Little Tokyo in Düsseldorf: Auf Entdeckungstour im japanischen Viertel

Ein Drache in Oktopusform und eine Japanflagge flattern über dem Rhein in der Luft
Redaktion AMEXcited
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Im japanischen Viertel in Düsseldorf gibt es sowohl kulturell als auch kulinarisch jede Menge zu entdecken. Japanische Schriftzeichen an vielen Geschäften, betörende Düfte fernöstlicher Köstlichkeiten in der Luft und eine hohe Dichte an japanischen Einwohner:innen auf der Straße – die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens zählt zu den größten Japan-Standorten Europas. Wir haben uns für euch auf einen kleinen Streifzug durch Little Tokyo begeben.
  1. Little Tokyo am Rhein: So entstand das japanische Viertel in Düsseldorf
  2. Das japanische Viertel in Düsseldorf erkunden
  3. Japanische Restaurants und Karaoke
  4. (Ent)Spannende Nippon-Kultur abseits des japanischen Viertels
  5. Little Tokyo in Düsseldorf
  6. Gold Card oder Platinum Card: Welche ist deine Reisebegleitung?

Little Tokyo am Rhein: So entstand das japanische Viertel in Düsseldorf

Little Tokyo, so wird das Areal rund um das deutsch-japanische Center unweit des Hauptbahnhofs an der Immermannstraße in Düsseldorf genannt. Wie es zum Epizentrum japanischer Kultur in der Rheinmetropole kam, hängt damit zusammen, wie viele Japaner:innen in Düsseldorf leben: mehr als 8.400 nämlich! Damit gehört die Stadt zu den Platzhirschen unter den Japan-Standorten Europas. Warum so viele Japaner:innen in Düsseldorf leben? Viele kamen mit den knapp 600 japanischen Unternehmen, die sich mittlerweile in der Stadt und drumherum angesiedelt haben.

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Zu den Vorteilen der Platinum Card

Nach dem Zweiten Weltkrieg war es vor allem die Schwerindustrie im Ruhrgebiet, die Düsseldorf so interessant für Firmen aus Nippon machte. Mit den japanischen Firmen und Arbeiter:innen schwappte auch die Kultur aus dem Land der aufgehenden Sonne in die Stadt am Rhein: Der Japanische Club 1964, das Generalkonsulat 1967 und schließlich das erste japanische Restaurant Nippon-Kan bildeten den Grundstein der geballten japanischen Infrastruktur rund um die Immermannstraße.

Häuserzeile mit japanischen Geschäften in der Immermannstraße in Düsseldorf

Basislager in Little Tokyo in Düsseldorf aufschlagen


Wer Lust auf das japanische Viertel in Düsseldorf hat, kann beispielsweise im Hotel Nikko mitten im Geschehen auf der Immermannstraße sein Basislager aufschlagen. Das Hotel ist gleichzeitig Sitz der japanischen Handelskammer und besticht durch eine Kombination aus Internationalität und asiatischem Flair.

Tolle Blicke auf Rhein und Fernsehturm nach einem ereignisreichen Tag in Little Tokyo in Düsseldorf bietet das Hyatt Regency im MedienHafen. Und wenn die Nähe zur luxuriösen Königsallee in Düsseldorf bei der Entscheidung für das Hotel eine wichtige Rolle spielt, ist der Breidenbacher Hof die richtige Wahl.

Das japanische Viertel in Düsseldorf erkunden

Mittlerweile bietet die Stadt alles, was das Nippon-liebende Herz höherschlagen lässt. Die Erkundungstour durch das japanische Viertel in Düsseldorf beginnt gleich in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof. Die Supermärkte Dae Yang und Shochiku sind beliebte Anlaufstellen, um japanische Lebensmittel in Düsseldorf zu bekommen. Neben allerlei kulinarischen Leckerbissen gibt es hier auch Dinge des alltäglichen Gebrauchs und Haushaltswaren. Ein Besuch lohnt sich!

Ein Supermarktregal gefüllt mir japanischen Lebensmitteln

Nach dem Einkaufsbummel hilft eine kleine Stärkung, um Kraft für weitere Entdeckungen zu schöpfen: Parallel zur Immermannstraße gibt es in der japanischen Bäckerei Bakery My Heart in Düsseldorf eine große Auswahl exotischer Backwaren.

