
Besteige den Kilimandscharo: Abenteuer auf Afrikas höchstem Berg
Die letzten Höhenmeter fordern noch einmal alles von dir – der Weg über die steile Geröllhalde bis zum Kraterrand des erloschenen Vulkans Kibo ist mühsam, aber die Anstrengung lohnt sich: Auf dem Uhuru Peak des Kilimandscharo breitet sich schließlich vor dir ein einzigartiger Blick über die Savanne aus. In diesem Artikel geben wir Tipps zum Besteigen des Kilimandscharo, nennen Trekkingrouten zum Gipfel des höchsten Bergs Afrikas und erklären, was du vor Ort beachten solltest.
Ein traumhafter Ausblick: Erhaben ragt das schneebedeckte Kilimandscharo-Bergmassiv über die afrikanische Savanne hinaus. Die höchste frei stehende Berggruppe der Erde liegt im Nordosten Tansanias an der Grenze zu Kenia – etwa 350 Kilometer südlich des Äquators.
Das Gebirge setzt sich zusammen aus drei erloschenen Vulkanen. Den höchsten Gipfel markiert der Kibo mit 5.895 Metern, der höchste Berg Afrikas. Die Landschaft wurde 1987 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt und ist von eisigen Gletschern, weiten Schneefeldern und felsigem Gebirge geprägt.
Der Nationalpark Kilimandscharo zeichnet sich zudem durch eine atemberaubende Artenvielfalt aus. Du wanderst durch üppiges Grasland und dichten Regenwald mit Farnen, Flechten und von Lianen umschlungenen Bäumen. Dort tummeln sich viele verschiedene Waldbewohner, darunter Affen und Leoparden.

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Um den Traum vom Abenteuer zu verwirklichen und selbst einmal den Kilimandscharo zu besteigen, solltest du gut vorbereitet an die Reise herangehen. Es gibt zahlreiche Angebote für Trekkingtouren auf den höchsten Berg Afrikas über verschiedene Wege, mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.
Die Kosten für eine Besteigung des Kilimandscharo variieren je nach gewählter Route und Anzahl der Reisetage. Dazu kommen der Preis für den Flug sowie Kosten für Transfers. Du solltest mit mindestens 2.000 Euro pro Person rechnen.
Die optimale Reisezeit für eine Kilimandscharo-Besteigung ist zur Trockenzeit, also in den Monaten Juli bis Oktober sowie Dezember bis März. Zu den großen Regenzeiten solltest du die Besteigung nicht planen, da wegen der erschwerten Bedingungen nicht garantiert ist, dass du den Gipfel erreichst.

Auch bei der Ausrüstung kommt es auf die richtige Ausstattung für das Klima an. Denn je höher du kommst, desto kälter wird es – Temperaturen von minus zehn bis minus 15 Grad Celsius sind nachts nicht unüblich. Ein gut isolierender Schlafsack ist also ein Muss.
Für die erfolgreiche Besteigung des Berges sind außerdem eine gute Kondition und Ausdauer wichtig. Alpine Vorkenntnisse sind hingegen keine Voraussetzung. Für die Einreise nach Tansania sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Diverse Auffrischungsimpfungen können aber sinnvoll sein. Bei einem ärztlichen Beratungsgespräch kannst du zudem klären, ob eine Malariaprophylaxe notwendig ist. Mehr Informationen dazu erhältst du beim Auswärtigen Amt.
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Am Kilimandscharo bist du nie allein unterwegs. Vor Ort angekommen, stehen dir lizenzierte einheimische Guides zur Seite, die dich beim Aufstieg begleiten. Zudem gibt es pro Person mehrere Träger:innen, die sich um dein Gepäck kümmern. Ab einer bestimmten Gruppengröße begleiten Bergführer:innen die Trekkingtouren. Eine Besteigung auf eigene Faust ist untersagt.
Die Begleiter:innen beobachten unterwegs deine Gesundheit, denn die Höhe macht die Besteigung nicht ganz ungefährlich. Je mehr Meter du zurücklegst, desto weiter sinkt der Luftdruck. Dabei wird der Körper stark beansprucht und du läufst möglicherweise Gefahr, dich zu überschätzen. Eine Akklimatisierung und ein langsamerer Aufstieg sind daher sehr wichtig.

