil. Seit 1984 zählt sie zum UNESCO-Weltkulturerbe.
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Woher die Alhambra ihren Namen hat, ist nicht eindeutig geklärt. Der Ausdruck al-hambra ist arabisch für „die Rote“. Es wird angenommen, dass die Anlage wegen ihrer rötlichen Außenmauern so bezeichnet wurde. Es könnte sich aber auch um einen Verweis auf Muhammad I. ibn Yusuf ibn Nasr handeln, der im 13. Jahrhundert den Bau der Zitadelle veranlasste und den Beinahmen al-Aḥmar trug.
- Die Puerta de la Justicia, auch bekannt als Tor der Gerechtigkeit, ist eines der bedeutendsten Tore zum Alhambra-Palastkomplex in Granada.
- Der dominanteste Turm ist der Torre de la Vela, zu erkennen an der Glocke und der Flagge.
- Der Palacio de Carlos V ist ein Renaissance-Schloss, das sich in der Alhambra von Granada befindet.
- Bunte Fliesen, geometrische Muster und Abbildungen von Pflanzen – die Mauern der Alhambra sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet.
Alhambra und Irving
Der US-amerikanische Schriftsteller Washington Irving lebte und arbeitete im 19. Jahrhundert eine Weile in der Alhambra. Sein Werk „Die Alhambra“ – der englische Originaltitel lautet „Tales of the Alhambra“ – erschien 1832 und in überarbeiteter Fassung 1851.
Das Buch wurde zu einem Weltbestseller. Heute ziert eine Erinnerungsplakette das Zimmer in der Alhambra, in dem Irving lebte.
Die Alhambra bietet auf einer Fläche von etwa 13 Hektar eine Fülle an historischen Gärten und Gebäuden. Die Erschaffenden legten Wert darauf, von der kleinsten Fliese bis zu rein dekorativen Torbögen alles ästhetisch zu gestalten.
Da es sich um einen islamischen Bau handelt, gibt es zwar keine Bilder. Dafür sind viele Stellen mit Kalligrafie oder aufwendigen geometrischen oder pflanzlichen Mustern verziert. Es gibt in der Alhambra also in jedem Winkel etwas zu entdecken.
Grundsätzlich lässt sich die Alhambra in drei Bereiche unterteilen:
- Den Generalife
- Die Nasriden-Paläste
- Die Zitadelle oder Alcazaba
Nördlich von der Alhambra liegen die Gärten namens Generalife. Ursprünglich handelte es sich um eine eigene Anlage. Die Gärten sollten nicht nur schön aussehen, sondern die Alhambra auch mit Obst und Gemüse versorgen.
Zu diesem Zweck wurde ein Bewässerungskanal eingebaut. Außerdem steht im Generalife ein Aussichtsturm, der einen spektakulären Ausblick über den Fluss Darro und die Stadt Granada bietet.
In der Alhambra stehen mehrere eindrucksvolle Paläste, die das herrschende Nasriden-Volk im Laufe der Zeit erbaute. Dazu gehört zum Beispiel der Löwenpalast, in dem die königliche Familie wohnte.
Auf dem reich dekorierten Innenhof steht der namensgebende Löwenbrunnen, der Patio de los Leones, der bereits damals mit einem ausgeklügelten Wassersystem betrieben wurde. Auch die Säle der Paläste sind mit Deckenmalereien reich verziert.
Die Alcazaba ist der älteste Teil der Alhambra. Sie diente zur Verteidigung der Anlage. Dazu gehören zum Beispiel der Waffenplatz, auf dem du die Fundamente mehrerer Häuser besichtigen kannst, und der Wachturm, auf dem eine Glocke hängt – sie sollte die Einwohner:innen von Granada vor Gefahren warnen.

Die Alhambra ist bei Tourist:innen äußerst beliebt und die Kapazität des Geländes ist begrenzt. Tickets solltest du im Voraus online buchen. Besuche auch das Museum, es befindet sich im Palacio von Karl V. und beherbergt eine brillante Darstellung der hispano-muslimischen Zivilisation sowie der Kunst des Kalifats und der Nasriden.
Für deinen Besuch solltest du dir mindestens drei Stunden Zeit nehmen. Geöffnet ist das Gelände in der Saison vom 15. Oktober bis 31. März von montags bis sonntags von 8:30 Uhr bis 18 Uhr, in der Saison vom 1. April bis 14. Oktober von bis 20 Uhr. Wichtig: Die Nasriden-Paläste kannst du nur in dem Zeitfenster besuchen, das auf deinem Ticket steht.
Zudem gibt es die Möglichkeit, den Palast oder die Gärten nachts zu besuchen, von 22 bis 23:30 Uhr, und online Guides für eine Gruppen- oder eine private Führung zu buchen. Die Alhambra erreichst du von Granada aus mit dem Taxi, mit dem Bus – oder zu Fuß. Der Anstieg ist relativ steil, aber szenisch: Von der Plaza Nueva in Granada entlang der Cuesta de Gomérez kannst du die ganze Schönheit von Granada entdecken.
Nice to know: Um den besten Blick auf die gesamte Alhambra zu bekommen, solltest du den Mirador de San Nicolás aufsuchen, im Herzen des Albaicín gelegen. Hier hast du zudem eine imposante Aussicht auf die Sierra Nevada.
Die Alhambra ist mit ihrer einzigartigen Geschichte und ihren reich dekorierten Bauwerken eins der architektonischen Highlights Spaniens. Die maurische Festung beweist: Beim Städtetrip muss es nicht immer Madrid oder Gaudís Barcelona sein. Granada ist vor allem für Architekturfans ein super Reiseziel.
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