Analoge Fotografie: Tipps für tolle Bilder

Eine Person sitzt auf einem Stein und hält eine analoge Kamera in den Händen
Markus Huth
Markus Huth
Besondere Farben und eine unnachahmliche Stimmung: Fotos einer analogen Kamera sind auf den ersten Blick von ihren digitalen Verwandten zu unterscheiden. Wenn du eine Leidenschaft für Fotografie und bisher mit einer Digitalkamera fotografiert hast, möchtest du vielleicht auch mal analog ausprobieren. Doch worauf kommt es an und was musst du beim Kauf der Ausrüstung beachten? Wir haben für dich die wichtigsten Tipps zusammengestellt.
  1. Unterschiede zwischen digitaler und analoger Fotografie
  2. Welche Ausrüstung brauchst du?
  3. Besonderheiten von Analogkameras
  4. Ausdruck auf Knopfdruck mit Sofortbildkameras
  5. Welcher Film für welches Motiv?
  6. Analog: Die Vinylplatte der Fotografie

Unterschiede zwischen digitaler und analoger Fotografie

Die digitale Fotografie ist inzwischen so weit verbreitet, dass gerne vergessen wird: Bis zur Jahrtausendwende waren analoge Kameras der Standard. Viele ​​Grundlagen des Fotografierens wie Bildaufbau und die richtige Belichtung gelten auch analog. Was aber sind die genauen Unterschiede?

Good to know: Als Beginner:in solltest du deinen Film zur Entwicklung in ein Fotolabor geben. Profis entwickeln mit besonderem Zubehör und Chemikalien oft selbst.

Eine Person hält in ihren Händen eine geöffnete analoge Kamera, in der ein neuer Film liegt

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Welche Ausrüstung brauchst du?

Zwar gibt es auch heute noch neue Analogkameras und entsprechende Ausrüstung zu kaufen. Für Einsteiger:innen ist jedoch günstigere Gebrauchtware zu empfehlen, von der es im Internet oder in Fachgeschäften eine große Auswahl gibt. Auch auf Flohmärkten werden oft alte Kameras angeboten, hier solltest du sicher gehen, dass sie noch funktionieren.

Must-do: Schüttel ein gebrauchtes Objektiv vor dem Kauf vorsichtig. Wenn es klappert, lass besser die Finger davon. Stelle außerdem sicher, dass es keine Kratzer oder Pilzbefall auf der Linse gibt.

Nerdpedia

Das älteste erhaltene Kamerafoto stammt von 1826 und wurde von dem französischen Erfinder Nicéphore Niépce gemacht. Es zeigt die Landschaft vor seinem Haus.
Eine analoge Kamera sowie mehrere Fotofilme liegen auf einem Stück Stoff

Besonderheiten von Analogkameras

Es gibt moderne analoge Spiegelreflexkameras mit viel Elektronik und Automatik. Mehr Spaß macht das Fotografieren mit einem uralten, rein mechanischen Modell. Zumal du im letzteren Fall viel über die Handgriffe der Fotografie lernen wirst.

Im Alltag oder auf Reisen

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Detailaufnahme des ASA-Einstellungsrads einer analogen Kamera

Ausdruck auf Knopfdruck mit Sofortbildkameras

Ob deine analogen Fotos gelungen sind, erfährst du erst, wenn sie vom Fotolabor zurückkommen. Eine Ausnahme sind Sofortbildkameras wie die kultige Polaroidkamera, bei der die chemische Entwicklung der Bilder direkt auf dem Fotopapier stattfindet. Das geht zwar immer noch nicht so schnell wie digital, aber immerhin hast du dein Foto nach wenigen Minuten in der Hand. Außerdem gilt hier das Prinzip zielen und abdrücken – die Kameraautomatik übernimmt alles weitere.

Gute Sofortbildkameras sind zum Beispiel die instax mini 11 (rund 75 Euro), die Printomatic von Kodak (rund 60 Euro) oder die Polaroid 9027 (rund 130 Euro). Allerdings sind die Bildformate dieser Kameras oft sehr klein (zum Beispiel Visitenkartenformat) und die Kosten pro Bild wegen des teureren Fotopapiers recht hoch.

Good to know: Falls du das Sofortbildkamera-Feeling auch unterwegs mit deinem Smartphone nutzen möchtest, findest du dafür ​​tolle mobile Fotodrucker.

Eine Person hält eine Sofortbildkamera sowie kleine Sofortbild-Ausdrucke in ihren Händen

Filme und Dias digital einscannen

Dass ein analoges Foto nicht wie ein digitales einfach kopiert und vermehrt werden kann, macht es einzigartig und besonders. Das kann aber auch von Nachteil sein, wenn du es mit vielen Menschen teilen oder sicher archivieren möchtest. Viele Analogfotograf:innen setzen daher auf die Digitalisierung eines analogen Fotos durch Einscannen.
 
Damit die hohe Analogqualität erhalten bleibt, ist der normale Büroscanner nicht geeignet. Gute Film- und Diascanner bietet die Perfection Line der Firma Epson, etwa der V600 für rund 300 Euro. Alternativ kannst du deinen Film an spezialisierte Firmen wie Mein Film Lab oder Nimm Film schicken.

Welcher Film für welches Motiv?

Das Motiv und die Lichtsituation entscheiden bei der Analogfotografie darüber, welcher Film verwendet werden sollte. Am besten ist es, wenn du schon vorher ungefähr weißt, was dich und deine Kamera erwartet.

Reise und Alltagssituationen

Auf Reisen und im Alltag findest du eine große Reichweite von Motiven und Lichtstimmungen vor. Am besten ist deshalb ein Film mit einer ISO-Entsprechung von 400, der die Verschlusszeiten auch bei schlechterem Licht kurz genug hält, aber trotzdem eine gute Bildqualität liefert.

Porträts

Ein guter Porträtfilm ist weniger lichtempfindlich und hat eine feinere Körnigkeit, wie zum Beispiel der Kodak Portra 160. Wichtig ist, dass dein Motiv gut beleuchtet ist, entweder im Tageslicht oder mit Lampen.

Dämmerung und Innenräume

Bei wenig Licht, in schlecht beleuchteten Räumen oder wenn sich dein Motiv sehr schnell bewegt (Sport), brauchst du einen Film mit hoher Lichtempfindlichkeit wie 800 oder sogar 1600, um kurze Verschlusszeiten zu ermöglichen. Allerdings musst du bei der Bildqualität eine gröbere Körnigkeit in Kauf nehmen.

Nahaufnahme einer Person, die durch ihre Kamera auf den Fotografierenden blickt

Analog: Die Vinylplatte der Fotografie

Es ist wie bei der Musik: Obwohl heute jeder Song aus dem Internet gestreamt werden kann, bevorzugen manche Leute trotzdem Vinyl-Schallplatten. Die besondere Qualität und der Nostalgiefaktor sind ihnen wichtiger.

Ähnlich ist es bei der Analogfotografie. Die Mechanik der Kamera, das Einlegen des Films und das lange Warten auf das Ergebnis (außer bei Sofortbild) machen die analoge Fotografie zu einem ganz besonderen Erlebnis und die Bilder so wertvoll.

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