10 Auto-Klassiker, deren Wert seit 2011 kräftig gestiegen ist
Oldtimer steigen meist nicht allein wegen ihrer Marke im Wert. Entscheidend sind vor allem Seltenheit, Originalität, Zustand, dokumentierte Historie und die konkrete Version eines Modells.
Deshalb können nicht nur Ferrari-Kleinserien, sondern auch ehemals günstige Massenmodelle zulegen – sofern heute nur noch wenige gute Exemplare existieren. „Es kommt immer auf die Version und natürlich den Zustand an“, präzisiert Frank Wilke von Classic Analytics, der als Marktbeobachter die Durchschnittspreise für Oldtimer und Youngtimer ermittelt.
Im Hochpreissegment legte der McLaren F1 um mehrere Millionen Euro zu, während selbst ungewöhnliche Nutzfahrzeuge wie der VW Typ 147 „Fridolin“ heute deutlich höher bewertet werden als noch 2011.
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Der Citroën 2CV gehörte lange zu den günstigsten Einstiegs-Oldtimern. Weil viele Fahrzeuge im Alltag verschlissen, unsachgemäß repariert oder verschrottet wurden, sind heute gut erhaltene und originale Exemplare deutlich seltener. Entsprechend stiegen die Preise für gepflegte Fahrzeuge seit 2011 spürbar: Aus rund 7.700 Euro wurden etwa 13.000 Euro. Damit zählt die „Ente“ zu den Klassikern, die vor allem in gutem Originalzustand an Wert gewonnen haben.
Nice to know: Der Prototyp des Citroën 2CV entstand bereits vor dem Zweiten Weltkrieg. Zur Serienreife gelangte das Modell erst 1948/49.
Der BMW 323i war das Top-Modell der ersten 3er-Reihe und ist heute besonders gefragt. Entscheidend dafür sind der kultivierte Sechszylinder, die starke Stellung des Modells innerhalb der E21-Baureihe und die wachsende Nachfrage nach frühen BMW-Sportlimousinen in gutem Originalzustand. Seit 2011 stieg der Marktwert deutlich – von rund 9.000 auf etwa 23.000 Euro.
Nice to know: Die erste 3er-Serie gab es ab Werk offiziell nicht als Cabrio. Der Stuttgarter Karosseriespezialist Baur schnitt das Dach von 4.595 Limousinen hinter der B-Säule heraus und machte so ein Targa-Cabrio daraus.
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Der Porsche 928 stand lange im Schatten des 911, gewinnt als eigenständiger V8-Gran-Turismo inzwischen aber deutlich an Anerkennung. Besonders gefragt ist der späte 928 GTS, also die stärkste und begehrteste Serienversion.
Sein Marktwert stieg seit 2011 deutlich: von rund 33.400 auf knapp 60.000 Euro. Damit zählt der 928 GTS zu den Modellen, die vom Wandel vom unterschätzten Gebrauchtwagen zum anerkannten Sammlerauto profitiert haben.
Nice to know: Der Porsche 928 ist ein sogenanntes Transaxle-Fahrzeug, der Motor ist also vorn und das Getriebe an der Hinterachse montiert. Zwar ist der technische Aufwand höher, doch die Gewichtsverteilung besser.
Wie Classic Analytics Oldtimerpreise ermittelt
Die Preisangaben basieren auf Marktbeobachtungen von Classic Analytics. Dafür fließen unter anderem Auktionen, Händlerangebote, Fachmessen, Club-Mitteilungen, Printanzeigen und Online-Inserate in die Bewertung ein. Auf dieser Basis entstehen Schätzpreise nach Zustandsnoten von 1 bis 5. Nach eigenen Angaben umfasst die Datenbasis rund 30.000 aktuelle Preise sowie ein Archiv mit mehr als 50.000 Auktionsergebnissen seit 1993.
Der VW Typ 147 „Fridolin“ wurde als kompakter Lieferwagen vor allem für die Post entwickelt. Technisch war das Modell ein Mix aus verschiedenen VW-Baureihen und vor allem auf Funktionalität ausgelegt: zwei Kubikmeter Laderaum, beidseitige Schiebetüren und einfache, robuste Technik. Gerade weil der Fridolin ursprünglich ein reines Nutzfahrzeug war, wurden nur wenige Fahrzeuge dauerhaft erhalten.
