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Maserati: Die berühmte Fiat-Tochter hat viel zu bieten

Zwei historische und ein moderner Sportwagen in einer Halle
Redaktion AMEXcited
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Wenn vier Brüder an einem Projekt zusammenarbeiten, kann etwas Großartiges entstehen – wie vor rund einem Jahrhundert bei den Maserati-Brüdern. Die hatten vor allem schnelle Fahrten im Sinn, als sie ihre neuen Kraftfahrzeuge entwarfen. Ab 1926 flitzte der erste Maserati über die Straßen, und Autofans begannen weltweit nach Maserati-Sportwagen zu gieren – nicht zuletzt dank Welterfolgen der Marke im Motorsport. Legendäre Namen wie Ghibli oder Quattroporte festigten den atemberaubenden Ruf, den Maserati trotz einiger Krisen bis heute genießt.
  1. Die Anfänge von Maserati: Es waren einmal vier Brüder
  2. Eigentümerwechsel: Auf Alfieri folgt Orsi
  3. Unruhige Zeiten: Die 1960er und 1970er
  4. Erst Fiat, dann Ferrari: Wieder fest in italienischer Hand
  5. Aktuelle und künftige Maserati-Modelle: Ein Ausblick
  6. Maserati: Schön für die Zukunft gerüstet

Die Anfänge von Maserati: Es waren einmal vier Brüder

Im Jahr 1914 gründete Alfieri Maserati eine Firma für flotte Fahrzeuge in Bologna – die „Officine Alfieri Maserati SA“. Dort wollte er Sportwagen für Rennen vorbereiten, damals noch für Kunden des Autoherstellers Isotta Fraschini. Der Erste Weltkrieg verzögerte dieses Vorhaben, doch nachdem seine Brüder Ettore und Ernesto mit eingestiegen waren, stellten sich schnell die ersten Erfolge ein: Die für Isotta Fraschini und Diatto, einen weiteren Hersteller dieser Zeit, gebauten Rennwagen erzielten gute Ergebnisse bei diversen Grand-Prix-Rennen.

Mit dem Rückzug von Diatto aus dem Rennsport übernahmen 1925 die Maserati-Brüder die Weiterentwicklung der Autos. Der Maserati Tipo 26 war der erste Rennwagen, der ihren Nachnamen trug – die Marke Maserati war geboren. Alfieri saß dann 1926 höchstpersönlich am Steuer, als der Bolide in der 1,5-Liter-Klasse bei der Targa Florio den Sieg davontrug.

Ab 1929 nahmen die Brüder mit ihren Rennern regelmäßig an Wettbewerben teil und verkauften zudem Autos an private Kunden. Nach dem Tod von Alfieri im Jahr 1932 trat Bruder Bindo in das Unternehmen ein und übernahm große Teile der Führungsarbeit. Bis dahin war er bei Isotta Fraschini tätig gewesen.

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Historisches Foto eines Rennwagens

Eigentümerwechsel: Auf Alfieri folgt Orsi

Mit dem Tod von Alfieri verlor das Unternehmen allerdings seinen Schwung und die Gründer einen Teil ihres Spirits. 1937 verkauften sie die Autoschmiede an den Industriellen Adolfo Orsi aus Modena. Neben Stahl ließ dieser in seinen Werken auch landwirtschaftliche Geräte herstellen. Die Motorsport-Marke mit dem guten Ruf sollte seine Produkte bekannter machen. Noch zehn Jahre blieben Ernesto, Bindo und Ettore in dem Unternehmen, das Orsi Anfang der 1940er nach Modena verlegen ließ.

Nach einigen Wirrungen in den Jahren nach dem Kriegsende konnte die Marke wieder an alte Motorsporterfolge anknüpfen. Dabei spielte Maserati auch der Rückzug des Rivalen Alfa Romeo in die Karten. Erstes Aushängeschild war der 1953 entwickelte Maserati 250F, der nicht nur in der Formel 1, sondern auch bei weiteren Rennen weltweit zum Einsatz kam. 1957 errang Juan Manuel Fangio darin seinen fünften WM-Titel als Maserati-Werksfahrer.

Von der Rennstrecke auf die Straße

Angesichts des anhaltenden Erfolgs der Marke auf den Rennstrecken der Welt erschien es logisch, auch Fahrzeuge für die Straße anzubieten – zumal diese die nötigen Einnahmen brachten, um den kostspieligen Rennbetrieb zu finanzieren. Inzwischen war Adolfos Sohn Omer Geschäftsführer. Er ließ den Maserati A6 entwickeln und veranlasste die Produktion des Maserati 3500 GT. Im Maserati 5000 GT kamen nicht genutzte Rennwagenteile zum Einsatz, 1963 folgte mit dem Maserati Quattroporte die erste Sportlimousine.

