Entdecke die schönsten Nationalparks in Kanada

Das Wichtigste im Überblick
Kanadas Nationalparks vereinen spektakuläre Rocky-Mountain-Gipfel, türkisfarbene Gletscherseen, uralte Regenwälder und artenreiche Küstenlandschaften. Zu den bekanntesten Nationalparks zählen Banff und Jasper in Alberta, Yoho in British Columbia sowie Pacific Rim auf Vancouver Island. Im Osten lohnen sich unter anderem Forillon, Point Pelee und Kouchibouguac.
Für eine Reise empfiehlt es sich, eine Region intensiv zu erkunden – etwa auf einem Roadtrip zwischen Banff und Jasper über den Icefields Parkway. Für den Besuch ist in der Regel ein Tages- oder Jahres-Pass erforderlich. Sommer und früher Herbst eignen sich besonders gut für Wanderungen, Tierbeobachtungen und Seenlandschaften.
Möchtest du sämtliche kanadischen Nationalparks besuchen, reicht ein einziger Urlaub in Kanada nicht aus. Das riesige Land hat insgesamt 37 Nationalparks und elf nationale Parkreservate. So gilt es, zu priorisieren.
Auf jeden Fall hilft es, wenn du dich auf einen Teil des Landes konzentrierst und ihn möglichst eingehend besichtigst, statt zwar viele Nationalparks, aber diese nur oberflächlich zu sehen.
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Mit dem Schutz der heißen Quellen bei Banff begann 1885 Kanadas Nationalparksystem. Die spätere Bundesbehörde Parks Canada verwaltet die Nationalparks heute. Der Canada National Parks Act von 1930 schuf einen gesetzlichen Rahmen für das bereits bestehende Nationalparksystem.
In den 1970er-Jahren wurde Kanada in Regionen eingeteilt, in denen insgesamt 39 Nationalparks eingerichtet werden sollten. In acht von ihnen gibt es bisher noch keine Nationalparks, in den Rocky Mountains und den St. Lawrence Lowlands dagegen jeweils fünf. Langfristig soll jede Region mindestens einen Nationalpark enthalten.
Parkbesuch nur mit Eintrittskarte
Um die Nationalparks zu besuchen, brauchst du eine Eintrittskarte – einen Tagespass oder einen Jahres-Pass. Die Preise findest du auf der Webseite der Regierungsbehörde Parks Canada. Falls du in einem Nationalpark zusätzlich campen oder Feuer machen möchtest, zahlst du eine Extragebühr.
Ontario, Quebec, New Brunswick – im Osten des Landes kannst du kanadische Städte wie Toronto besichtigen und bei den Niagarafällen riesige Wasserfälle fotografieren – und Nationalparks besuchen, die mit beeindruckenden Naturschauspielen aufwarten.
Der Point-Pelee-Nationalpark ist ein kleines Naturschutzgebiet Kanadas. Er lässt sich bequem an einem Tag erkunden, liegt auf der gleichnamigen Halbinsel am südlichsten Punkt des Festlandes und bietet eine Vegetation, die eher für südlichere Gefilde typisch ist: rote Zedern, Walnussbäume und Maulbeerfeigenbäume.
Um das einzigartige Schilfgebiet am Nordrand zu besichtigen, kannst du den Bretterrundweg Marsh Boardwalk nutzen oder hindurchpaddeln. Auch für Vogelliebhaber:innen ist die Gegend ein Paradies: Nirgendwo sonst in Kanada sind Vogelbeobachtungen so gut möglich wie im Point-Pelee-Nationalpark.
Größe: 15 Quadratkilometer
Gründung: 1918
Nice to know: Die Halbinsel Pointe Pelee erhielt ihren Namen Anfang der 1600er-Jahre vom französischen Entdecker Étienne Brûlé wegen ihrer kargen Vegetation – pelé bedeutet im Französischen kahl.
Der kleinste Nationalpark Kanadas lädt mit seinen vielen Wasserflächen zum Paddeln und zu Bootsfahrten ein und fasziniert mit malerischen Aussichten. Bis 2013 hieß der Park St. Lawrence Islands National Park, dann wurde er nach dem umgebenden Naturraum benannt.
