Martinique: 11 besondere Sehenswürdigkeiten auf der Blumeninsel

Alles Wichtige auf einen Blick
Auch das Cap-110-Memorial, die Habitation Clément, Saint-Pierre und die Gorges de la Falaise zeigen, wie abwechslungsreich die Blumeninsel ist. Wer Martinique bereist, findet hier Vulkanlandschaften, tropische Gärten, Strände, Rumkultur und bewegende Geschichte auf engem Raum.
Der Montagne Pelée ist mit 1.397 Metern der höchste Berg Martiniques und gehört seit 2023 mit den Pitons du Nord zum UNESCO-Welterbe. Übersetzt bedeutet der Name so viel wie kahler Berg. An seinen Flanken und in den umliegenden Schluchten liegt ein grüner, tropischer Urwald, an seinen Hängen stürzen Flüsse in die Tiefe und bilden herrliche Wasserfälle.
Auf ausgewiesenen Wanderwegen, sogenannten Traces, kannst du den Vulkan besteigen und hast unterwegs tolle Aussichten. Zum Beispiel auf einer Plattform, die etwa auf halber Strecke liegt und einen unvergesslichen Blick auf den Nordatlantik ermöglicht.
Aber Achtung: Viele Wanderrouten haben steile, nasse Passagen. Auch schnell schnell wechselndes Wetter kann dich erwarten. Feste Schuhe, frühes Losgehen und eine gute Kondition sind empfehlenswert.
Good to know: Am Fuße des Montagne Pelée liegt Saint-Pierre. Die einstige Kulturmetropole Martiniques wurde beim Vulkanausbruch von 1902 fast vollständig zerstört und ist heute eines der eindrucksvollsten historischen Ausflugsziele der Insel.
Fort-de-France
ist der beste Ausgangspunkt für kulturelle Sehenswürdigkeiten auf Martinique,
darunter die Bibliothèque Schœlcher, die Kathedrale Saint-Louis, der Markt und
die Uferpromenade.
Martiniques Hauptstadt besticht durch ihr lebendiges und kosmopolitisches Flair. Obwohl es sich um eine Bürostadt mit viel Verkehr handelt, bietet sie auch idyllische Ecken. So findest du wunderschöne Architektur aus der Kolonialzeit und kleine bunte Häuser, die sich an den Hang schmiegen und den Ozean zu überblicken scheinen.
Im Stadtzentrum kannst du durch die Fußgängerzone schlendern, Stände örtlicher Händler:innen besuchen oder dich auf dem Grand Marché umzuschauen. Hier bieten Händler:innen Gewürze, tropische Früchte, Rum, Vanille und Spezialitäten wie Accras oder Colombo an – der ideale Ort, um kreolische Küche auf Martinique zu kosten.
Nice to know: Von der Baie des Flamands hast du einen schönen Blick auf Fort-de-France, die Küste und die umliegenden Hügel – besonders lohnend bei klarem Wetter oder am späten Nachmittag.
Bunt blühend und vielfältig
Martinique wird oft ‚Madinina‘ genannt – der Name geht auf die üppige Vegetation der Insel zurück. Regenwald, tropische Blütenpflanzen, Palmen und Orchideen prägen besonders den feuchten Norden und die Gärten rund um Fort-de-France.
Die Bibliothèque Schœlcher ist eines der bekanntesten Bauwerke in Fort-de-France und verbindet außergewöhnliche Architektur mit der Geschichte des französischen Abolitionisten Victor Schœlcher.
Die von Pierre-Henri Picq entworfene Bibliothèque Schœlcher steht unter Denkmalschutz und hat eine besondere Chronik hinter sich: Sie wurde 1884 in Paris gebaut, fünf Jahre später dort auf der Weltausstellung präsentiert, dann demontiert und mit dem Boot nach Fort-de-France transportiert.
Must-do: Nimm dir Zeit für den Lesesaal und die obere Etage, wo du Literatur über Martinique, die Karibik und afrikanisch-karibische Geschichte findest – besonders eindrucksvoll ist der Kontrast aus Eisenkonstruktion, Glas und farbenreichen Fassadendetails.
Unweit der Bibliothek, ebenfalls im Herzen der Hauptstadt, befindet sich die Cathédrale Saint-Louis de Fort-de-France. Auch sie wurde von Pierre-Henry Picq entworfen und ist denkmalgeschützt. Die schlicht wirkende Kirche im romanischen Stil steht im Kontrast zu den anderen Bauwerken der Insel, ist aber keineswegs weniger beeindruckend – innen wie außen.
