
Weltkulturerbe in Ägypten: Die berühmten Pyramiden von Gizeh
Strahlend weiß glänzten einst die polierten Kalksteine und reflektierten das Sonnenlicht. Heute ist die antike Verkleidung der ägyptischen Pyramiden nur noch teilweise erhalten und dadurch oft nur zu erahnen. Die drei Pyramiden thronen auf dem Plateau nahe Gizeh – wie und warum sie geschaffen wurden und mehr liest du in diesem Artikel.
Alles Wichtige auf einen Blick
Die Pyramiden von Gizeh sind das bekannteste Pyramiden-Ensemble Ägyptens und liegen am Wüstenrand nahe Kairo auf dem Gizeh-Plateau. Die drei Hauptpyramiden – Cheops, Chephren und Mykerinos – wurden vor rund 4.500 Jahren als Grabmäler für Pharaonen errichtet und sind das letzte erhaltene der sieben antiken Weltwunder.
Gemeinsam mit der Großen Sphinx gehören sie seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe und faszinieren bis heute durch ihre monumentale Größe, präzise Ausrichtung und rätselhafte Bauweise. Du kannst die Pyramiden von Gizeh im Rahmen geführter Touren oder auf eigene Faust erkunden und dabei Einblicke in die altägyptische Kultur und Bestattungstradition gewinnen.
Direkt an der Pyramidenstraße Sharia el-Ahram, etwa 15 bis 20 Kilometer südwestlich von Kairo, liegen auf einem Plateau am östlichen Stadtrand die berühmten Pyramiden von Gizeh, der drittgrößten Stadt Ägyptens.
Über diese sogenannte Gizeh-Hochebene und seine drei monumentalen Bauwerke wacht die Sphinx-Statue. Das Alter der Pyramiden von Gizeh wird auf bis zu 4.500 Jahre geschätzt. Sie dienten als Grabmäler der einstigen Pharaon:innen.
Die Pyramiden von Gizeh sind das letzte aus der Antike verbliebene der sieben Weltwunder und der bekannteste Anblick Ägyptens. Zudem wurden die Pyramiden von Gizeh 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. In ganz Ägypten finden sich heute noch etwa 118 erhaltene Pyramiden, die zu großen Teilen entlang des Nils errichtet wurden.
Um die Geschichte der beeindruckenden Kolosse und vor allem um den Bau der Pyramiden von Gizeh ranken sich noch heute viele Mythen und Legenden.
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Nützliches Wissen über die Pyramiden von Gizeh
- Bauzeit der drei großen Pyramiden: etwa 2580 bis 2510 vor Christus
- Erbauer: Cheops, Chephren, Mykerinos
- Höhe der größten Pyramide: ursprünglich circa 146,6 Meter, heute etwa 139 Meter
Die berühmteste der Pyramiden von Gizeh ist die Cheops-Pyramide. Die größte der Pyramiden von Gizeh besitzt eine Höhe von etwa 139 Meter und eine Seitenlänge von 230 Metern.
Das faszinierende Bauwerk wurde aus bis zu 2,3 Millionen Granitblöcken konstruiert, die ein Gewicht von je 2,5 Tonnen hatten. Im Inneren dieser Pyramide von Gizeh befinden sich eine Galerie, die Grabkammern sowie ein Totentempel an der Ostseite der Pyramide. Teile der Cheops-Pyramide kannst du von innen besichtigen.
Die mittlere der drei Pyramiden ist die Chephren-Pyramide. Sie ist etwas kleiner als die Cheops-Pyramide, wirkt aber durch die höhere Lage größer, ist tatsächlich 136 Meter hoch. An ihrer Spitze kannst du noch die teilweise erhaltenen Kalksteinplatten erkennen.
Diese Kalksteinverkleidung zierte in der Antike die ganze Pyramide und ließ sie im Sonnenlicht weiß glitzern. Über einen 400 Meter langen Aufstieg gelangst du direkt zum Totentempel.
Die Mykerinos-Pyramide ist die kleinste der drei Bauten. Sie wurde nach dem sechsten Pharao der altägyptischen Dynastie benannt. Diese rund 65 Meter hohe Pyramide in Ägypten war früher teilweise mit Granit verkleidet und besteht heute aus 16 Lagen Rosengraniteinfassungen.
Der zugehörige Totentempel ist allerdings nicht mehr vollständig erhalten. Auch sie beherbergte die mumifizierten Überreste der damaligen Herrscher:innen.