Weil der Fridolin als Arbeitsfahrzeug kaum geschützt und selten konserviert wurde, haben nur sehr wenige Exemplare überlebt. Genau diese geringe Überlebensrate treibt heute die Preise. Seit 2011 legte der Marktwert guter Fahrzeuge laut Artikelbasis um mehr als 500 Prozent auf rund 55.000 Euro zu.
Nice to know: Die Schweizer Post PTT bestellte 1201 Modelle des knuffigen Autos. Wegen der besonderen Anforderungen in den Bergen hatten diese Modelle immer Scheibenbremsen vorn und eine serienmäßig eingebaute Standheizung.
Der Jaguar E-Type zählt zu den stilprägenden Sportwagen der 1960er-Jahre und ist seit Langem ein gefragtes Sammlerauto. Besonders stark gesucht sind frühe Roadster, weil sie das ursprüngliche Design, die offene Karosserieform und die größte emotionale Anziehungskraft vereinen. Entsprechend legten die Preise seit 2011 deutlich zu: Ein Roadster aus dem Jahr 1964 stieg laut Classic Analytics von rund 77.000 auf etwa 126.000 Euro.
Nice to know: Bei der Weltpremiere am Genfer Salon 1961 hatte Jaguar zunächst nur ein Auto auf dem Stand. Aufgrund der großen Nachfrage ließ man über Nacht auf Achse zwei weitere E-Types von Coventry nach Genf kommen.
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Das Mercedes-Benz 280 SE 3.5 Cabrio gehört zu den begehrtesten offenen Klassikern der Marke. Ausschlaggebend sind die elegante W-111-Karosserie, der V8-Motor, die hochwertige Verarbeitung und die vergleichsweise geringe Stückzahl. Genau diese Kombination machte das Modell in den vergangenen Jahren besonders wertstabil und teuer: Laut Classic Analytics stiegen die Preise seit 2011 von rund 95.000 auf etwa 285.000 Euro.
Nice to know: Die Baureihe W 111 wurde erstmals nach den Erkenntnissen von Unfallforscher Béla Barényi konstruiert: Es waren die ersten Autos mit stabiler Fahrgastzelle und definierten Knautschzonen.
Bei der Rallye-Weltmeisterschaft 1982/83 siegte der Audi quattro, danach kam der Sport quattro, auch „der Kurze“ genannt. Nur etwa 220 Stück wurden gebaut, 170 gingen an Privatleute. Mit etwa 200.000 DM war der Sport quattro 1984 das teuerste deutsche Serienmodell – ein doppelt so teures Auto wie ein Porsche Turbo.
Mittlerweile wird das gesuchte Klassikmodell mit Wertsteigerungspotenzial für etwa 385.000 Euro gehandelt – knapp 300 Prozent Wertsteigerung gegenüber den 100.000 Euro von 2011.
Nice to know: Der Sport quattro entstand für den Motorsport und unterschied sich technisch deutlich vom normalen quattro. Besonders spektakulär wurden die Rennversionen, etwa für Pikes Peak, bei denen der aufgeladene Fünfzylinder deutlich höhere Leistungen erreichte als im Serienfahrzeug.
Der Toyota 2000GT gilt als eines der wichtigsten japanischen Sammlerautos überhaupt. Seine historische Bedeutung, die geringe Stückzahl und sein Status als früher japanischer Hochleistungssportwagen haben die Nachfrage stark erhöht. Entsprechend legten die Preise deutlich zu: Lag der Marktwert 2011 noch bei rund 260.000 Euro, werden heute etwa 790.000 Euro erreicht.
Nice to know: Obwohl der 2000GT als erster Supersportwagen aus Japan gilt und als Cabrio-Prototyp sogar bei James Bond mitspielen durfte, wurden davon nur 351 Stück gebaut – 337 serienmäßig und 14 Prototypen.
