Crémant: Das steckt hinter dem spritzig-eleganten Schaumwein

Alles Wichtige auf einen Blick
Die bekanntesten Varianten kommen aus Regionen wie dem Elsass, Burgund, der Loire oder Bordeaux und unterliegen strengen Qualitätsregeln – etwa Handlese, begrenzter Pressung und monatelanger Reife auf der Hefe. Dadurch ist Crémant eine elegante Alternative zu Champagner und eignet sich ideal als Aperitif, zu feinen Speisen oder für besondere Anlässe.
Crémant ist spezieller Schaumwein, der strengen Qualitätsstandards unterliegt. Der Name leitet sich vom französischen crémeux ab, was so viel wie „cremig“ bedeutet.
Crémant stammt überwiegend aus bestimmten, streng kontrollierten Anbaugebieten in Frankreich: Das sind vornehmlich die Loire, das Elsass, Burgund und Languedoc. Auch im Jura und in der Savoie wird der Schaumwein hergestellt, ebenso wie im Rhônetal und in Bordeaux.
Jede Region bringt einen unverwechselbaren Charakter ins Glas: Je nach Anbaugebiet werden neben klassischen Sorten wie Pinot Noir, Riesling und Chardonnay ganz unterschiedliche, durchaus weniger bekannte Rebsorten für die Herstellung von Crémant eingesetzt.
Good to know: Besonders bekannt ist der Crémant de Loire, der im französischen Loiretal produziert wird und den es in Weiß sowie als Rosé gibt. Geschmacklich überrascht die Sorte mit heller Fruchtigkeit, floralen Noten, einem Hauch von Quitte oder Williams-Birne sowie einer mineralischen Frische.
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Genau wie beim Champagner, kommt bei der Herstellung von Crémant die sogenannte „Méthode Traditionnelle“ zum Einsatz: Die erste Gärung der handverlesenen Trauben erfolgt im Fass oder Tank. Die zweite Gärung geschieht direkt in der Flasche. Durch die Zugabe von Hefe und Zucker entstehen die feinen, charakteristischen Bläschen.
Nach mindestens neun Monaten Reifezeit auf der Hefe werden die Flaschen kopfüber gelagert und regelmäßig bewegt. So sammeln sich die Ablagerungen, die ausschließlich aus natürlicher Hefe bestehen, im Flaschenhals. Sie werden durch ein aufwendiges Verfahren entfernt und die Flaschen mit Korken und Drahtkorb verschlossen. Anschließend muss der Crémant mindestens zwölf weitere Monate reifen, bevor er in den Verkauf gehen darf.
Good to know: Es gibt keinen alkoholfreien Crémant, da bei der „Méthode Traditionnelle“ während der Gärung Alkohol entsteht.
Der Geschmack von Crémant variiert je nach Anbaugebiet und Rebsorten. So kann es sein, dass du einmal ein Glas trinkst, das ähnlich wie Champagner schmeckt. Oder er verursacht einen etwas mineralischen und frischeren Geschmack im Mund. Ebenso kann es sein, dass lokale Rebsorten Nuancen enthalten, die an Pfeffer, Apfel oder Holunder erinnern.
Crémant passt besonders gut zu Lachs, Quiche, hellem Fleisch, Gemüsegerichten und zu asiatisch inspirierten Speisen. Sehr stimmig ist zudem die Kombination von Crémant und Käse, besonders Blauschimmel- und Ziegenkäse.
Good to know: „Blanc de Blancs“ ist Crémant aus weißen Rebsorten, Crémant aus roten Rebsorten trägt die Bezeichnung „Blanc de Noirs“.
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Der Zusatz „brut“ auf dem Flaschenetikett bedeutet, dass der Crémant mit maximal zwölf Gramm pro Liter nur wenig Restsüße besitzt. Das macht einen Crémant brut geschmacklich trocken, aber keineswegs herb und ungenießbar. Im Gegenteil: Ein guter Crémant brut schmeckt frisch, klar und appetitanregend.
Ein Crémant brut passt zum Beispiel zu Austern, Ziegenkäse, Blätterteiggebäck, gereiftem Comté, gebratenen Jakobsmuscheln und Elsässer Flammkuchen.
