- Das sind die sieben Weltwunder der Natur
- Der Amazonas: Lebensraum der Superlative
- Nationalpark Komodo: Das Zuhause der weltweit größten Echsen
- Tafelberg: Mehr Pflanzenarten als in Großbritannien
- Iguazu-Wasserfall: Mächtiges Naturwunder
- Puerto-Princesa-Subterranean-River-Nationalpark: Untergrundparadies
- Halong-Bucht: Auf Fantasiereise in Nordvietnam
- Jejudo: Südkoreas faszinierende Vulkaninsel
- Die sieben Weltwunder der Natur schätzen und schützen
- FAQ: Häufige Fragen und Antworten
Alles Wichtige auf einen Blick
Sie repräsentieren herausragende, schützenswerte Naturvielfalt, von tropischem Regenwald und Wasserfällen bis zu Vulkanlandschaften und Untergrundflüssen. Wir nennen dir die wichtigsten Fakten, Highlights und Reisetipps zu jedem Naturwunder.
Das sind die sieben Weltwunder der Natur
Bei den sieben Weltwundern der Natur handelt es sich laut Bernard Weber, Gründer der New7Wonders-Stiftung, um Plätze von atemberaubender natürlicher Schönheit, die es zu bewahren und schützen gilt. Manche Orte wie der Grand Canyon, das Great Barrier Reef oder die Victoriafälle zählen zwar nicht dazu, werden aber oft in einem Atemzug mit ihnen genannt.
Mittels einer groß angelegten Umfrage, die 2007 startete, wurden die sogenannten New7Wonders of Nature, die sieben natürlichen Weltwunder bestimmt. Via Internet und Telefon wählten etwa 100 Millionen Teilnehmer:innen weltweit aus einer Liste mit 440 spektakulären Naturstätten ihre Favoriten.
Nach mehreren Wahlrunden standen zunächst 28 Finalisten fest, darunter als deutsche Attraktion der Schwarzwald. Aus den Finalisten wurden schließlich die sieben Weltwunder der Natur gekürt und am 11. November 2011 offiziell verkündet.
Good to know: Zwar hat es der Schwarzwald nicht in die offizielle Liste der sieben Weltwunder der Natur geschafft. Eine Wandertour durch den Schwarzwald, den größten Naturpark Deutschlands, ist dennoch empfehlenswert.
Liste der sieben Weltwunder der Natur
- Amazonas (Südamerika)
- Nationalpark Komodo (Indonesien)
- Tafelberg (Südafrika)
- Iguazú-Wasserfälle (Argentinien/Brasilien)
- Puerto-Princesa Underground River (Philippinen)
- Halong-Bucht (Vietnam)
- Jeju-do (Südkorea)
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1. Der Amazonas: Lebensraum der Superlative
Streng genommen ist der Amazonas ist kein einzelnes UNESCO-Welterbe, sondern Teil des zentralamazonischen Schutzkomplexes, eines der größten Schutzgebiete im Amazonas. Dieses ist UNESCO-Weltnaturerbe und bekannt für seine weitgehend unberührte Natur und enorme Artenvielfalt.
Der Amazonas beherbergt als größtes Flussgebiet der Welt mehr als die Hälfte sämtlicher tropischer Regenwälder. Als grüne Lunge der Erde leistet er einen unschätzbaren Beitrag für das Erdklima. Schätzungen zufolge lebt ein Viertel aller Tier- und Pflanzenarten der Erde im Amazonasgebiet. Weitere beeindruckende Zahlen:
- Neun Staaten in Südamerika durchfließt der Amazonas: Brasilien, Französisch-Guayana, Suriname, Guyana, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien, wo sich übrigens ein weiteres Rekordwasser befindet: der größte Salzsee der Erde, der Salar de Uyuni.
- Bis zu 100 Meter tief ist der Fluss an einigen Stellen und bis zu 20 Kilometer breit.
- Etwa 2.000 verschiedene Fischarten, vom Piranha bis zum Amazonasdelfin leben im Amazonas.
- Der Amazonas hat etwa 10.000 Zu- und Nebenflüsse.
- 7 Millionen Quadratkilometer misst das größte Amazonasbecken – das entspricht in etwa der Fläche Australiens.
- 300 Millionen Liter Wasser pro Sekunde fließen bei hohem Wasserstand in den Atlantik.
- Schätzungsweise 390 Milliarden Bäume (etwa 16.000 Arten) wachsen im Amazonasgebiet.
- Das Amazonasbecken bedeckt rund 6,7 Millionen Quadratkilometer. Das entspricht etwa 13 bis 14 Prozent der globalen Waldfläche.
Wie lang ist der Amazonas?
Unterschiedliche Messverfahren kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Häufig wird die Länge des Amazonas von seiner Quelle in den Anden bis zur Mündung in den Atlantik mit etwa 6.500 Kilometern angegeben, die des Nils mit etwa 6.650 Kilometern.
2. Nationalpark Komodo: Das Zuhause der weltweit größten Echsen
Der Komodowaran, die größte Echsenart der Welt, ist nur auf den Kleinen Sundainseln vor Indonesien ansässig und eng mit dem Naturweltwunder Nationalpark Komodo verbunden. 1980 wurde der Park zum Schutz dieser beeindruckenden Tiere gegründet, die bis zu drei Meter lang und 70 Kilogramm schwer werden.
