Yellowstone-Nationalpark: Zwischen Geysiren und Bisons

Das Wichtigste auf einen Blick
Der Yellowstone-Nationalpark in den Rocky Mountains ist der älteste Nationalpark der Welt und zählt mit Geysiren, heißen Quellen, Canyons, Wasserfällen und weiter Wildnis zu den eindrucksvollsten Reisezielen der USA. Besonders bekannt sind der Old Faithful Geysir, die farbenprächtigen Mammoth Hot Springs, der Yellowstone Lake und der Grand Canyon of the Yellowstone.
Unter der Landschaft liegt ein aktiver Supervulkan, der die geothermischen Highlights des Parks prägt und jedes Jahr Millionen Besucher:innen anzieht. Wer Yellowstone besucht, kann zudem Bisons, Wapitis, Bären und Wölfe beobachten – am besten mit ausreichend Zeit, guter Routenplanung und sicherem Abstand zu Wildtieren.
Das Jahr 1872 hat Geschichte geschrieben: Am 1. März unterzeichnete US-Präsident Ulysses S. Grant das Gesetz, das die Yellowstone-Region unter Schutz stellte – und damit den weltweit ersten Nationalpark ins Leben rief.
Der Yellowstone-Nationalpark liegt hauptsächlich im US-Bundesstaat Wyoming, mit kleinen Teilen in Montana und Idaho, und erstreckt sich über eine Fläche von 8.983 Quadratkilometern in den Rocky Mountains.
Namensgeber des Nationalparks ist der Yellowstone River, dessen Ufer
die Sioux-Indianer wegen des gelblichen Sandsteins „Mi tse a-da-zi“ (auf Deutsch: Gelber Fels) nannten.
Heute zählt er zu den meistbesuchten Schutzgebieten der Welt: Mehr als vier Millionen Menschen besuchen den Park jährlich. Kein Wunder, denn die Vielfalt der Flora und Fauna und die landschaftliche Schönheit des Parks ist schier überwältigend.
Nice to know: Seit 1978 gehört der Park zum UNESCO-Weltnaturerbe – ein Grund mehr, den Yellowstone in deine Bucketlist aufzunehmen!
Der Yellowstone-Nationalpark ist in fünf Zonen unterteilt, die jeweils eigene Landschaften, Thermalfelder und Tierarten bieten – von den Kalkterrassen im Mammoth Country bis zu den Schluchten im Canyon Country.
- Roosevelt Country im Norden: Hierhin verschlägt es nur wenige Tourist:innen; neben einer hügeligen Landschaft erwartet dich hier vor allem eine vielseitige Fauna mit Bisons und Hirschen.
- Mammoth Country im Nordwesten: Hier findest du insbesondere thermale Quellen und Kalkterrassen. Außerdem kannst du mit etwas Glück Wapitis beobachten.
- Geyser Country im Südwesten: Diese Region beeindruckt mit zahlreichen Geysiren und heißen Quellen – ein bisschen Island-Feeling im Südwesten des Yellowstone-Nationalparks!
- Lake Country im Südosten: In diesem Seengebiet sind
unter anderem der Heart Lake und auf 2.357 Metern Höhe der Bergsee
Yellowstone Lake zu finden; zudem fühlen sich hier Elche und Bären
besonders wohl.
- Canyon Country im Parkzentrum: Tiefe Schluchten und atemberaubende Wasserfälle dominieren den Westen des Nationalparks ebenso wie das Hayden Valley mit Tausenden von Bisons.
Welches Gebiet das schönste oder interessanteste ist, lässt sich kaum sagen. Landschaft, Flora und Fauna sind überall beeindruckend: Nimm dir am besten viel Zeit für deine Reise!
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Die beste Reisezeit
37 Grad im Sommer, minus 54 Grad im Winter – zwischen diesen Spitzenwerten liegen die Temperaturen im Yellowstone-Nationalpark; im Mittel betragen sie minus 13 Grad im Januar und maximal 27 Grad im Juli. Allerdings ist zu jeder Jahreszeit mit allen Wetterlagen zu rechnen: plötzliche Temperaturwechsel, Regen, Schnee und Gewitter. Es lohnt sich also auch im Sommer, warme Sachen dabeizuhaben.
Falls du allzu tiefe Temperaturen vermeiden willst, solltest du deinen Urlaub am besten auf das späte Frühjahr, den Sommer oder Herbst legen. Die Hauptsaison dauert von Anfang Mai bis Ende Oktober; die meisten Restaurants, Übernachtungsmöglichkeiten und Tankstellen im Park haben jedoch erst ab Juni geöffnet. Informiere dich deshalb bei Reisen in der Off-Season vorab über die genauen Öffnungszeiten der einzelnen Einrichtungen.
Der Yellowstone-Vulkan, der sich unter der Erdoberfläche befindet, ist ein wahrer Besucher:innen-Magnet. Seine größte Magmakammer liegt in rund 8 bis 16 Kilometern Tiefe, ist 80 Kilometer lang und 40 Kilometer breit.
