
Abtauchen in die Unterwelt: Wissenswertes zum Höhlentauchen
Abtauchen, schwerelos an spektakulären Steinformationen vorbeigleiten, in bisher unbekannte Bereiche unter der Wasseroberfläche vordringen: Höhlentauchen ist absolut faszinierend und weckt den Entdeckerdrang – gilt aber als Extremsport. Wichtige Informationen über Ausrüstung und Ausbildung sowie Tipps zu den schönsten Tauchspots, bekommst du hier.
Höhlentauchen ist eine der faszinierendsten und anspruchsvollsten Formen des Tauchens. Der Extremsport unterscheidet sich grundlegend vom klassischen Freiwassertauchen, weil unter anderem ein schneller Aufstieg dabei nicht möglich ist.
Der Höhlentauchgang führt hinab in geflutete Höhlen, durch enge Gänge und vorbei an spektakulären Felsformationen. Oft sind die durchtauchten Höhlensysteme Jahrtausende alt und vom Menschen unberührt.
Die vorherrschenden Wasserverhältnisse und das fehlende Licht sorgen für eine eingeschränkte Sicht und erschweren die Orientierung während des Tauchgangs. All das macht Höhlentauchen zu einem ausgesprochen riskanten Sport.
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Höhle ist nicht gleich Höhle. Um Schwierigkeitsstufe und Risikobereich des Tauchgangs einschätzen zu können, werden zum Tauchen geeignete Höhlen in unterschiedliche Zonen eingeteilt. Die Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques (CMAS) unterscheidet drei Bereiche:
- Als Zone 1, Cavern genannt, wird der Einstiegsbereich der Höhle bezeichnet, in dem noch natürliches Licht vorhanden und ein schneller Ausstieg möglich ist. Auch Grotten fallen in diese Zone, in denen du das sogenannte Cavern-Diving betreiben kannst.
- Im Cave, Zone 2, beginnt der Bereich, der mehr Erfahrung und spezielle Ausrüstung erfordert. Beim Cave-Diving musst du bereits mit wenig bis keinem natürlichen Licht auskommen.
- Die Zone 3, der Full-Cave-Bereich, liegt tief im Höhlensystem und erfordert höchste Fertigkeiten sowie eine vollständige Spezialausrüstung. Fachleute sprechen in dieser Zone vom Full-Cave-Diving beziehungsweise vom erweiterten Höhlentauchen.
Hast du noch nicht allzu viel Erfahrung im Höhlentauchen, solltest du dich unbedingt auf die Zonen 1 und maximal 2 beschränken. In Zone 3 sollten sich nur erfahrene Höhlentaucher:innen mit entsprechender Ausbildung und Ausrüstung vorwagen.
Egal, in welchem Bereich du tauchst: Voraussetzung ist jeweils eine angemessene Ausrüstung, gute Planung und eine zuverlässige Tauchbegleitung. Nur so wird dein Tauchausflug zu einem sicheren Erlebnis.

Höhlentauchen geht mit einem hohen Risiko einher, daher solltest du niemals ohne entsprechende Ausbildung tauchen. Es gibt gute Schulen, in denen du das Tauchen lernen kannst, mit Kursen, die dich schrittweise an die Herausforderungen des Höhlentauchens heranführen.
Diese folgenden Tauchlizenzen beziehungsweise -zulassungen kannst du gemäß CMAS erwerben:
- Höhlentaucher:in I: Hierbei tauchst du in Zone 1, maximal 50 bis 60 Meter weit in die Grotte und bewegst dich höchstens 20 Meter tief unter Wasser.
- Höhlentaucher:in II: Die maximale Tauchtiefe beträgt 30 Meter und du verlässt den Tageslichtbereich, tauchst in Zone 2.
- Höhlentaucher:in III: Du kannst beliebig weit in die Höhle hineintauchen, entsprechend Zone 3, bis zu 40 Meter unter die Oberfläche.
Nerdpedia
Eine der besten Höhlentauchtiefen: Den aktuellen Rekord im Höhlentauchen hält der ehemalige französische Kampftaucher Xavier Méniscus. Er tauchte Anfang 2024 in der Font-Estramar-Höhle in Salses-le-Château 286 Meter tief.