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

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Von den insgesamt sechs Maserati-Brüdern hatte nur Mario kaum Interesse an Technik. Er entwarf jedoch das Logo der Marke, das vom Dreizack der Neptun-Statue auf der Piazza Maggiore in Bologna inspiriert ist.
Historisches Foto eines Rennwagens

Unruhige Zeiten: Die 1960er und 1970er

Trotz der weltweiten Bekanntheit von Maserati und Erfolgen auf und abseits der Rennpisten konnte Orsi die wirtschaftliche Schieflage Anfang der 1960er nicht abfangen. Er verkaufte das Unternehmen an Citroën, wo die Modellpalette überarbeitet und Produktionskosten mithilfe eines Griffs ins Großserienregal verringert wurden. Doch weder die günstigeren Sportautos Maserati Merak und Bora noch die etablierten Modelle mit den starken Achtzylindern fanden in den Vorwehen der Ölkrise genug Abnehmer. Erneut drohte die Pleite.

Nach einem helfenden Eingriff der italienischen Regierung Mitte der 1970er-Jahre übernahm Sportwagenhersteller De Tomaso die Traditionsmarke. Während der Anspruch, sportliche und extravagante Modelle mit zwei und auch vier Sitzen im Maserati Quattroporte anzubieten, stets erhalten blieb, war die wirtschaftliche Lage des Unternehmens unbeständig. Die neue Maserati-Biturbo-Familie konnte ab 1981 nicht für die nötigen Verkaufszahlen sorgen, auch wegen Qualitätsmängeln. Wieder stand ein Eigentümerwechsel an.

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Detail eines roten Sportwagens

Erst Fiat, dann Ferrari: Wieder fest in italienischer Hand

1989 verkaufte De Tomaso zunächst 49 Prozent des Unternehmens an Fiat, um die Übernahme durch Mazda zu verhindern. 1993 ging auch der Rest an den Großkonzern, der die Marke 1997 rechtlich und organisatorisch Ferrari unterordnete. Der Quattroporte erfuhr eine Frischzellenkur, das Coupé Maserati 3200 GT war eine Neuentwicklung. Er und sein Maserati Coupé genannter Nachfolger waren die Gesichter der Marke bis 2007.

Im Jahr 2004 stieg Maserati erneut in den Motorsport ein – nach 37 Jahren. Die 25 für die Straße zugelassenen Exemplare des Tourenwagenrenners MC12 GT1 gingen als MC12 an namentlich nicht bekannte Edelkunden. 2005 machte Fiat aus Maserati wieder ein eigenes Unternehmen innerhalb des Konzerns, das nicht mehr unter der organisatorischen Obhut des einstigen Rivalen Ferrari stand.

Maserati produzierte auch Motorräder

Von 1953 bis 1960 bot das zwischenzeitlich von Adolfo Orsi nach Modena verlegte Unternehmen auch Motorräder an. Technisch hatten die Zweiräder aber nichts mit den Sportwagen zu tun. Nicht einmal den sportlichen Anspruch konnte und wollte Orsi mit seinen Zweirädern erfüllen: Die Fertigung verließen nur kleine Einzylinder-Maschinen, bis anhaltende Qualitätsmängel schließlich den Produktionsstopp zur Folge hatten.
Zwei Rennwagen auf einer Rennstrecke im Regen

Aktuelle und künftige Maserati-Modelle: Ein Ausblick

Mitte 2022 bietet Maserati fünf Modelle mit dem Dreizack im Kühlergrill an: den frisch entwickelten, kompromisslosen Maserati MC20 mit 630 PS, die SUVs Maserati Levante und Grecale, die Sportlimousine Maserati Quattroporte sowie die aktuelle Interpretation des Maserati Ghibli. Letzteren gibt es auch mit Hybridantrieb und in der brachialen Trofeo-Variante, die eine Spitzengeschwindigkeit von 326 Kilometern pro Stunde erzielt. Der günstigste Maserati ist der „kleine“ SUV Grecale, der ab rund 72.000 Euro zu haben ist.

Es gibt nur einen Weg: Elektrifizierung bis 2030

Die immer strengeren Anforderungen an den Umwelt- und den Klimaschutz zwingen auch Konzernmutter Stellantis zum Handeln: Sie will die Sportwagenmarke elektrifizieren – bis 2030.

Den Anfang machte Anfang 2022 die erwähnte Hybridvariante des Ghibli. Ihr folgt vermutlich in Kürze der neue Gran Turismo als vollelektrisches Modell, bei dem auch technische Innovationen aus der elektrischen Formel E in die Serienproduktion einfließen sollen. Ebenfalls 2023 könnte die Stromvariante des neuen Kompakt-SUV Grecale kommen. Ab Mitte der 2020er sollen dann sukzessive die anderen Modelle umgestellt werden.

Ein blauer Rennwagen auf der Strecke

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Maserati: Schön für die Zukunft gerüstet

Was der Sänger Markus schon 1982 wollte und bekam, nämlich seinen Spaß im Maserati, erhalten auch die aktuellen Kund:innen. Kraftstrotzende Motoren, wunderschöne Blechkleider und zeitloses Design lassen die Wartelisten stetig wachsen. Mit der Ankündigung, auch die künftigen Modelle in der Heimat der Marke zu entwickeln und zu bauen, betont die schöne Sportwagen-Tochter des Stellantis-Konzerns ihre Herkunft und setzt Traditionen sicht- und spürbar fort. Die Marke hat definitiv das Potenzial, auch in vielen Jahren noch zu begeistern – wie andere große Sportwagen, etwa Bugatti oder Ferrari.

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