Als Ferrari den 288 GTO 1984 präsentierte, war er das bis dahin stärkste und schnellste Straßenmodell der Marke. Der V8-Biturbo, die hohe Endgeschwindigkeit und die geringe Stückzahl machten ihn schon damals zu einem außergewöhnlichen Fahrzeug im oberen Marktsegment.
Die enorme Wertsteigerung des Ferrari 288 GTO erklärt sich
vor allem durch seine Seltenheit, seine technische Bedeutung und seinen
besonderen Platz in der Ferrari-Historie. Lag der Marktwert 2011 noch bei gut
308.000 Euro, überschritt er später deutlich die Millionengrenze und erreicht
heute rund 2,35 Millionen Euro. Damit gehört der 288 GTO zu den Klassikern mit
den stärksten Preiszuwächsen im Spitzensegment.
Nice to know: Das Ferrari-Wappen auf dem Kotflügel wurde erst beim 288 GTO eingeführt, vorher existierte es nur bei Rennautos. Alle 288 wurden in „Rosso Corsa“-Lackierung ausgeliefert. Es gab nur 272 Stück.
Der McLaren F1 zählt zu den begehrtesten Supersportwagen der Moderne, weil er technische Exzellenz, extreme Seltenheit und ikonischen Sammlerstatus vereint. Schon bei seiner Einführung war er eines der exklusivsten Serienautos der Welt; heute ist er ein Spitzenmodell des internationalen Sammlermarkts. Seit 2011 stiegen die Preise von rund sechs auf etwa 15 Millionen Euro.
Nice to know: Der McLaren F1 ist nicht nur teuer, sondern bietet auch eine für einen Sportwagen einzigartige Sitzkonfiguration: der Fahrer oder die Fahrerin in der Mitte, die beiden Passagierplätze links und rechts etwas nach hinten versetzt. Genau solche Merkmale tragen zum Mythos des Modells bei.
Wertsteigerungen sind bei Oldtimern in vielen Preisklassen möglich – vom seltenen Nutzfahrzeug bis zum Millionen-Supersportwagen. Entscheidend sind jedoch nicht nur Seltenheit und Image, sondern auch Originalität, Zustand, dokumentierte Historie, Marktbreite und langfristige Nachfrage.
Der große Preis-Hype früherer Jahre hat sich zwar abgeschwächt, doch besonders begehrte Modelle bleiben gefragt. Als Investment taugen Oldtimer deshalb nur eingeschränkt: Wenn du einen kaufst, solltest du nicht nur auf mögliche Wertzuwächse, sondern ebenso auf Unterhalt, Restaurierungskosten und Marktliquidität achten.
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Warum steigen manche Oldtimer stärker im Wert als andere?Nicht jeder Klassiker entwickelt sich preislich gleich. Besonders gefragt sind Modelle, die selten, technisch oder historisch bedeutsam und in gutem Originalzustand erhalten sind. Auch die genaue Version eines Fahrzeugs spielt eine große Rolle, etwa Top-Motorisierungen, limitierte Serien oder besonders begehrte Karosserievarianten.
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Worauf sollten Käufer:innen achten, wenn sie einen wertstabilen Klassiker suchen?Entscheidend sind ein nachvollziehbarer Lebenslauf, möglichst originale Substanz und ein guter Erhaltungszustand. Fahrzeuge mit sauberer Dokumentation, geringer Stückzahl und starker Nachfrage im Sammlermarkt haben meist die besseren Chancen auf eine stabile Wertentwicklung. Ebenso wichtig ist, ob Ersatzteile verfügbar sind und hohe Folgekosten drohen.
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Sind Oldtimer eine sinnvolle Geldanlage?Oldtimer können im Wert zulegen, sind aber keine verlässliche Kapitalanlage wie ein klassisches Finanzprodukt. Unterhalt, Lagerung, Reparaturen und mögliche Restaurierungen kosten oft viel Geld und können die Rendite deutlich schmälern. Wer einen Klassiker kauft, sollte deshalb nicht nur auf den möglichen Gewinn, sondern auch auf Nutzung, Leidenschaft und langfristige Haltedauer schauen.
