
Berühmte Golfer:innen: Sechs Ikonen des Sports
Alles Wichtige auf einen Blick
In diesem Artikel stellen wir mit Jack Nicklaus, Tiger Woods, Bobby Jones, Ben Hogan, Bernhard Langer und Nelly Korda sechs Persönlichkeiten vor, die den Sport über Jahrzehnte geprägt haben. Die Auswahl verbindet legendäre Rekorde mit moderner Strahlkraft und zeigt, wie unterschiedlich Größe im Golf aussehen kann.
Golf bringt seit dem 19. Jahrhundert Weltstars hervor. Als ältestes Major gilt The Open Championship, das 1860 im schottischen Prestwick erstmals ausgetragen wurde. Das Turnier, oft einfach nur The Open genannt, markiert für viele den Beginn des modernen Turniergolfs.
Zusammen mit dem Masters Tournament, den U.S. Open und der PGA Championship bildet The Open die vier Majors im Herrengolf. Siege bei diesen Turnieren gelten bis heute als wichtigster Maßstab für sportliche Größe. Wer alle vier innerhalb eines Kalenderjahres gewinnt, schafft den Grand Slam – ein Kunststück, das im modernen Herrengolf bis heute niemand geschafft hat. Der historische Grand Slam von Bobby Jones aus dem Jahr 1930 basiert noch auf einer anderen, damals gültigen Major-Definition.
Wirklich legendär werden Golfer:innen nicht nur durch Titel. Entscheidend sind Major-Siege, Dominanz über viele Jahre, ikonische Momente und die Fähigkeit, den Sport über die eigene Generation hinaus zu prägen. Genau nach diesen Kriterien fällt die Wahl auf diese sechs Namen.
Jack Nicklaus ist mit 18 Major-Titeln der erfolgreichste Spieler im Herrengolf und gilt für viele bis heute als der größte Golfer aller Zeiten. Der US-Amerikaner prägte den Spitzengolf von den 1960er- bis in die 1980er-Jahre und setzte Standards, an denen sich bis heute jede neue Generation messen lassen muss.
Besonders beeindruckend war nicht nur seine Zahl an Major-Siegen, sondern auch seine Konstanz auf höchstem Niveau. Nicklaus gewann 73 Turniere auf der PGA Tour und stand bei Major-Turnieren außergewöhnlich oft ganz vorn auf dem Leaderboard. Zwischen seinem ersten Major-Sieg 1962 und seinem letzten 1986 lagen 24 Jahre – eine Spanne, die seine außergewöhnliche Langlebigkeit unterstreicht.
Ein Vierteljahrhundert auf diesem Niveau zu spielen, ist im Golf besonders bemerkenswert. Der Sport verlangt über vier Turniertage höchste Konzentration, strategische Präzision und körperliche Ausdauer. Nicklaus verband all das mit einer Coolness, die ihn in den größten Momenten oft noch stärker machte.
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Nicklaus war kein Spieler für den schnellen Effekt, sondern für die großen Bühnen. Er schlug lang, dachte strategisch und blieb unter Druck bemerkenswert ruhig – vor allem bei Majors. 2005 trat er im Alter von 65 Jahren zum letzten Mal bei The Open Championship an und verabschiedete sich damit von jenem Turnier, das die Geschichte des Golfsports geprägt hat.
Auch nach dem Ende seiner Profikarriere blieb Nicklaus dem Golf eng verbunden. Als Golfplatzarchitekt war er weltweit an Hunderten Projekten beteiligt und wurde so auch abseits des Turnierbetriebs zu einer prägenden Figur des Sports.
Funfact: Nicklaus gehört zu den einflussreichsten Golfplatzdesignern der Welt. Seine Handschrift findet sich auf Anlagen in Nordamerika, Europa, Asien und dem Nahen Osten.