Nice to know: Um deine Liebsten musst du dir bei deiner Reise zu Martiniques Sehenswürdigkeiten keine Sorgen machen. Mit dem Reisekomplettschutz von AXA Partners sind Familien bis maximal neun Personen (davon maximal zwei Erwachsene) abgesichert.*
Die schönsten Strände auf Martinique: Les Salines, Anse Céron und Anse du Carbet
Zauberhaft schöne Strände wie auf Jamaika, Costa Rica oder den Bahamas findest du auch auf Martinique. Als bester Strand gilt der Plage des Salines im Süden der Insel, wo du feinen weißen Sand, ruhiges, warmes Wasser und gebogene Palmen über türkisfarbenem Wasser findest.
Im Nordwesten liegt der Anse Céron, ein grau-schwarzer und schattiger Vulkanstrand, im Osten bei Tartane der Plage des Surfeurs: ein Hotspot am für Surfer:innen wilden Atlantik. Und möchtest du die Unterwasserwelt erkunden, wirst du am Anse du Carbet fündig, einem naturbelassenen, dunklen Strand, an dem du mit Schildkröten schwimmen kannst.
Etwa zehn Kilometer nördlich von Fort-de-France liegt der Jardin de Balata. In dem Garten gibt es mehr als 3.000 verschiedene Pflanzenarten zu entdecken. Es schwirren schillernde Kolibris zwischen bunten Beeten, tropischen Bäumen, fächerartigen Palmen und auffälligen Blumen. Neben einheimischen Gewächsen kannst du exotische Pflanzen aus anderen Teilen der Welt bestaunen und hervorragend zur Ruhe kommen.
Must-do: Spaziere über die Hängebrücken zwischen den Baumkronen – von oben wirkt der Jardin de Balata mit seinen Palmen, Blüten und Kolibris besonders eindrucksvoll.
Bananen gehören auf Martinique zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Produkten. Ein Anwesen, das sich ganz dieser Frucht widmet, ist das Musée de la Banane in Sainte-Marie. In dem Museum, das inmitten einer grünen Plantage liegt, erfährst du alles rund um die Bananenpflanze, von ihrer Geschichte, dem Anbau, den verschiedenen Sorten bis zur Verwendung in der Küche. Ein Bananen-Tasting ist inklusive.
Must-do: Plane nach dem Rundgang Zeit für das Restaurant ein – dort stehen je nach Saison Desserts, Getränke und kreolische Gerichte mit Banane im Mittelpunkt.
Nerdpedia
Joséphine de Beauharnais, geboren als Marie Josèphe Rose Tascher de La Pagerie, wurde im Jahr 1763 in Les Trois-Îlets auf Martinique geboren. Bekannt wurde sie als Napoleons erste Ehefrau und Kaiserin. Das ehemalige Familienanwesen, die Habitation Pagerie, kann heute besichtigt werden und erzählt zugleich von der kolonialen Vergangenheit Martiniques.
Vier Kilometer vor der Südwestküste befindet sich ein 290 mal 324 Meter großer vulkanischer Felsen, der in seiner Form und durch die schillernde Reflexion des Sonnenlichts auf seinen Steinwänden an einen Diamanten erinnert. Da auf der Miniinsel vom Aussterben bedrohte Tierarten leben, darf diese Martinique-Sehenswürdigkeit nicht betreten werden. Stattdessen gibt es informative Bootsausflüge rund um den Felsen.
Der
Rocher du Diamant gehört zu den bekanntesten Naturmotiven Martiniques und ist
besonders von der Küste bei Le Diamant aus gut zu sehen.
Good to know: Der Rocher du Diamant gehört zur Gemeinde Le Diamant. Während der napoleonischen Kriege nutzte die britische Marine den Felsen als befestigten Außenposten und führte ihn zeitweise sogar als ‚HMS Diamond Rock‘.
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An der Anse Caffard erinnert das Memorial Cap 110 an eine Schiffskatastrophe im Jahr 1830, bei der ein Schiff mit versklavten Menschen vor der Küste von Le Diamant sank. Die 15 weißen Figuren stehen als stilles Mahnmal für die Opfer des Sklavenhandels.
Die über zwei Meter hohen weißen Figuren des Künstlers Laurent Valère stehen dicht beieinander in Dreiecksformation. Ihre Farbe und Ausrichtung verstärken die Wirkung des Mahnmals als Ort der Trauer, Erinnerung und historischen Auseinandersetzung.