Der Yellowstone-Vulkan ist damit im wahrsten Sinne des Wortes ein Hotspot: Er gehört zur Kategorie „Supervulkan“ und ist der größte seiner Art in ganz Amerika. Durch die vulkanischen Aktivitäten entstehen immer wieder neue heiße Quellen und Geysire – aber auch bis zu 3.000 Erdbeben pro Jahr.
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Falls du Lust und Zeit hast, kannst du im Yellowstone Wochen oder sogar Monate verbringen und entdeckst dabei ständig neue, faszinierende Orte. Zum Glück ist der Park für Tourist:innen gut ausgebaut – er verfügt über mehrere Hundert Kilometer Straßen und ein sehr umfangreiches Wanderwegenetz. Da Fahrzeiten im Park schnell mehrere Stunden betragen können, solltest du Highlights nach Regionen bündeln und pro Tag nicht zu viele Stopps einplanen.
Hinzu kommt eine Vielfalt an Möglichkeiten zum Bergsteigen, um Kajak zu fahren, zu angeln oder auch zu reiten. Wir empfehlen diese Top 5 für den ersten Besuch:
- Old Faithful Geysir
- Yellowstone Lake
- Grand Canyon
- Tower Fall
- Mammoth Hot Springs
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Yellowstone besitzt mehr als 500 Geysire – mehr als jeder andere Ort der Erde. Der bekannteste ist Old Faithful. Er ist vor allem deshalb so anziehend, weil seine Ausbrüche zeitlich einfach vorhersagbar sind, die genauen Prognosen werden im Park laufend aktualisiert: Alle 60 bis 90 Minuten sprüht hier eine Wasserfontäne gen Himmel. Ein Must-see, wenn du noch nie eine heiße Quelle mit Eruption gesehen hast.
Der Sonnenuntergang an einem der größten Bergseen ganz Nordamerikas ist unbeschreiblich. Mit seiner weiten Wasserfläche, den Uferwegen und dem West Thumb Geyser Basin ist er ein guter Stopp für alle, die ruhigere Landschaften und Fotomotive suchen. Im Yellowstone Lake tummeln sich außerdem viele verschiedene Forellenarten, die du beobachten kannst.
Tipp: Bring unbedingt etwas Zeit mit – der See ist immerhin 354 Quadratkilometer groß und lädt zum Wandern oder zu Rundfahrten ein.
Tiefe Schluchten, beeindruckende Wasserfälle und atemberaubende Panoramen: Nicht nur Arizona hat einen Grand Canyon zu bieten, der einen Besuch wert ist. Auch im Yellowstone-Nationalpark findest du steile Klippen und Wasserfälle, die dich alles rundherum vergessen lassen. Besonders eindrucksvoll sind die Lower Falls, Artist Point und Inspiration Point.
Tipp: Wer nur wenig Zeit hat, sollte mindestens einen Aussichtspunkt am South Rim oder North Rim einplanen.
Der Wasserfall namens Tower Fall liegt im nördlichen Teil des Parks nahe Tower-Roosevelt und stürzt zwischen markanten Felsnadeln in die Tiefe. Der Aussichtspunkt ist leicht erreichbar und eignet sich gut als kurzer Stopp auf der Fahrt zwischen Canyon Country und Lamar Valley.
Außerdem bekommst du am Fuße des Wasserfalls stets einen Regenbogen zu Gesicht. Hier verbinden sich also Himmel und Erde – nicht nur ein schönes Fotomotiv, sondern bekanntlich auch ein Glücksbringer!
Heiße Quellen gibt es im Yellowstone-Nationalpark viele – aber keine, die eine so schöne geologische Struktur haben wie die Mammoth Hot Springs. Hier fließen mehrere Quellen auf terrassenförmigem Gestein ineinander. Der Grund: Heißes, mineralreiches Wasser lagert Kalk ab und formt stufenartige Becken, die sich je nach Wasserfluss und Mikroorganismen farblich verändern. Eine echte Augenweide!
Übernachten im Yellowstone Nationalpark
Übernachtungen im Yellowstone-Nationalpark sind stark nachgefragt, besonders zwischen Juni und September. Reserviere also frühzeitig, beispielsweise in diesen Unterkünften, die auch American Express als Zahlungsmittel akzeptieren:
- Old Faithful Inn am Geysir Old Faithful
- Lake Yellowstone Hotel & Cabins am Yellowstone Lake
- Canyon Lodge & Cabins
Große Fläche, große Artenvielfalt: Der Yellowstone-Nationalpark ist zwar gut besucht, doch auf rund 9.000 Quadratkilometern verteilen sich auch vier Millionen Menschen im Jahr so gut, dass die Tiere ausreichend Rückzugsraum haben. Wer Glück hat, bekommt im Park trotzdem das eine oder andere Wildtier zu Gesicht:
- Pumas, Maultierhirsche, Luchse: in den Tieflagen
- Dickhornschafe: rund um Gardiner und den Mount Washburn
- Wapitis: vor allem nahe Lamar, Elk Valley und Gibbon Meadows; in der Brunftzeit im nördlichen Teil des Parks
- Elche: in der Nähe von Seen und Flüssen
- Grizzlys: je nach Jahreszeit im Zentrum oder Osten des Parks (Frühjahr, Sommer) nahe Wiesen und Gewässer bzw. im nördlichen Teil (Herbst)
- Schwarzbären: in der Nähe der Tower Falls im Norden und bei den Mammoth Hot Springs
- Kojoten: überall im Park, vor allem am Rand von Wiesen und Lichtungen
- Wölfe: Im Norden rund um das Gardner Hole, Lamar Valley und den Yellowstone River
- Bisons: zum Beispiel im Lamar Valley oder im Hayden zu sehen, im Winter auch oft in der Nähe von thermalen Quellen und Geysiren
Tipp: Um Tiere zu beobachten, eignen sich vor allem der frühe Morgen und der Abend.