Tiger Woods, mit vollem Namen Eldrick Tont Woods, ist der prägendste Golfer der Moderne. Kein anderer Spieler hat den Sport seit den 1990er-Jahren so stark popularisiert, emotionalisiert und wirtschaftlich verändert wie er.
Woods gewann 15 Major-Titel und zog mit 82 Siegen auf der PGA Tour mit Sam Snead gleich an die Spitze der dortigen Allzeitliste. Hinzu kommen 683 Wochen als Nummer eins der Weltrangliste – länger als jeder andere Spieler. Spätestens mit seinem Masters-Sieg 1997, den er im Alter von nur 21 Jahren feierte, wurde Tiger Woods zum globalen Superstar.
Ein historischer Sonderfall ist der sogenannte Tiger Slam. Woods gewann 2000 und 2001 nacheinander die U.S. Open, The Open Championship, die PGA Championship und das Masters Tournament. Weil diese Siege nicht in einem Kalenderjahr fielen, zählt die Serie nicht als klassischer Grand Slam – in ihrer Einmaligkeit bleibt sie dennoch eine der größten Leistungen der Golfgeschichte.
Übrigens: Schon als Kleinkind galt Woods als Ausnahmetalent. Weltbekannt wurde ein Fernsehauftritt, bei dem er im Alter von zwei Jahren zusammen mit Entertainer Bob Hope puttete. Früh war klar: Hier wächst nicht nur ein großer Golfer heran, sondern eine Sportfigur mit Seltenheitswert.
Weil Woods schon in jungen Jahren Major um Major gewann, schien Jack Nicklaus’ Rekord von 18 Titeln lange erreichbar. Über Jahre war die Frage nicht, ob Woods zu den Größten gehört – sondern nur noch, ob er der Größte überhaupt werden würde.
Nach Jahren mit Verletzungen, Operationen und privaten Krisen schien Woods’ Karriere bereits gebrochen. 2019 gelang ihm dann mit dem Sieg beim Masters Tournament eines der spektakulärsten Comebacks der jüngeren Sportgeschichte. Für viele Fans war dieser Triumph der emotionale Höhepunkt seiner Laufbahn.
Ein schwerer Autounfall im Jahr 2021 erschwerte eine weitere Rückkehr an die Weltspitze zusätzlich. Seitdem sind Auftritte von Woods selten geworden und meist eng an seine körperliche Verfassung gebunden. An seiner Bedeutung für den Golfsport ändert das nichts: Tiger Woods bleibt eine Ausnahmeerscheinung.
Nice to know: Woods veränderte nicht nur die sportliche Hierarchie, sondern auch das Geschäft rund um Golf. TV-Quoten, Sponsorengelder und globale Aufmerksamkeit stiegen in seiner Ära massiv an – viele Beobachter:innen sprechen deshalb von einem klaren „Tiger-Effekt“.

Bobby Jones war die erste große Ikone des modernen Golfsports. In den 1920er-Jahren dominierte der US-Amerikaner den Sport so nachhaltig, dass sein Name bis heute für Stil, Klasse und historische Größe steht.
Jones blieb sein ganzes Leben Amateur und war trotzdem einer der erfolgreichsten Golfer seiner Epoche. Nach heutiger, engerer Zählweise stehen sieben Major-Titel in seiner Bilanz. Nach damaligem Verständnis galten jedoch auch die großen Amateurmeisterschaften in den USA und Großbritannien als Majors – und damit wird seine historische Leistung erst vollständig sichtbar. Rechnet man diese Turniere hinzu, kommt Bobby Jones auf dreizehn Major-Titel.
Vor allem aber bleibt er der einzige Golfer, der den historischen Grand Slam gewann: 1930 siegte er in den U.S. Open, bei The Open, im U.S. Amateur und in The Amateur Championship. Genau deshalb gilt Jones bis heute als einzigartige Figur in der Golfgeschichte.
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1933 rief Bobby Jones das US Masters ins Leben. Den Augusta National Course, auf dem das Turnier seit 1934 jährlich stattfindet, hatte er zusammen mit anderen entworfen.
Weil zu Jones’ Zeiten auch die wichtigsten Amateurturniere als Majors galten, ist er der einzige Spieler, der den historischen Grand Slam tatsächlich vollendete. Im modernen Herrengolf blieb dieses Kunststück unerreicht.
Bobby Jones zog sich schon mit 28 Jahren weitgehend vom Wettkampfgolf zurück – auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Genau das verstärkte seinen einzigartigen Status zusätzlich. Im legendären Golf Club St. Andrews in Schottland trägt das 10. Loch des Old Course bis heute seinen Namen. Der Sportler starb 1971 im Alter von 69 Jahren.
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Spektakulärer Rekord mit 64
Ein Golfball mag klein und unscheinbar wirken, ist technisch aber ein hochentwickeltes Sportgerät. Gewicht, Schalenaufbau, Kernstruktur und die typischen Dellen auf der Oberfläche – die sogenannten Dimples – beeinflussen Flugbahn, Spin und Länge ganz entscheidend.
Wie spektakulär Weiten im Golf ausfallen können, zeigt ein bis heute berühmter Rekord: Der US-Profi Mike Austin schlug 1974 bei einem Turnier in Las Vegas einen Drive über 515 Yards, also rund 471 Meter. Diese Marke wird häufig als längster jemals in einem Wettkampf gemessener Abschlag genannt.
Die Pointe daran: Austin war damals bereits 64 Jahre alt. Der Rekord passt damit perfekt in einen Sport, in dem Technik, Timing und Rhythmus oft genauso wichtig sind wie pure Athletik.
Ben Hogan steht wie kaum ein anderer Golfer für Disziplin, Präzision und technische Perfektion. Mit neun Major-Titeln prägte er das Herrengolf vor allem in den 1940er- und 1950er-Jahren. Sein Schwung gilt bis heute als Referenz für Generationen von Profis und Trainer:innen.
Kaum ein Spieler arbeitete härter an seinem Spiel als Hogan. Seine Karriere war nicht die eines Naturgenies, sondern die eines Perfektionisten, der jeden Schlag, jede Bewegung und jede Wiederholung ernst nahm. Genau dieser Fleiß machte ihn zu einem der stilbildenden Spieler des Golfsports.
Nach einem schweren Autounfall im Jahr 1949 schien Hogans Karriere beinahe beendet. Doch schon 1950 gewann er die U.S. Open – eines der eindrucksvollsten Comebacks der Sportgeschichte. In den Jahren danach holte er weitere Major-Titel und zementierte seinen Ruf als Inbegriff von mentaler Stärke.
Früh wurde Hogan in die Hall of Fame des Golfsports aufgenommen. Auch nach seiner aktiven Karriere blieb er dem Spiel verbunden, unter anderem mit einer eigenen Schlägermarke. Er starb 1997 im Alter von 84 Jahren, doch sein Einfluss auf Technik und Trainingskultur ist bis heute sichtbar.
Nice to know: Ben Hogans Buch „Five Lessons: The Modern Fundamentals of Golf“ gilt bis heute als eines der einflussreichsten Lehrwerke des Sports.