Nice to know: Von der Anse Caffard reicht der Blick weit über das Meer bis zum Rocher du Diamant. Plane dennoch genug Zeit ein, um den Ort nicht nur als Fotomotiv, sondern als stillen Erinnerungsort wahrzunehmen.
Die Habitation Clément in Le François verbindet historische Rumkultur, zeitgenössische Kunst und einen tropischen Garten. Auf dem weitläufigen Anwesen der Fondation Clément besuchst du die ehemalige Destillerie, erfährst mehr über Rhum agricole und entdeckst wechselnde Kunstausstellungen.
Besonders spannend ist der Rundgang durch das Rum-Interpretationszentrum: Dort wird erklärt, wie aus frischem Zuckerrohrsaft Rhum agricole entsteht – von der Ernte über die Fermentation bis zur Reifung.
Must-do: Plane Zeit für den 16 Hektar großen botanischen Park ein. Er beherbergt mehr als 300 tropische Pflanzen, ist als ‚Jardin remarquable‘ ausgezeichnet und verbindet Naturerlebnis mit einem Skulpturengarten unter freiem Himmel.
Wissenswertes rund um die Insel Martinique
Damit lässt sich der Urlaub noch besser verbringen und vielleicht sogar bei Einheimischen glänzen – 8 Fakten über die Blumeninsel:
- Martinique gehört zu den Kleinen Antillen, einem Inselbogen zwischen Karibischem Meer und Atlantik, und liegt zwischen Dominica im Norden und St. Lucia im Süden.
- Von Deutschland reist du meist mit Umstieg über Paris nach Martinique. Je nach Abflughafen, Verbindung und Umstiegszeit solltest du grob mit einem langen Reisetag rechnen.
- Die beste Reisezeit für Martinique liegt meist zwischen Dezember und April/Mai; von Juni bis November ist es heißer, feuchter und in der Karibik herrscht Hurrikansaison.
- Die Temperatur liegt durchschnittlich bei 28 Grad Celsius, die Wassertemperatur bei etwa 26 Grad.
- Martinique ist ein französisches Überseedépartement und Teil der EU; bezahlt wird mit Euro. Für deutsche und andere EU-/EWR-Staatsangehörige reicht in der Regel ein gültiger Personalausweis oder Reisepass, Martinique gehört jedoch nicht zum Schengenraum.
- Amtssprache ist Französisch; im Alltag sprechen viele Menschen zusätzlich Martinique-Kreol. Wer einige französische Grundbegriffe beherrscht, kommt auf der Insel meist deutlich leichter zurecht.
- Die kreolische Küche Martiniques verbindet französische, afrikanische, indigene karibische und südasiatische Einflüsse. Typisch sind Fisch und Meeresfrüchte, Accras, Colombo, Poulet boucané, tropische Früchte und Gerichte mit Gewürzen wie Chili, Thymian und Muskat.
- Die Hauptstadt ist Fort-de-France – sie ist politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Insel und ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in den Norden und Süden Martiniques.
Moosbewachsene Felswände, tropische Pflanzen und rauschendes Wasser machen die Gorges de la Falaise zu einem der abenteuerlichsten Ausflugsziele auf Martinique. Die Tour führt durch eine schmale Schlucht, teils durchs Wasser, bis zu einem kleinen Wasserfall.
Die Schlucht liegt bei Ajoupa-Bouillon im Norden der Insel, unweit des Montagne Pelée. Sie lässt sich gut mit einer Nordinsel-Route, Saint-Pierre oder einem Ausflug in die Vulkanlandschaft kombinieren. Unterwegs gelangst du zwischen Klippen hindurch zu einem kristallklaren Wasserfall, an dem du dich erfrischen kannst.
Good to know: Erkunde das Gebiet nur mit einem professionellen Guide. Außerdem ist eine Tour zu den Schluchten recht sportlich und führt nicht selten durchs Wasser.
Der französische Maler Paul Gauguin hielt sich 1887 mehrere Monate auf Martinique auf. Die tropische Vegetation, das Licht, die Farben und Alltagsszenen der Insel beeinflussten seine künstlerische Entwicklung deutlich. Das Centre d’interprétation Paul Gauguin in Saint-Pierre widmet sich Gauguins Aufenthalt auf Martinique, zeigt einige Originalwerke des Künstlers und ordnet seine dort entstandenen Motive kunsthistorisch ein.
Must-do: Verbinde den Besuch des Gauguin-Zentrums mit einem Rundgang durch Saint-Pierre. Die frühere Hauptstadt Martiniques wurde wegen ihres kulturellen Lebens einst als ‚Paris der Karibik‘ bezeichnet, bevor sie 1902 beim Ausbruch des Montagne Pelée fast vollständig zerstört wurde.
