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Sportfotografie: So gelingen dir spektakuläre Aufnahmen

Mann im Stadion mit Kamera und Teleobjektiv
Markus Huth
Markus Huth
Der Stürmer setzt zum Endspurt in den Strafraum an, der Ball rollt passgenau vor seinen Fuß – und du drückst ab. Genau im richtigen Moment. Für ein spektakuläres Foto, das den Betrachtenden eine tolle Atmosphäre des Geschehens vermittelt. Doch damit du die schnelle Bewegung präzise einfängst, musst du einiges beachten – sonst zeigt das Bild nur verwischte Schattengestalten statt eines packenden Augenblicks. Die folgenden Tipps machen dich fit für die sportliche Action.
  1. Das muss deine Kamera können
  2. Objektiv und Ausrüstung
  3. Die optimalen Kameraeinstellungen
  4. Das Shooting: Kenne deinen Sport!
  5. Bleib am Ball!

Das muss deine Kamera können

Professionelle Sportfotograf:innen verwenden grundsätzlich eine Spiegelreflexkamera oder spiegellose Systemkamera, die zahlreiche Einstellungen und einen Wechsel des Objektivs ermöglicht. Für alle, die Sportfotografie als Hobby betreiben, reicht aber auch eine gute Bridgekamera, etwa die Sony RX10 IV. Deren fest eingebautes Objektiv deckt einen riesigen Brennweitenbereich ab, von 24 (Weitwinkel) bis 600 Millimeter (Tele). Außerdem gilt:

Ein Motocrossfahrer fliegt durch die Luft, im Hintergrund ein wolkenbehangener Himmel

Nerdpedia

Als erstes Sportfoto gilt eine Aufnahme aus Schottland von 1843. Sie zeigt einen Tennisspieler mit Schläger. Wegen der langen Belichtungszeit musste der Mann seine Pose zwei Minuten lang halten.

Objektiv und Ausrüstung

Eine schnelle Speicherkarte

Es nützt nichts, wenn die Kamera zwar sehr viele Bilder pro Sekunde machen, diese aber nicht schnell genug auf die Speicherkarte schreiben kann. Das gängigste Medium sind SD-Speicherkarten. Achte beim Kauf auf den Zusatz V90. Er bedeutet, dass die Karte wenigstens 90 Megabyte pro Sekunde schreiben kann.

Stativ

Ein Einbeinstativ ist ein guter Kompromiss aus Stabilität und Flexibilität. Du kannst die Kamera mit einem langen Objektiv bequem ruhig halten, aber trotzdem schnell die Position oder Perspektive wechseln.

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Ein Sprinter durchläuft die Ziellinie in einem Stadion

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

Die optimalen Kameraeinstellungen

Bevor du richtig loslegen kannst, musst du deine Kamera startklar machen. Je besser du weißt, hinter welchem Knopf oder Menüpunkt sich welche Einstellung verbirgt, desto schneller kannst du vor Ort reagieren.

Der Burst-Mode

Im Menü der Kamera musst du die Serienbild-Aufnahme (Burst-Mode) einstellen, um so viele Fotos wie möglich pro Sekunde zu machen.

JPG oder RAW?

In welchem Speicherformat du deine Fotos ablegen willst, hängt von deinen Prioritäten ab. JPG-Dateien sind kleiner, viele Kameras können mehr Fotos in diesem Format pro Sekunde speichern – und du kannst sie schneller über das Internet verschicken. RAW-Dateien sind wesentlich größer, enthalten dafür aber viel mehr Bildinformationen: Du kannst deine Fotos also hinterher besser nachbearbeiten.

Kein Blitz!

Sportfotograf:innen müssen sich immer so verhalten, dass sie nicht stören. Blitzlicht würde die Sportler:innen ablenken.

Ein junger Mann spielt Tennis

Der Mitzieher

Diese Technik ist ein beliebtes Stilmittel in der Sportfotografie und eine Ausnahme von den extrem kurzen Verschlusszeiten. Denn hier ist eine Bewegungsunschärfe gewollt, nämlich die des Hintergrunds, während der oder die Sportler:in oder das Fahrzeug scharf bleiben. So vermittelst du denen, die deine Fotos betrachten, ein Gefühl für Geschwindigkeit. Und so geht’s: Du stellst im Modus Blendenautomatik eine längere Verschlusszeit ein, zum Beispiel 1/60 Sekunde. Nun fokussierst du auf dein Motiv, zum Beispiel einen Läufer, und ziehst die Kamera beim Auslösen in dessen Bewegungsrichtung mit. Bei sehr schnellen Objekten wie Rennwagen solltest du deine Verschlusszeit auf 1/125 Sekunde verkürzen.

Das Shooting: Kenne deinen Sport!

Das Wichtigste vorweg: Sportfotograf:innen sollten nie unangekündigt auftauchen. Kontaktiere vorher in jedem Fall den Veranstalter oder Organisator eines Spiels oder Events. Nur so erhältst du privilegierten Zugang zu guten Locations, den normale Zuschauer:innen nicht haben.

Kenne die Regeln und Abläufe des jeweiligen Sports

Du musst die wichtigen Momente kennen, die du fotografieren kannst. Bei einem Rennen lassen sich die Kontrahenten zum Beispiel nur beim Start versammelt fotografieren, weil sich das Feld danach auseinanderzieht.

Wähle einen guten Standort

Beim Fußball ist der Rand des Strafraums ein guter Standort, weil du dort Torschüsse und Jubelszenen aufnehmen kannst. Beim Motorsport ist der Scheitelpunkt einer Kurve gut, weil du die heranrasenden Fahrzeuge von vorne fotografieren kannst. Bei Lauf- und Radrennen ist die Ziellinie besonders wichtig. Mache dir also vorher Gedanken, was die besten Standorte für deinen Sport sind.

Halte Emotionen fest

Sport lebt von Emotionen, und das sollten deine Fotos auch vermitteln. Am besten geht das über Porträts von jubelnden, zitternden oder enttäuschten Sportler:innen und Fans.

Eine Gruppe Fußballer jubelt gemeinsam

Bleib am Ball!

Bei Sportfotografie geht es um Action, Emotionen und Bewegung, das sollten deine Fotos vermitteln. Dabei ist es kein Problem, wenn du nicht gleich beim ersten Event die perfekten Fotos machst. Wie jeder Sport braucht auch die Sportfotografie viel Training und Erfahrung. Wenn du irgendwann Sportsituationen professionell „lesen“ kannst und die wichtigsten Kameraeinstellungen im Schlaf kennst, probiere neue und ungewöhnliche Perspektiven aus. Denke aber immer an die Sicherheit und gefährde für ein Foto nicht dein Leben oder das anderer.

Hier findest du außerdem Tipps, wie du am besten gegen das Licht, im Nebel, Landschaften oder den Sonntenuntergang fotografierst.

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