Thousand-Islands-Nationalpark – ein sprechender Name, denn ein Großteil der Nationalparkareale befindet sich auf insgesamt 21 größeren Inseln. Für Besucher:innen geöffnet ist der Park nur von Ende Mai bis Anfang Oktober.
In der weiteren Thousand-Islands-Region liegen auch Hub Island und Boldt Castle auf Heart Island, beide jedoch in den USA und nicht im kanadischen Nationalpark. Das Schloss ist die Hauptattraktion der Region – nicht zuletzt aufgrund seiner Entstehungsgeschichte: Der Hotelmagnat George C. Boldt ließ es aus Liebe zu seiner Frau Louise erbauen.
Größe: neun Quadratkilometer
Gründung: 1904
Nice to know: Boldt Castle ist nur per Boot erreichbar. Falls du die Burg besuchen möchtest, brauchst du die nötigen Einreisepapiere.
Beste Reisezeit für die Nationalparks Kanadas
Die meisten Nationalparks in Kanada sind ganzjährig geöffnet, einige schließen jedoch im Winter. Als Besuchszeiten sind der Sommer und der frühe Herbst besonders geeignet: Dann herrschen milde Temperaturen und es regnet nur wenig. Im östlichen Kanada wird es im Sommer etwas wärmer als im Westen. Falls du deine Winterjacke lieber zu Hause lassen möchtest, besuchst du die Nationalparks am besten in der Zeit von Juni bis Oktober.
Ein spektakulärer Anblick bietet sich im Indian Summer in Kanada: Vor allem im Osten des Landes färben sich die Laubbäume dann gelb, rot und orange.
Auf einer Halbinsel gelegen, bietet der Forillon-Nationalpark seinen Besucher:innen alle Naturschönheiten einer Küstenregion: Zwischen Wäldern, Marschland, Dünen, erodierten Felsen, Flüssen, Seen und Wasserfällen kannst du Leuchttürme besichtigen, schnorchelnd die Unterwasserwelt erkunden oder oberhalb der Steilküste am Wasser entlangwandern.
Mit etwas Glück und einem guten Fernglas schwimmt dir sogar ein Grind-, Finn- oder Blauwal vor die Linse. Diese werden in dem kanadischen Nationalpark regelmäßig gesichtet, ebenso Robben und Delfine.
Größe: 244 Quadratkilometer
Gründung: 1970
Nice to know: Den besten Rundumblick hast du vom Aussichtsturm auf dem Mont Saint Alban.
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„Fluss der großen Fluten“ heißt Kouchibouguac in der Sprache des Mikmaq-Volkes – ein anfangs vielleicht schwer auszusprechender Name, der aber sehr melodisch klingt und gleich erklärt, was diesen kanadischen Nationalpark auszeichnet: Es gibt Ebbe und Flut.
Neben lang gestreckten Fluss-, Sumpf- und Küstenlandschaften ist die örtliche Fauna bemerkenswert. Im Park findest du seltene Vogelarten, die zweitgrößte Seeschwalbenpopulation Nordamerikas und zahlreiche Schmetterlinge, zudem Rehe, Schwarzbären und Elche.
Größe: 239 Quadratkilometer
Gründung: als Nationalparkreservat 1969 eingerichtet, seit 1979 Nationalpark
Nice to know: Der Park eignet sich perfekt für einen Tagesausflug.
Provincial Parks in Kanada
Neben den bekannten Nationalparks gibt es in Kanada mehrere Hundert kleinere, aber nicht weniger sehenswerte Provincial Parks. Sie sind etwas ruhiger und übersichtlicher als die anderen Schutzgebiete und eignen sich perfekt für einen Wochenendausflug.
Für die meisten Provincial Parks wird eine separate Eintrittsgebühr verlangt, eine Nationalpark-Permission ist nicht gültig. Empfehlenswert sind etwa die Parks in der Nähe von Toronto: Algonquin, Killarney und Pinery. Der Westen Kanadas beherbergt ebenso schöne Provinzparks, insbesondere British Columbia mit den Provincial Parks Manning und Wells Gray sowie Cape Scott an der Nordspitze von Vancouver Island.