Auch bei der Ernährung während der Wanderung gibt es einige Punkte zu beachten, um unangenehme Effekte oder Infektionen zu vermeiden. So machst du es richtig:
- Vermeide ungewaschenes Obst und Gemüse. Außerdem können ein paar zusätzliche Energieriegel im Gepäck nützlich sein.
- Achte darauf, genug zu trinken: etwa drei bis fünf Liter pro Tag. Nimm nur abgekochtes Wasser oder Mineralwasser aus Flaschen zu dir. Das gilt auch bei der täglichen Mundhygiene.
- Vermeide zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel, diese können die Verdauung verlangsamen.
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Bist du unsicher, ob du etwas verzehren kannst, hilft dir eine alte Globetrotter-Regel vielleicht weiter: Cook it, peel it or forget it – also „Koch es, schäl es oder vergiss es.“
Auf den Gipfel des höchsten Bergs Afrikas führen viele verschiedene Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und Längen. Auf allen Strecken hast du zwischendurch gleichermaßen wunderschöne Aussichtspunkte und vom Gipfel entschädigt das Panorama über die Savanne für alle Anstrengungen.
Pro Tag läufst du rund drei bis acht Stunden. Die letzte Etappe trittst du mit deinen Guides bereits gegen Mitternacht an, damit du die Aussicht auf dem Weg zum Gipfel zum Sonnenaufgang genießen kannst. Sie ist mit Abstand der längste und herausforderndste Abschnitt und führt über steile Wege.

Auf den folgenden drei Trekkingrouten kannst du den Aufstieg besonders gut genießen:
- Marangu-Route: Die einfachste und bekannteste Route für die Besteigung des Kilimandscharo führt über den südöstlichen Teil des Gebirges. Du verbringst die Nächte in Camps in festen Unterkünften mit Matratzen. Zum Uhuru Peak, dem Gipfel des Kibo, gelangst du innerhalb von sechs bis sieben Tagen.
- Machame-Route: Die landschaftlich reizvollste und abwechslungsreiche Route bietet wunderschöne Ausblicke, ist aber etwas anstrengender als die Marangu-Route. Auf dieser Tour, die im Südwesten des Berges startet, übernachtest du in den Camps im Zelt und bist zum Gipfel etwa sieben bis neun Tage unterwegs.
- Lemosho-Route: Diese Route ist sehr abgelegen und wird seltener begangen. Auf der Tour kannst du den Aufstieg intensiv erleben, wirst aber körperlich sehr gefordert. Die Strecke führt von Westen aus über steile Passagen und hat ein anspruchsvolles Höhenprofil. Du verbringst die Nacht im Zelt unter dem klaren Sternenhimmel – vielleicht magst du ihn sogar fotografieren? Nach neun Tagen erreichst du den Gipfel.
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Der Kibo ist Teil der sogenannten Seven Summits, das sind die 7 höchsten Berge der 7 Kontinente. Dazu zählen unter anderem der Mount Everest im Himalaja und der Montblanc in den Alpen.
Auf den Kilimandscharo führen mehrere, unterschiedlich schwere Routen. Lizenzierte einheimische Guides achten unterwegs auf die Gesundheit der Tourist:innen und begleiten sie auf Schritt und Tritt. Die Wanderung zum höchsten Gipfel Afrikas wird mit dem Erleben einer einzigartigen Artenvielfalt, dem Sichten wunderschöner Landschaften und einem atemberaubenden Ausblick belohnt. Lass dich noch mehr von der Natur Tansanias verzaubern und besuche bei deiner Reise durchs Land auch den Serengeti-Nationalpark.
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Wie lange dauert die Besteigung des Kilimandscharo?Den Gipfel des Kilimandscharo erreichst du je nach gewählter Route in etwa sechs bis neun Tagen Wanderung.
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Was kostet ein Aufstieg auf den Kilimandscharo?Je nach Reisedauer und Route, die du für den Aufstieg nimmst, solltest du mit mindestens 2.000 Euro pro Person rechnen.
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Wie gefährlich ist der Kilimandscharo?Das Besteigen des Kilimandscharo auf eigene Faust ist untersagt. Vor Ort werden dir zu jeder Zeit einheimische Guides zur Seite gestellt, die auf deine Gesundheit achten. Darüber hinaus ist es wichtig, sich richtig zu akklimatisieren, da der Unterschied des sinkenden Luftdrucks in der Höhe den Körper sehr beanspruchen kann.