Bernhard Langer ist der erfolgreichste und prägendste deutsche Golfer der Geschichte. Mit seinem Sieg beim Masters Tournament 1985 gewann erstmals ein Deutscher ein Major im Herrengolf – und machte den Sport hierzulande einer breiten Öffentlichkeit bekannt.
1993 holte Langer sein zweites Green Jacket. Über Jahrzehnte hinweg sammelte er weltweit Titel und wurde wegen seiner Disziplin, Konstanz und Professionalität oft als „Mr. Consistency“ beschrieben. Eine zusätzliche Besonderheit: Langer war 1986 einer der ersten offiziell geführten Nummer-eins-Spieler der noch jungen Weltrangliste.
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Auch im Ryder Cup spielte Langer eine zentrale Rolle für Europa – zunächst als Spieler, später als Kapitän. Einer der Höhepunkte seiner Karriere war das Jahr 2004, als er das europäische Team als Kapitän zum deutlichen Sieg über die USA führte.
Nach seiner regulären Tour-Karriere blieb Langer außergewöhnlich erfolgreich. Auf der PGA Tour Champions gewann er zahlreiche Titel und mehrere Senior Majors; dort gehört er zu den erfolgreichsten Spielern der Geschichte. Gerade diese zweite Karrierephase zeigt, wie außergewöhnlich konstant Langer über Jahrzehnte gearbeitet hat.
Funfact: Zu den kuriosesten Szenen seiner Laufbahn gehört ein Schlag aus einem Baum. Nachdem sein Ball in einer Astgabel liegen geblieben war, kletterte Langer kurzerhand hinauf und spielte ihn von dort weiter – ein Moment, der bis heute gern erzählt wird.

Nelly Korda gehört zu den wichtigsten Golfspielerinnen der Gegenwart. Die US-Amerikanerin gewann 2021 olympisches Gold in Tokio und etablierte sich mit Titeln auf der LPGA Tour und Major-Erfolgen in der Weltspitze.
Spätestens seit 2021 war Korda global bekannt, 2024 setzte sie noch einmal ein Ausrufezeichen: Sie gewann mehrere LPGA-Turniere in Serie, darunter die Chevron Championship, und kehrte an die Spitze der Weltrangliste zurück. Damit wurde aus einem Topstar eine Spielerin, die ihre Zeit tatsächlich prägen kann.
Korda stammt aus einer der bekanntesten Sportfamilien der Gegenwart. Ihr Vater Petr Korda gewann 1998 die Australian Open im Tennis. Doch längst steht Nelly Korda nicht mehr im Schatten ihres berühmten Namens – sie hat sich als eigenständige Ausnahmeathletin etabliert und ist für viele das Gesicht des heutigen Frauen-Golfs.
Nice to know: Auch ihre Schwester Jessica Korda spielte über Jahre auf höchstem Niveau auf der LPGA Tour. Selten war eine Familie im internationalen Spitzensport in so vielen Disziplinen gleichzeitig so präsent.

Natürlich ließe sich diese Liste erweitern – etwa um Severiano Ballesteros, Gary Player, Tom Watson, Nick Faldo oder bei den Frauen um Annika Sörenstam und Kathy Whitworth. Sie alle haben den Golfsport geprägt und gehören zu den großen Namen der Sportgeschichte.
Die hier ausgewählten sechs Persönlichkeiten zeigen, wie unterschiedlich Größe im Golf aussehen kann: durch Rekorde, historische Premieren, technische Perfektion, Comebacks oder Einfluss auf kommende Generationen. Genau deshalb bleiben Namen wie Nicklaus, Woods, Jones, Hogan, Langer und Korda weit über ihre aktive Zeit hinaus Teil der Golfgeschichte.
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