Das Highlight für alle Reisenden, die sich Richtung Westküste orientieren, sind die Rocky Mountains. Ein Auto ist allerdings Pflicht: Plane also deinen Roadtrip, steig ein in deinen Mietwagen und fahre nach dem Motto „Sea to sky“ oder „Sky to sea“ durch Alberta und British Columbia. Das majestätische Bergpanorama macht selbst lange Autofahrten zum Abenteuer, und beide Regionen beherbergen eine Reihe spektakulärer Nationalparks.
Rocky Mountains: Eine imposante Naturlandschaft
Die Rocky Mountains sind ein Faltengebirge im Westen Nordamerikas, das sich rund 5.000 Kilometer von Alaska bis nach New Mexico in den USA erstreckt. Falls du Zeit und Lust auf spektakuläre Natur hast, kannst du deine Kanadatour mit einem Roadtrip durch den US-Teil der Rocky Mountains und die dortigen Nationalparks der USA verlängern. Auch der berühmte Yellowstone-Nationalpark gehört zu den Rocky Mountains.
1907 gegründet, fast 11.000 Quadratkilometer groß, rund 2,5 Millionen Besucher:innen jährlich – die Eckdaten des größten Nationalparks in den Canadian Rockies sind beeindruckend. Der Jasper-Nationalpark beeindruckt mit einer unvergleichlichen Bergwelt, die zu Outdoor-Aktivitäten einlädt.
In dem Kanada-Nationalpark findest du Gletscher, Wasserfälle, Canyons und Seen. Rund um das faszinierende Columbia Icefeld, das sich über 325 Quadratkilometer erstreckt, erheben sich einige der höchsten Gipfel der Canadian Rocky Mountains.
Auch die Tierwelt ist außerordentlich vielfältig: Mit etwas Glück kannst du zum Beispiel Schwarzbären und Pumas, Elche, Wapitis und Bergziegen in freier Wildbahn beobachten.
Größe: 10.878 Quadratkilometer
Gründung: 1907
Nice to know: Übernachtest du als Platinum Card Inhaber:in in The Fairmont Jasper Park Lodge, genießt du exklusive Hotelvorteile wie ein Zimmer-Upgrade bei Ankunft (nach Verfügbarkeit) und kostenfreies tägliches Frühstück für zwei Personen.* Das Luxusresort liegt am Lac Beauvert mitten in den Bergen mit eigenem Golfplatz.
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Der Banff-Nationalpark ist der erste Nationalpark Kanadas, der zweite in ganz Nordamerika und der dritte weltweit. Seinen Namen verdankt er indirekt dem ersten Präsidenten der Eisenbahngesellschaft Canadian Pacific Railway: Dieser benannte den dort gelegenen Ort Banff nach seinem Geburtsort, der Region Banffshire in Schottland.
Für deinen Besuch im Banff-Nationalpark solltest du dir mehrere Tage Zeit nehmen. Und dann zum Beispiel den Moraine Lake im Valley of the Ten Peaks auf dich wirken lassen: ein Bergsee im schönsten Türkis, von zehn Gipfeln umgeben, die sich je nach Wetterlage im Wasser spiegeln oder von Wolken umhangen sind.
Größe: 6.641 Quadratkilometer
Gründung: 1885
Nice to know: Zwischen Jasper und Banff liegt der Icefields Parkway, ein gut 230 Kilometer langer Highway, der mitten durch die Rocky Mountains führt – perfekt, um von einem Nationalpark zum anderen zu kommen. Übernachten kannst du sehr gut im Fairmont Banff Springs.
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Im Süden von Alberta, an der Grenze zum US-Bundesstaat Montana, liegt der Waterton-Lakes-Nationalpark. Bei der Anfahrt aus dem Osten siehst du, wie der Highway 5 zunächst auf eine schroffe Felswand zuläuft, bis sich irgendwann ein großes Felsentor zeigt.
Im Park selbst wirkt alles etwas sanfter als im Banff-Park – die Berge sind weniger schroff, und Seen wie der namensgebende Waterton Lake bezaubern ebenso wie die endlose Weite der Prärie. Mit dem US-amerikanischen Glacier-Nationalpark bildet der Park den Waterton-Glacier International Peace Park, der seit 1995 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört.
Auf dem Upper Waterton Lake lohnt sich eine Bootstour: Vom Wasser aus ist der Blick auf die imposante Bergkulisse besonders beeindruckend. Und am Rande kannst du die Grenze zu den USA ausmachen, die sich als 30 Meter breite Schneise durch den Wald zieht.