Melon-Pan zum Beispiel ist ein sehr süßes Brötchen aus luftigem Teig, das etwa mit Vanillepudding oder grünem Matcha gefüllt ist. Herzhaft wird es mit einem sogenannten Yakisoba-Pan, einer Art Hotdog, das aber nicht mit Wurst, sondern mit gebratenen Nudeln belegt ist.

Diese drei japanischen Leckereien gilt es in Düsseldorf unbedingt zu probieren

  1. Cremiges Eis, umhüllt von einem zarten Reismehl-Teig: Mochi-Eis ist gerade ein großer Trend. Im japanischen Viertel in Düsseldorf gibt es diese Leckerei zum Beispiel im Okinii.
  2. Einer Legende nach soll Sake dem Sturmgott Susanoo zum Erlegen einer achtköpfigen Schlange geholfen haben. Verschiedene Sake-Sorten können Interessierte in der Bar Yaki-The-Emon schlürfen. Hier werden auch Sake-Seminare angeboten.
  3. Auch Schnitzel können die Japaner. Im Land der aufgehenden Sonne hört es auf den Namen Tonkatsu. In verschiedenen Variationen wird es beispielsweise im Tonkatsu Gonta auf der Immermannstraße zubereitet.

Nach einem kleinen Snack geht der Bummel durchs japanische Viertel in Düsseldorf weiter: In dem japanischen Buchladen Takagi beispielsweise finden Lesehungrige neben Mangas auch jede Menge japanische Literatur und Lehrmaterialien für Japanisch-Lernende. Wer dem eigenen Zuhause ein bisschen Nippon-Feeling einhauchen möchte, wird bei Kyoto fündig: Hier gibt es von japanischen Messern über dekorative Vasen bis hin zu Tischen, Stühlen oder sogar Wasserbrunnen alles für die passende Inneneinrichtung im Japan-Stil.

Good to know: In der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens gibt es noch weitere schöne Läden mit tollen Möbelstücken zu entdecken.

Eine Frau steht vor dem Schaufenster einer japanischen Buchhandlung

Bevor wir uns ins Nachtleben in Little Tokyo stürzen, steht Wellness auf dem Programm. Der Hairsalon Club Y‘s ist ein japanischer Friseur in Düsseldorfs Stadtmitte. Hier werden die Haare wie im fernen Nippon geschnitten, gestylt und gepflegt. Alle Friseur:innen im Salon haben ihr Handwerk in Japan gelernt. Über einen Haarschnitt hinaus können Kund:innen sich im Laden auch so richtig verwöhnen lassen, zum Beispiel mit einer japanischen Shiatsu-Massage.

Japanische Restaurants und Karaoke

Nach Einkaufsbummel, japanischer Bäckerei, Bücherjagd und einem Besuch beim japanischen Friseur ist es Abend im japanischen Viertel in Düsseldorf geworden und damit höchste Zeit für ein paar Köstlichkeiten.

Sushi gehört zu Japan wie die Weißwurst zu Bayern. In der Tokyo Lounge kannst du für rund 33 Euro pro Person so viel davon essen, wie du möchtest. Pro Runde bestellen Besucher:innen hier bis zu drei Speisen. Sind diese aufgegessen, wird die nächste Runde eingeläutet. Natürlich steht auch veganes Sushi auf der Speisekarte.

Tipp: Wem bei der Erwähnung von Nigiri, Maki oder California-Roll nur Fragezeichen auf der Stirn stehen, kann sich über die verschiedenen Sushi-Sorten gern vorab informieren und dann mit Fachwissen glänzen.

Beliebt ist übrigens auch das japanische Restaurant Takumi auf der Immermannstraße in Düsseldorf. Hier gibt es eine große Auswahl an Ramen, der berühmten japanischen Nudelsuppe.

Das Besondere: Die Nudeln für die Spezialität kommen den langen Weg aus der nördlichsten Region Japans, Hokkaido. Die Basis der Suppe, eine kräftige Schweinebrühe, wird täglich sechs bis acht Stunden frisch gekocht. Beliebte Toppings wie Teriyaki Chicken, Butter, Mais, Seetang, gekochtes Ei oder Sprossen runden das kulinarische Erlebnis ab.