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Ein Urlaub auf den karibischen Inseln ist für viele ein Traum – und Martinique ist ideal für alle, die es abwechslungsreich mögen: Die Blumeninsel bietet eine wilde Berg- und Waldlandschaft mit tollen Wanderwegen im Norden, malerische Strände und Buchten im Süden, perfekten Bedingungen für Wassersportler:innen im Osten und an jeder Ecke ein Stück kreolische Kultur, Kulinarik und Leichtigkeit. Bienvenue im Paradies!
Du machst dir Gedanken, dass du die lokale Küche nicht verträgst? Beim durch American Express vermittelten Reisekomplettschutz von AXA Partners ist unter anderem eine Auslandsreisekrankenversicherung inkludiert, die im Fall der Fälle die Kosten für die notwendige medizinische Versorgung und Behandlung vor Ort übernimmt.*
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Was sollte ich auf Martinique gesehen haben?Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Martinique zählen der Montagne Pelée, der Jardin de Balata, Fort-de-France mit der Bibliothèque Schœlcher, Saint-Pierre, der Rocher du Diamant, das Memorial Cap 110 und die Habitation Clément. Für Strandtage gehören die Plage des Salines im Süden und schwarze Vulkanstrände wie Anse Céron zu den beliebtesten Zielen.+
Wie groß ist Martinique?Martinique ist rund 1.100 Quadratkilometer groß. Die Insel ist damit kompakt genug für Tagesausflüge mit dem Mietwagen, bietet aber sehr unterschiedliche Landschaften – vom Vulkan- und Regenwaldgebiet im Norden bis zu den Stränden im Süden.+
Wo liegt Martinique?Martinique liegt in der östlichen Karibik und gehört zu den Kleinen Antillen. Die Insel befindet sich zwischen Dominica im Norden und St. Lucia im Süden und ist ein französisches Überseedépartement.+
Wann ist die beste Reisezeit für Martinique?Die beste Reisezeit für Martinique liegt meist zwischen Dezember und April oder Mai, wenn es vergleichsweise trockener und weniger schwül ist. Von Juni bis November ist Regenzeit beziehungsweise heiß-feuchte Saison; in der Karibik kann es dann auch zu tropischen Stürmen kommen.+
Wie viele Tage brauche ich für Martinique?Für Martinique solltest du mindestens fünf bis sieben Tage einplanen, um Fort-de-France, die Montagne Pelée, Saint-Pierre, den Jardin de Balata und einige Strände zu besuchen. Wer auch wandern, schnorcheln, Rumdestillerien besuchen und den Norden wie Süden entspannt erkunden möchte, bleibt besser zehn bis vierzehn Tage.+
Brauche ich auf Martinique einen Mietwagen?Ein Mietwagen ist auf Martinique sehr empfehlenswert, wenn du Strände, Wasserfälle, die Montagne Pelée, Saint-Pierre und die Ostküste flexibel erkunden möchtest. In Fort-de-France kommst du auch ohne Auto zurecht, für Natur- und Strandausflüge ist der öffentliche Verkehr jedoch weniger praktisch.+
Ist Martinique Teil der EU?Ja, Martinique ist als französisches Überseedépartement Teil der Europäischen Union. Bezahlt wird mit Euro; für EU-/EWR-Bürger:innen reicht in der Regel ein gültiger Personalausweis oder Reisepass, Martinique gehört jedoch nicht zum Schengenraum.+
Welche Sprache spricht man auf Martinique?Die Amtssprache auf Martinique ist Französisch. Viele Menschen sprechen außerdem Martinique-Kreol; Englisch wird in touristischen Bereichen verstanden, ist aber nicht überall selbstverständlich.+
Welche Strände sind auf Martinique am schönsten?Zu den schönsten Stränden auf Martinique gehören die Plage des Salines bei Sainte-Anne, Anse Céron im Norden, Anse Dufour und Anse Noire im Südwesten sowie die Strände bei Les Anses-d’Arlet. Der Süden eignet sich besonders zum Baden, der Osten eher für Wind und Wassersport.+
Kann ich auf Martinique wandern?Ja, Martinique bietet zahlreiche Wanderwege, besonders im grünen Norden rund um die Montagne Pelée, die Pitons du Carbet und den Regenwald. Viele Wege sind wegen Feuchtigkeit, Steigungen und rutschiger Passagen anspruchsvoll; feste Schuhe und Wettercheck sind wichtig.