Größe: 505 Quadratkilometer
Gründung: 1895
Nice to know: In Waterton findet alljährlich im Juni das Waterton Wildflower Festival statt, das neun Tage lang die Vielfalt der Wildblumenarten im Park feiert und zu Ausritten, botanischen Wanderungen und Konzerten einlädt.
Mehr Komfort vor jedem Abflug
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Mehr als 20 Dreitausender, enge Täler, malerische Seen – verständlich, dass Yoho auf Cree, der Sprache eines indigenen Volkes der Rocky Mountains, Staunen und Ehrfurcht bedeutet, oder schlicht: wow.
In dem Nationalpark in Kanada gibt es an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken: beim Paddeln auf dem Emerald Lake, beim Durchfahren schmaler Täler, die so eng sind, dass es schon nachmittags wieder dunkel ist, oder auf dem herausfordernden Weg Richtung Takakkaw Falls.
Größe: 1.310 Quadratkilometer
Gründung: 1886
Nice to know: Wenn du den Iceline Trail im Bereich der Takakkaw Falls erkundest und zu hoch gelegenen Aussichtspunkten mit Gletscherblicken wanderst, genießt du ein herrliches Panorama der Rocky Mountains.
Der Pacific-Rim-Nationalpark an der Westküste von Vancouver Island, der sich per Schiff von Vancouver aus erreichen lässt, zeigt sich ganz anders als die Parks im Landesinneren. Die pazifische Küste prägt Flora und Fauna des Parks: Weißkopfseeadler ziehen ihre Runden, an der Küste tummeln sich Otter und Seehunde und von März bis Oktober schwimmen sogar Grauwale im Wasser.
Long Beach, ein kilometerlanger Sandstrand zwischen Tofino und Ucluelet, bietet Naturfreund:innen zudem jede Menge Möglichkeiten, zu wandern und sich den Küstenwind um die Nase wehen zu lassen. Im Hotel Fairmont Pacific Rim in Vancouver kannst du sehr gut übernachten, um von dort aus den Nationalpark zu erkunden.
Größe: 511 Quadratkilometer
Gründung: 1970
Must-do: Im Regenwald die bis zu 95 Meter hohen Sitka-Fichten betrachten.
Überdimensionale Gewächse
Die Sitka-Fichte ist mit bis zu 95 Metern Höhe und bis zu fünf Metern Stammdurchmesser die größte aller Fichtenarten. Sie kann bis zu 800 Jahre alt werden. Im Kanada-Nationalpark Pacific Rim findest du außerdem den drittdicksten Baum der Welt: einen 55,5 Meter hohen Riesenlebensbaum mit mehr als 18 Metern Umfang. Sein Alter wird auf mehr als 2.000 Jahre geschätzt.
Das zweitgrößte Land der Welt lässt Reisende nicht wieder los. Besuchst du bei deinem Urlaub in Kanada die Nationalparks, werden sie dich mit ihrer vielfältigen Flora und Fauna, ihren Bergen und Seen nachhaltig beeindrucken. Die kanadischen Nationalparks können schroff, lieblich, artenreich oder maritim sein und sind auch im Winter ein lohnendes Reiseziel.
Und noch ein Vorteil deiner Platinum Card: Bei vielen Airlines profitieren du und deine Begleitung von besonders günstigen Konditionen.*
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Wann ist die beste Reisezeit für Kanadas Nationalparks?Für milde Temperaturen, gute Straßenverhältnisse und viele geöffnete Angebote eignen sich besonders die Monate Juni bis Oktober, während der Herbst im Osten mit dem Indian Summer begeistert.+
Benötige ich für kanadische Nationalparks einen Eintrittspass?Ja, für die meisten Parks ist ein Tagespass oder Jahres-Pass von Parks Canada erforderlich. Campingplätze und Feuerstellen kosten in der Regel zusätzliche Gebühren.+
Was sollte für Wanderungen in kanadischen Nationalparks ins Gepäck?Unverzichtbar sind wetterfeste Kleidung im Zwiebellook, feste Wanderschuhe, ausreichend Wasser und Verpflegung, Offline-Karten sowie gegebenenfalls Bärenspray.






