- Die Definition von klientenzentrierter Gesprächsführung
- Das Menschenbild hinter der Gesprächstechnik
- Die drei Grundhaltungen der Gesprächsführung nach Rogers
- Mit diesen Techniken führst du personenzentrierte Gespräche
- Klientenzentrierte Gesprächsführung in der Personalführung
- Klientenzentrierte Gesprächsführung im Verkaufsgespräch
- Zuhören statt überreden: Erfolgreiche Gesprächsführung für dein Business
- FAQ: Häufige Fragen und Antworten
Alles Wichtige auf einen Blick
Typische Techniken dabei sind aktives Zuhören, Paraphrasieren, Verbalisieren von Emotionen und das Stellen offener Fragen. Der Ansatz wirkt in Therapie, Führung und Verkauf. Er kann Vertrauen stärken, Missverständnisse reduzieren und langfristige Bindung fördern.
Die Definition von klientenzentrierter Gesprächsführung
Die klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers bildet die Grundlage der Gesprächstherapie. Es ist eine der drei klassischen Richtungen der Psychotherapie neben der Psychoanalyse und der Verhaltenstherapie.
Bei der klientenzentrierten Gesprächsführung handelt es sich um eine Gesprächstechnik, die das Ziel verfolgt, Menschen bei ihrem Wunsch nach Entwicklung und Selbstoptimierung zu unterstützen.
Im Mittelpunkt steht nicht die Deutung durch die Therapeut:innen, sie haben nur die Aufgabe, einen Rahmen zu schaffen, in dem die Klient:innen eigenständig Probleme erkennen und Lösungen entwickeln. Das Vertrauen in die Selbstheilungskräfte steht im Fokus.
Außerhalb der Psychotherapie wird die klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers in folgenden Bereichen eingesetzt:
- Pädagogik
- Erwachsenenbildung
- Coaching
- Verkaufsgespräche
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Das Menschenbild hinter der Gesprächstechnik
Carl Rogers’ klientenzentrierte Gesprächsführung basiert auf einem humanistischen Menschenbild. Für die Entwicklung seiner Kommunikationsmethode sind drei Überzeugungen grundlegend:
- Das Streben nach Selbstverwirklichung ist angeboren. Jeder Mensch hat den Willen, an sich zu arbeiten, besser zu werden und Probleme zu lösen.
- Ein wertschätzendes Umfeld ist die Voraussetzung für Veränderung. Erst, wenn sich ein Mensch nicht um die Aufrechterhaltung von Existenz und Selbstachtung kümmern muss, hat er die Kapazitäten, sich zu entfalten.
- Jeder Mensch ist von Natur aus gut. Kommt es zu Gewalt oder Aggressivität, ist das eine Folge der äußeren Umstände.
Was ist das humanistische Menschenbild?
Der Mensch wird als vernunftbegabtes und freies Wesen verstanden, das nach Selbstbestimmung und persönlicher Entfaltung strebt. Er besitze die Fähigkeit, sich eigene Ziele zu setzen und Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen. Zugleich seien Menschen sozial, streben nach Frieden und einem respektvollen Miteinander.
Damit griff der Humanismus ein antikes Menschenbild wieder auf, das für knapp tausend Jahre in Vergessenheit geraten war.
Die drei Grundhaltungen der Gesprächsführung nach Rogers
Damit die klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers gelingt, solltest du drei Erfolgskriterien befolgen:
- Kongruenz: Verhalte dich authentisch. Wenn die Person dir gegenüber fühlt, dass du ehrlich mit ihr umgehst, kann sie Vertrauen fassen und eine Bindung zu dir aufbauen.
- Empathie: Um die Denk- und Verhaltensmuster deiner Gesprächspartner:innen zu verstehen, brauchst du Einfühlungsvermögen. Spiegele der Person, welche Emotionen du bei ihr erkennst und benenne diese. Das hilft ihr dabei, sich selbst besser zu verstehen.
- Wertschätzung: Begegne deinem Gegenüber mit einer vorbehaltlosen und wertschätzenden Haltung. Gemäß der Grundüberzeugung „Jeder Mensch ist gut“ soll jede:r als eigenständige, wertvolle Persönlichkeit wahrgenommen werden.
Good to know: Vorurteile, persönliche Ansichten oder Abneigungen haben in der klientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl Rogers keinen Platz. Die Person, mit der du sprichst, soll das Gefühl haben, bedingungslos angenommen zu werden. Behalte deinen Standpunkt für dich.