Wichtig: Wildtiere im Yellowstone sind wild – halte daher stets einen Sicherheitsabstand. Der US National Park Service (NPS) empfiehlt mindestens 23 Meter zu Bisons und Wapitis sowie mindestens 91 Meter zu Bären und Wölfen.
Was kostet der Eintritt in den Yellowstone Nationalpark?
Der Eintritt in den Yellowstone-Nationalpark kostet für eine Person mit privatem Fahrzeug 35 US-Dollar (gültig 7 Tage, Stand Juli 2026). Für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen beträgt die Gebühr 20 US-Dollar.
Good to know: Seit Januar 2026 müssen Nicht-US-Bürger ab 16 Jahren in den elf beliebtesten US-Nationalparks – darunter auch Yellowstone – einen Aufpreis von 100 US-Dollar pro Person zusätzlich zum regulären Eintrittspreis zahlen. Der America the Beautiful Pass, der für ein Jahr gültig ist, kostet für ausländische Besucher:innen seitdem 250 US-Dollar. Einen genauen Überblick über alle Eintrittsoptionen bietet dir die Homepage des Yellowstone Nationalparks.
Ob Wandern oder Radfahren, ob geführte Tour oder ganz individuell – der Yellowstone-Nationalpark bietet Urlauber:innen eine Fülle von Erkundungsmöglichkeiten. Nicht nur die Dimensionen des Parks sind enorm, auch die Schönheit von Flora, Fauna und Geothermie beeindruckt nachhaltig. Und das Tolle: Jede Jahreszeit hat ihre eigenen Reize.
Du bist auf der Durchreise? Neben dem Yellowstone warten auch noch andere Nationalparks auf Naturbegeisterte: der berühmte Yosemite-Nationalpark in Kalifornien beispielsweise oder Zion und der Arches-Nationalpark in Utah.
Mit American Express kannst du ganz entspannt deine Reise in die USA antreten: Mit dem Premium-Versicherungspaket der Gold Card oder Platinum Card ist auch deine Familie auf Reisen bestens abgesichert.*
US-NATIONALPARKS
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Wo liegt der Yellowstone-Nationalpark?Der Yellowstone-Nationalpark liegt im Nordwesten der USA, eingebettet in die Rocky Mountains. Die Fläche des Parks verteilt sich auf drei Bundesstaaten: Rund 96 Prozent des Gebiets liegen in Wyoming, kleinere Teile in Montana und Idaho. Der Park verfügt über fünf Haupteingänge, die über diese Bundesstaaten erreichbar sind.+
Wie groß ist der Yellowstone-Nationalpark?Die offizielle Fläche des Yellowstone-Nationalparks beträgt 8.983 Quadratkilometer (ca. 898.300 Hektar). Damit ist der Park etwa so groß wie die Insel Korsika und mehr als dreimal so groß wie Luxemburg. Er ist der Kern des etwa 8,9 Millionen Hektar großen „Greater Yellowstone Ecosystem“, eines der letzten fast unberührten Ökosysteme der gemäßigten Breiten.+
Wie hieß der bekannteste Wolf im Yellowstone-Nationalpark?Der bekannteste Wolf des Parks war das Alphaweibchen „’06“ (Wölfin 832AF). Sie war für ihre außergewöhnliche Intelligenz und Jagdfähigkeit berühmt und führte das Lamar-Canyon-Rudel an. Nachdem sie 2012 außerhalb der Parkgrenzen erschossen wurde, setzte ihr der Journalist Nate Blakeslee mit dem Bestseller „American Wolf“ ein literarisches Denkmal.+
Wo liegt der Yellowstone-Vulkan?Die Magmakammer des Yellowstone-Supervulkans erstreckt sich fast unter dem gesamten zentralen Plateau des Nationalparks. Die vulkanische Aktivität konzentriert sich heute vor allem auf Gebiete wie das Upper Geyser Basin und das Norris Geyser Basin.+
Wann wird der Yellowstone ausbrechen?Zuletzt ist der Yellowstone-Vulkan vor rund 631.000 Jahre ausgebrochen. Wann dies das nächste Mal der Fall sein wird, können Forscher:innen bislang nur grob schätzen: in 100 bis 10.000 Jahren. Wahrscheinlicher als eine Supereruption sind kleinere Lavaströme oder hydrothermale Explosionen.