Weitere Anbaugebiete
Crémant stammt ursprünglich aus Frankreich. Da der Begriff „Crémant“ aber nicht für eine bestimmte Herkunft, sondern für die Herstellungsart und besondere Qualitätsmerkmale steht, wird der Schaumwein inzwischen auch in anderen Ländern produziert.
In Deutschland kommt der edle Tropfen zum Beispiel aus Franken. Außerdem wird er in Luxemburg (Crémant de Luxembourg) und in Belgien (Crémant de Wallonie) hergestellt.
Crémant und Sekt – beide Sorten prickeln, beide schimmern elfenbein-golden, beide können köstlich sein. Doch sie unterscheiden sich durchaus, und zwar in der Herstellung.
Preisgünstiger Sekt wird häufig per Tankgärung gewonnen, während Crémant ausnahmslos in aufwendiger Flaschengärung entsteht. So bildet sich beim Crémant nicht nur die besonders feine, cremige Perlage, sondern auch eine cremigere Textur, die am Gaumen spürbar wird, sowie eine aromatische Tiefe, die durch eine Tankgärung beim Sekt nicht entstehen kann.
Good to know: Viele hochwertige Winzersekte gären ebenfalls in der Flasche – ein Qualitätsmerkmal.
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Ein guter Crémant aus dem Elsass oder der Loire kostet durchschnittlich zwischen zehn und 20 Euro pro Flasche. Diese kleine Investition lohnt sich: Einen ungeöffneten Crémant kannst du in der Regel auch noch Jahre nach dem Kauf genießen. Es gilt die Faustformel: Je teurer die Flasche ist, desto besser altert sie.
Ganz unabhängig vom Preis solltest du Crémant immer an einem dunklen, trockenen und kühlen Ort aufbewahren. Öffnest du eine Flasche, ist der Crémant nur noch ein bis zwei Tage haltbar. Du solltest die geöffnete Flasche unbedingt im Kühlschrank lagern und sie mit einem Druckverschluss verschließen, damit der Inhalt nicht schal wird.
Serviere Crémant am besten bei sechs bis acht Grad Celsius, möglichst in einem schlanken Tulpenglas. Es ist am Stiel schmal, wird in der Mitte breiter und am Glasrand wieder schmal. Darin kann der Crémant seine Aromen und Perlage optimal entwickeln. Zudem sorgt die engere Öffnung dafür, dass die Kohlensäure nicht zu schnell entweicht.
Aus Frankreich kommen nicht nur die teuersten Weine der Welt, die sich durchaus auch als Wertanlage eignen. Auch der Crémant hat hier seinen Ursprung – und kann selbst feine Gaumen geschmacklich überzeugen.
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Was ist Crémant?Ein Crémant ist ein hochwertiger Schaumwein, der außerhalb der Champagne in einem aufwendigen Verfahren hergestellt wird. Typisch für das Getränk sind seine feine Perlage und sein cremiger Geschmack.
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Was sind die Unterschiede zwischen Crémant und Sekt?Crémant und Sekt unterscheiden sich im Geschmack und in ihrer Herstellung. Während Sekt oft im Tank gärt, entsteht Crémant ausnahmslos in aufwendiger Flaschengärung. Nur so entwickelt sich die für Crémant typische Perlung und Textur.
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Was verbirgt sich hinter einem Crémant brut?Die Kennzeichnung „brut“ auf einem Schaumwein bedeutet, dass der Crémant einen vergleichsweise geringen Restzuckergehalt hat.
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Ist Crémant mit Champagner vergleichbar?Champagner bezeichnet Schaumweine aus der Region Champagne. Crémants sind ebenfalls Schaumweine. Sie können allerdings aus verschiedenen anderen Regionen stammen und weisen besondere Qualitätsmerkmale auf.
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Zu welchem Essen schmeckt Crémant?Crémant schmeckt besonders gut als Aperitif zu salzigen Kleinigkeiten, feinem Gebäck oder Oliven, passt aber auch hervorragend zu Fisch, Meeresfrüchten, Sushi, hellem Fleisch, Quiche, Pilzgerichten und mildem Käse. Ein trockener Crémant bringt durch seine Frische und feine Perlage vor allem cremige, salzige oder leicht fettige Speisen schön ins Gleichgewicht, während ein Rosé-Crémant auch zu Lachs, Charcuterie oder fruchtigen Desserts harmoniert.