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Ein japanisches Gericht in einer kleinen Schale mit Dekoration

Zum Abschluss unseres Tages im japanischen Viertel in Düsseldorf geht es noch ans Mikrofon. Karaoke ist eine besonders beliebte Freizeitbeschäftigung in Japan. Statt vor großem Publikum bietet die Muse KTV Karaoke Bar in der Klosterstraße einen intimen Rahmen für Hobby-Sänger:innen. Hier können separate Karaoke-Räume gebucht werden. Ob für drei, sechs oder bis zu 14 Sänger:innen – die unterschiedlich großen Räume lassen Hemmungen, vor anderen zu singen, gar nicht erst aufkommen.

(Ent)Spannende Nippon-Kultur abseits des japanischen Viertels

Es lohnt sich, ein paar mehr Tage in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens einzuplanen. Denn ein Gefühl von Little Tokyo kommt nicht allein im japanischen Viertel auf. Auch abseits der mit japanischen Restaurants und Läden gespickten Immermannstraße in Düsseldorf gibt es Kultur aus dem Land der aufgehenden Sonne zu entdecken.

Ein Hauch von Zen im Japanischen Garten in Düsseldorf

Da wäre zum Beispiel ein ganz besonderes Kleinod entspannender Naherholung im nordwestlichen Teil des Nordparks: der Japanische Garten. Auf 5.000 Quadratmetern weht hier zwischen traditionell beschnittenen Kiefern und japanischen Fächerahornen ein Hauch von Zen. Besucher:innen können in der beliebten Parkanlage ganz entspannt die Seele baumeln lassen, ihren Blick über beruhigende Wasserflächen schweifen lassen oder auch japanische Steinmetzarbeiten aus Naturstein bewundern.

Zu verdanken ist die grüne Oase dem japanischen Garten- und Landschaftsarchitekten Iwakii Ishiguro und seinem Sohn Shojiro. Sie haben in den 1970er-Jahren den japanischen Garten in Düsseldorf geplant und angelegt. Die wunderschöne Grünanlage ist nicht nur wohltuend für die Seele, sondern schont darüber hinaus auch noch den Geldbeutel: Der Eintritt ist nämlich kostenlos und Interessierte können hier rund um die Uhr spazieren, prokrastinieren oder meditieren – je nachdem, wonach ihnen gerade zumute ist.

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Kultur pur im EKō-Haus

Wem japanisches Viertel und Japanischer Garten in Düsseldorf nicht genug sind, kann Kultur pur im sogenannten EKŌ-Haus schnuppern. Zum japanischen Kulturzentrum im Stadtteil Niederkassel gehören neben einem buddhistischen Tempel, japanischen Gärten und einem Haus in traditionellem japanischem Baustil samt Teeraum auch Ausstellungs- und Vortragsräume. Hier werden buddhistische Feste gefeiert, Teezeremonien abgehalten und Kurse gegeben, etwa in traditionellen japanischen Künsten wie Ikebana, der Kunst des Blumenarrangierens, und Kalligrafie.

Der Eintritt für die Gärten, die einen guten Blick auf den japanischen Tempel Düsseldorfs bieten, ist übrigens kostenlos. Besucher:innen, die ein traditionelles japanisches Holzhaus besichtigen möchten, zahlen lediglich einen kleinen Aufpreis. Die dort jeweils aktuell angebotene Ausstellung ist im Entgelt inbegriffen.

Ein japanisches Haus inmitten einer gepflegten Parkanlage

Little Tokyo in Düsseldorf

Düsseldorf gehört zu den größten Japan-Standorten in Europa und hat für Japan-Liebhaber viel zu bieten: Neben japanischer Literatur und Einrichtungen des alltäglichen Lebens gibt es im japanischen Viertel vor allem kulinarische Highlights aus dem Land der aufgehenden Sonne zu entdecken. Kultur und Erholung versprechen das EKō-Haus in Niederkassel und der wunderschön aufbereitete japanische Garten im Nordpark. Wer japanische Kultur entdecken will, muss dafür also nicht unbedingt um die halbe Welt fliegen. Hineinschnuppern geht auch hier in Deutschland.

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