Die Sicherheit eines Tauchgangs hängt beim Höhlentauchen noch stärker als bei anderen Tauchsportvarianten von einer angemessenen Ausrüstung ab. Dazu gehören:
- Tauchmaske: Eine hochwertige Maske gewährleistet eine klare Sicht.
- Tauchanzug (Neoprenanzug oder Trockenanzug): Abhängig von der Wassertemperatur schützt der Anzug vor Kälte und Verletzungen.
- Atemregler mit redundanten Systemen sowie mehrere Tauchflaschen: Ein Hauptatemregler und ein Back-up-Atemregler sowie mehrere Tauchflaschen sind unerlässlich, um im Notfall eine alternative Luftquelle zur Verfügung zu haben.
- Tauchcomputer und/oder Tiefenmesser, Manometer: Um die Tiefe, die Tauchzeit und den Luftdruck zu überwachen, braucht es solche Messgeräte.
- Unterwasserlampen: Mindestens zwei bis drei Lampen sollten beim Höhlentauchen im Gepäck sein.
- Leinen und Reel (Leinenspule): Eine Führungsleine, das sogenannte Primary-Reel, ist notwendig, um während des Tauchgangs den Weg zu markieren und sicher zurückzufinden. Mehrere Back-up-Reels dienen im Notfall als Ersatz und sogenannte Jump-Reels helfen dabei, Abzweigungen zu überbrücken.
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Fast überall auf der Welt gibt es spektakuläre Höhlen, die Taucher:innen in ihren Bann ziehen. Als einige der schönsten Spots gelten, nach Ländern kategorisiert, diese:
- Deutschland: Das stillgelegte Schieferbergwerk Nuttlar im Sauerland und der Blautopf, eine Karstquelle im baden-württembergischen Blaubeuren, sind besonders beliebte Höhlentauchspots in Deutschland.
- Australien: Vor allem in der Region Mount Gambier im Süden Australiens gibt es diverse spektakuläre Höhlen und Dolinen, die zum Höhlentauchen freigegeben sind – etwa die Piccaninnie Ponds. Die Cocklebiddy Cave in Western Australia gehört zu den längsten Unterwasserhöhlen der Welt und gilt als besonders anspruchsvoll.
- Nordamerika und Mexiko: In Mexiko findest du einige der schönsten Höhlen der Welt, darunter das berühmte Sistema Sac Actun und das Sistema Ox Bel Ha. Die Halbinsel Yucatán hat ebenfalls diverse Höhlen zu bieten. Auch im US-Bundesstaat Florida finden sich diverse tauchbare Höhlen wie der Devil’s Den, Eagle’s Nest oder Vortex Spring.
- Asien: Asien lockt mit diversen Tauchplätzen alljährlich Tauchsportler:innen aus aller Welt an. Besonders beliebt sind beispielsweise der Chiao-Lan-See in Thailand, die Höhlen bei Jesselton in Malaysia, Raja Ampat in Indonesien und El Nido, Palawan auf den Philippinen.
Höhlentauchen ist eine aufregende und herausfordernde Sportart, die dich in atemberaubende Unterwasserwelten führt. Mit der richtigen Ausbildung, Ausrüstung und einem Bewusstsein für die Risiken kannst du diese faszinierende Aktivität sicher auskosten.
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Wie funktioniert Höhlentauchen?Beim Höhlentauchen wagen sich Taucher:innen in geflutete Höhlen hinab und müssen dabei oft enge Durchlasse passieren. Höhlentauchen ist mit einem erhöhten Risiko verbunden, die Taucher:innen sind während des Tauchgangs ringsum von dicken Felswänden umgeben. Eine spezielle Tauchausbildung und -ausrüstung sind deshalb Pflicht.
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Wer sind die besten Höhlentaucher:innen der Welt?Der Franzose Xavier Méniscus gilt aktuell als einer der besten Höhlentaucher der Welt. Er hält den Rekord im Höhlentauchen mit 286 Metern Tiefe.
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Ist Höhlentauchen gefährlich?Höhlentauchen ist eine der riskantesten Formen des Tauchens. Eingeschränkte Sicht, enge Passagen und die generell extreme Umgebung können zu gefährlichen Situationen führen.