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Mit diesen Techniken führst du personenzentrierte Gespräche
Wie kannst du dich im Gespräch verhalten, damit die wertschätzende Grundhaltung zum Ausdruck kommt? Carl Rogers gibt ein Set an kommunikativen Techniken mit, die die Selbstreflexion des Gegenübers fördern und die Beziehung vertiefen:
Aktives Zuhören
Als gesprächsführende Person hörst du aufmerksam zu, statt zu bewerten oder sofort Ratschläge zu geben. Durch verbale und nonverbale Signale, etwa Nicken, kurze Bestätigungen oder offenes Interesse, vermittelst du deinem Gegenüber, dass du präsent bist und seine Aussagen ernst nimmst.
Paraphrasieren
Indem du das Gehörte in eigenen Worten wiedergibst, zeigst du Verständnis und stellst sicher, dass ihr beide dasselbe meint. Diese Spiegelung hilft der anderen Person, die eigenen Gedanken zu ordnen und gegebenenfalls zu präzisieren.
Verbalisieren von Emotionen
Sprich unausgesprochene Gefühle an, die du wahrnimmst. Das kann helfen, Emotionen bewusst zu machen und zu bearbeiten. Nutze zum Beispiel Formulierungen wie: „Ich habe den Eindruck, dass Sie das ärgert“ oder „Ihre Stimme klingt traurig, wenn Sie davon erzählen.“
Offene Fragen
Stellst du offene Fragen, regt das deine Gesprächspartner:innen zur Selbstreflexion an und fördern eigenständige Lösungsansätze. Eine offene Frage beginn meist mit den Wörtern Wie, Was oder Wodurch und lädt ein, Gedanken frei zu entfalten, statt sie mit Ja oder Nein zu beantworten.
Klientenzentrierte Gesprächsführung in der Personalführung
Rogers’ Verständnis von Beziehung als Wachstumsraum überschneidet sich mit dem modernen Führungsbild der Coach-Leader, die Mitarbeitende zur Selbstreflexion anregen und ihre Eigenverantwortung stärken. Die klientenzentrierte Gesprächstechnik lässt sich in diversen Kontexten einsetzen, zum Beispiel in Mitarbeitenden-, Teamentwicklungs- und Feedbackgesprächen.
Im Unternehmenskontext kann die uneingeschränkte Akzeptanz des Gegenübers jedoch auch an ihre Grenzen stoßen, zum Beispiel wenn Leistungsdruck und Zeitmangel herrschen oder die Unternehmenskultur stark hierarchisch geprägt ist.
Klientenzentrierte Gesprächsführung im Verkaufsgespräch
Wenn du im Kundenkontakt mehr Wert auf Nachhaltigkeit als auf kurzfristige Abschlüsse legst, kann die personenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers eine wertvolle Grundlage sein. Sie fördert die Entstehung von langfristiger Kundenbindung, die sich vielleicht nicht sofort, dafür aber langfristig umso mehr auszahlt.
Indem du deine Kundschaft als eigenständige, kompetente Persönlichkeit mit individuellen Bedürfnissen wahrnimmst, gestaltest du den Verkaufsprozess als partnerschaftlichen Dialog, in dem gemeinsam ein passendes Angebot entwickelt wird.
Höre aufmerksam zu, versuche die Kunden wirklich zu verstehen, und nimm ihre Wünsche ernst. Verzichte auf Druck oder Überredung. Begleite sie stattdessen wohlwollend und empathisch in ihrer Entscheidungsfindung.
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Zuhören statt überreden: Erfolgreiche Gesprächsführung für dein Business
Vertrauensvolle Beziehungen sind die Grundlage erfolgreicher Zusammenarbeit, mit Kunden und mit Mitarbeitenden. Die klientenzentrierte Gesprächsführung hilft dir, Gespräche empathischer und lösungsorientierter zu führen. Sie stärkt das gegenseitige Verständnis und Vertrauen, schafft Offenheit und fördert langfristige Loyalität.
Dass du deinen Mitarbeitenden vertraust, kannst du ihnen auch zeigen, indem du ihnen Zusatzkarten der Firmenkreditkarte ausstellst. Mit der Business Platinum Card oder der Business Gold Card kannst du bis zu 99 kostenlose Zusatzkarten für dein Team beantragen – und so dein Business aufs nächste Level bringen, deine Mitarbeiter:innen einbinden sowie Verwaltungsaufwand und Kosten für Reiseversicherungen sparen.*