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Sonnenuntergang fotografieren: So gelingt das perfekte Bild

Eine junge Frau fotografiert einen Sonnenuntergang am Meer mit dem Handy
Markus Huth
Markus Huth
Die Sonne senkt sich Richtung Horizont und malt dabei ein leuchtendes Farbenspiel in den Himmel – die Wolken erstrahlen in Gold und Orange, der Hintergrund ist Rosa bis Tiefblau. Ein fantastisches Naturschauspiel! Doch wer kennt das nicht: Zu Hause schaust du dir die Fotos an und es sieht gar nicht so spektakulär aus wie in deiner Erinnerung. Damit das nicht passiert, erklären wir dir, wie das perfekte Foto vom Sonnenuntergang gelingt.
  1. Plane voraus
  2. Einstellungen für dein Objektiv
  3. Die richtige Belichtung
  4. Techniken für das nächste Level
  5. Sonnenuntergang mit Personen fotografieren
  6. Fotografieren und die Sonne genießen

Plane voraus

Ein Sonnenuntergang ist leider schnell vorbei, er dauert nur wenige Minuten. Eine gute Planung ist deshalb für schöne Fotos besonders wichtig. Etwa eine Stunde vor dem eigentlichen Sonnenuntergang beginnt die „Goldene Stunde“, in der die immer tiefer stehende Sonne Welt und Himmel in ganz besondere Farben taucht. Hier solltest du bereits vor Ort sein und dir zu folgenden Punkten Gedanken gemacht haben:

Extra-Tipp: Bleibe nach dem Sonnenuntergang noch etwa eine halbe Stunde vor Ort. Oft findet nun am Himmel ein sehr fotogenes blau-lilafarbenes Farbspiel statt.

Die Rückseite einer Kamera mit Wasser und leuchtenden Wolken

Nerdpedia

Die rötlichen Farben eines Sonnenuntergangs entstehen, weil das Licht der tiefstehenden Sonne bis zum Betrachtenden einen längeren Weg durch die Atmosphäre der Erde zurücklegen muss.

Einstellungen für dein Objektiv

Für Sonnenuntergänge verwenden Fotograf:innen meistens ein weitwinkliges Objektiv mit einer Brennweite zwischen 10 und 30 mm. So passt die Landschaft in ihrer ganzen Weite auf das Foto. Die Sonne erscheint dann allerdings klein. Möchtest du die Sonne zum Hauptmotiv machen und besonders groß ablichten, verwende ein Teleobjektiv ab 200 mm Brennweite.

Extra-Tipp: Falls du ein Stativ verwendest, schalte den Bildstabilisator aus.

Die Blende eines Objektivs reflektiert einen Sonnenuntergang

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Die richtige Belichtung

Grundsätzlich solltest du immer auf die Landschaft und nicht den Himmel belichten. Damit dein Foto kräftige Farben bekommt, solltest du leicht unterbelichten. Stelle deine Kamera auf „manuell“ und suche im Menü die sogenannte Lichtwaage, das ist eine Skala mit einer großen Null in der Mitte sowie Strichen links und rechts. Gehe auf der Skala etwa einen halben Strich nach links (Richtung Minus). Achte darauf, dass die dunklen Bildbereiche nicht zu dunkel oder völlig schwarz sind. Außerdem beeinflussen folgende Einstellungen die Belichtung:

Extra-Tipp: Suche im Vordergrund nach interessanten Silhouetten, die du in dein Foto einbauen kannst, zum Beispiel Bäume oder Felsen. Nun belichtest du auf den Himmel und diese Objekte erscheinen sehr dunkel oder schwarz.

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

Was macht eine gute Bildkomposition?

Bevor die Fotografie erfunden wurde, waren Sonnenuntergänge schon ein beliebtes Motiv in der Malerei. Künstler wie Caspar David Friedrich waren Meister der Bildkomposition – und auch Fotograf:innen sollten nicht einfach drauflos knipsen, sondern sich über den Bildaufbau Gedanken machen. Ein absolutes No-Go ist ein schiefer Horizont. Eine oft genutzte Kompositionstechnik in der Fotografie ist die Drittel-Regel, ein Raster aus Linien, die das Bild in viele Drittel unterteilen. Moderne Kameras können dieses Raster im Live-View-Modus über die Fotoansicht legen – das solltest du unbedingt nutzen. Nun kannst du zum Beispiel den Horizont mit der oberen oder unteren Drittel-Linie in Einklang bringen.

Techniken für das nächste Level

Wenn du die Basics gemeistert hast, kannst du deine Sonnenuntergangsfotos mit diesen Techniken auf die nächste Stufe heben. Ein wichtiger Punkt vorweg: Speichere deine Fotos immer im RAW-Format und nicht als JPG. Ansonsten gehen viele Bildinformationen verloren und du kannst nur sehr begrenzt nachbearbeiten. Im RAW-Format kannst du zum Beispiel auch den Weißabgleich entspannt in der Bildbearbeitung anpassen (wärmere oder kühlere Farben).

Extra-Tipp: Der Effekt eines Verlaufsfilters lässt sich auch ohne Zusatzausrüstung allein per Fotobearbeitung erzeugen, zum Beispiel in Adobe Lightroom.

Ein Sonnenuntergang über dem Meer, in dem ein Holzsteg ins Wasser führt

Sonnenuntergang mit Personen fotografieren

Eine besondere Herausforderung ist das Fotografieren von Sonnenuntergängen und Personen. Im Prinzip gibt es drei Möglichkeiten:

Extra-Tipp: Falls deine Kamera eine Funktion zur Belichtungsspeicherung hat (Automatic Exposure Lock), musst du nicht bei jedem Foto neu belichten. Belichte stattdessen einmal auf die Person oder den Himmel und drücke dabei die Taste AE-L. Die Kamera merkt sich diese Einstellung für die folgenden Fotos.

Ein Paar wird während des Sonnenuntergangs am Meer fotografiert

Fotografieren und die Sonne genießen

Das Licht perfekt, die Kamera ist ausgerichtet und die Sonne berührt fast den Horizont – und du drückst den Auslöser. Jetzt darfst du eines nicht vergessen: durchatmen und genießen! Schließlich gehören Sonnenuntergänge zu den schönsten Naturereignissen auf unserem Planeten. Und das Beste ist, dass es jeden Tag einen neuen gibt. Egal ob im Urlaub oder wenn dich der Alltag stresst: Du hast unzählige Gelegenheiten, deine Kamera in die Hand zu nehmen und Sonnenuntergänge zu fotografieren. Nie war es schöner, Fotograf:in zu sein!

Du willst noch mehr über Fotografie erfahren? Dann schau dir doch unsere Ratgeber zu Gegenlichtfotografie, Landschaftsfotografie, Nebelfotografie oder Sportfotografie an.

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