An der Ostseite der drei Pyramiden von Gizeh thront eine sagenhafte Sphinx. Die Statue, die gleichzeitig mit den Pyramiden erbaut wurde und als deren Wächterin gilt, ist die größte und berühmteste ihrer Art. Sie wurde aus einem einzigen Kalksteinfelsen geschlagen. Die mythische Figur setzt sich zusammen aus einem anmutigen Löwenkörper und Menschenkopf.
Über das Fehlen der Nase der Sphinx rätseln Forscher:innen noch heute. Manche vermuten, dass die Nase im Jahr 1378 von dem Scheich Mohammed Saim el-Dar abgeschlagen wurde. Saim el-Dar war als Bilderstürmer bekannt: Im Islam sind bildliche Darstellungen von Gottheiten verboten, er ließ deswegen viele Bilder und Denkmäler zerstören.
Der Weg zum Welterbe
Auf 170 Länder kommen derzeit 1.248 UNESCO-Welterbestätten, dabei handelt es sich um Kulturdenkmäler und Naturstätten. Zum UNESCO-Welterbe zählen die Pyramiden von Gizeh oder beispielsweise auch die berühmte Alhambra in Granada.
Um als Welterbe anerkannt zu werden, müssen diverse Kriterien erfüllt sein. Grundsätzlich sollen die Stätten einen außergewöhnlichen universellen Wert für die Weltgemeinschaft darstellen. Zudem müssen die Länder sicherstellen, dass sie diese für gegenwärtige und zukünftige Generationen bewahren.
Wie wurden die Pyramiden von Gizeh gebaut? Bis heute ist diese Frage nicht aufgeklärt. Die technischen Mittel, um die kolossalen Steine zu bewegen, waren damals noch nicht ausgereift oder gar nicht vorhanden. Räder und Flaschenzüge gab es nicht. Eine mögliche Theorie ist, dass die unzähligen Granitblöcke über Rampen und Schlitten transportiert wurden.
Am Bau der Monumente sollen mehr als 10.000 ägyptische Arbeiter:innen über 20 Jahre mitgearbeitet haben. Alleine der Straßenbau soll bereits zehn Jahre gedauert haben. In der Nähe der Kulturstätte wurden zudem Steinbrüche und Lagerplätze gefunden. Holzboote erleichterten wohl den Transport der Materialien über den Nil.
Die Exaktheit der Ausrichtung der Pyramiden wirft ebenfalls Rätsel auf: Die Seiten der Bauwerke sind bis auf wenige Millimeter genau nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet. Die Granitblöcke wurden so gestapelt, dass nur minimale Zwischenräume entstanden.
Tickets und Öffnungszeiten der Pyramiden von Gizeh
Die Eintrittspreise für die Pyramiden variieren, oft musst du dir zusätzliche Tickets für den Eintritt in bestimmte Pyramiden kaufen. Die aktuellen Preise und Öffnungszeiten solltest du immer vorab auf der offiziellen Seite prüfen.

The Grand Egyptian Museum in Gizeh: Das neue Mega-Museum
Das Grand Egyptian Museum, das größte archäologische Museum der Welt, hat am 1. November 2025 seine Pforten für Besucher:innen geöffnet. Es liegt in unmittelbarer Nähe der Pyramiden von Gizeh und zeigt auf einer Ausstellungsfläche von 40.000 Quadratmetern rund 50.000 Exponate, zu denen unter anderem eine komplette Tutanchamun-Sammlung, königliche Mumien und weitere historische Objekte aus Gizeh zählen.
Du willst selbst auf den Spuren der Pharaon:innen wandeln, die legendenumwobenen Pyramiden nahe Gizeh erkunden, ein Selfie mit der Sphinx machen oder bei einem Kamelritt die Aussicht genießen? Zu dem beliebten Reiseziel werden von Kairo und anderen Destinationen in Ägypten zahlreiche Touren angeboten. Am besten startest du frühmorgens, um der Hitze zu entgehen.
Auch vom südlicher gelegenen Urlaubsort und Tauchparadies Hurghada kommst du mit dem Mietwagen innerhalb von vier Stunden nach Gizeh. Pyramiden gibt es aber nicht nur in Ägypten: In Mexiko findest du sehenswerte Ruinenstätten der Urvölker und sogar die größte Pyramide der Welt.
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Wie viele Pyramiden gibt es in Gizeh?In Gizeh bilden drei große Pyramiden einen Komplex. In ganz Ägypten gibt es etwa 118 Pyramiden.
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Wann wurden die Pyramiden von Gizeh gebaut?Die Pyramiden in Gizeh stammen aus der Antike und wurden zwischen 2.600 und 2.500 vor Christus gebaut.
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Wie heißen die Pyramiden von Gizeh?Die drei Pyramiden von Gizeh sind die Cheopspyramide, die Chephrenpyramide und die Mykerinospyramide.