Schätzungen zufolge leben aktuell rund 2.500 bis 3.000 Exemplare des Komodowarans, der auch Komodrachen genannt wird, auf den Vulkaninseln des Parks. Beim Beobachten der sich majestätisch bewegenden Echsen ist ausreichend Sicherheitsabstand geboten: Komodowarane sind Raubtiere und können bis zu 20 Kilometer pro Stunde schnell laufen.
Neben der Riesenechse ist der Nationalpark Komodo für seine vielfältige Flora und Fauna berühmt. Unter anderem leben auf den Vulkaninseln, die die Hauptinseln Komodo, Rinca und Padar sowie zahlreichen kleineren Eilande umfasst:
- Wildwasserbüffel
- Mähnenhirsche
- Wildpferde
- Riesenfledermäuse
- Diverse Schlangen- und Eidechsenarten
Das Meer drumherum ist optimal für einen Tauchgang, bei dem eine unglaublich faszinierende Unterwasserwelt mit bunten Korallenriffen und einer Vielzahl von Fischen sichtbar wird, ähnlich der etwa 500 Kilometer weiter westliche liegenden Tauchwelt von Bali. Die Meeresfauna im Nationalpark Komodo gehört zu den artenreichsten weltweit, sie bevölkert zum Beispiel:
- Mehr als 1.000 Fischarten
- Etwa 250 Korallenarten
- 70 Arten von Schwämmen
- Etwa zehn Delfinarten
3. Tafelberg: Mehr Pflanzenarten als in Großbritannien
Er ist das Erkennungszeichen von Südafrikas Hauptstadt: Der Tafelberg hat eine einzigartige Silhouette und ist 1.087 Meter hoch. Den Namen verdankt er dem abgeflachten Hochplateau: Statt eines spitzen Gipfels hat der Tafelberg eine Fläche, die an eine Tischplatte erinnert.
Besonders beeindruckend wirkt das Massiv, wenn sich weiße Wolken über dem Plateau wie ein Tischtuch über einer Tafel ausbreiten: Das sogenannte Tablecloth-Phänomen kannst du vor allem während des südafrikanischen Sommers, wenn in Deutschland Winter ist, beobachten.
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„Gedeckt“ ist der Tafelberg auf einer Fläche von etwa 6.000 Hektar mit einer vielfältigen Pfalnzen- und Tierwelt – etwa Klippschliefer, Mungos, Erdmännchen, Reptilien, Antilopen. Rund 1.400 Arten haben Forscher:innen bereits ausgemacht, das sind mehr als in ganz Großbritannien vorkommen. Einige von ihnen wachsen nirgendwo anders auf der Welt.
Typisch ist Fynbos, der Feinbusch, dem viele Erikagewächse und mehr als 100 Proteaarten zugeordnet sind. Unter anderem die Nationalblume Südafrikas, die Königsprotea mit ihren silbrig schimmernden roten, weißen und gelben Blütenblättern. Die südafrikanische Flora kannst du sehr gut östlich des Tafelbergs im Botanischen Garten von Kirstenbosch bewundern.
Wandern auf den Tafelberg
Der Tafelberg liegt im Zentrum Kapstadts und bietet von oben eine einzigartige Aussicht – besonders zu empfehlen bei Sonnenuntergang mit einem Glas südafrikanischen Weins. Im Süden liegen das Kap und die Kap-Halbinsel, die du wunderbar als Teil der Gardenroute erkunden kannst. Zudem blickst du auf die Bergkette Zwölf Apostel.
Flankiert wird der Tafelberg im Osten von der Erhebung Devil’s Peak und im Westen vom Lion’s Head sowie dem sogenannten Signal Hill, einem früheren Signalposten, von dem aus die Ankunft von Handelsschiffen angekündigt wurde. Ähnlich wie Tourist:innen das vielleicht bei einem in Schottland-Roadtrip in Edinburgh erlebt haben, wird dort täglich um 12 Uhr eine Kanone abgefeuert.
4. Iguazú-Wasserfall: Mächtiges Naturwunder
Mitten im Dschungel zwischen Brasilien und Argentinien rauscht der Iguazú-Wasserfall an bis zu 275 Stellen über felsige Abbruchkanten in die Tiefe – über eine Länge von rund 2,7 Kilometern. Er gehört zu den größten Wasserfällen der Welt und ist ein Symbol der Verbindung zwischen zwei Ländern, die dieses Naturwunder gemeinsam schützen.
Tosend stürzen die Wassermassen in den Abgrund und verschwinden unten in der Gischt – ein eindrucksvoller Kontrast zum dichten Grün des umliegenden Regenwaldes. Die größte Attraktion ist Garganta del Diablo, der Teufelsschlund. Dort brausen 14 mächtige Wasserfälle in eine 150 Meter breite und 700 Meter lange Schlucht.
Eingebettet ist der Iguazú-Wasserfall in zwei Nationalparks, einer auf brasilianischer, der andere auf argentinischer Seite. Sie schützen ein wichtiges Stück des Atlantischen Regenwalds und sind Rückzugsraum für eine große Artenvielfalt. Allein 800 unterschiedliche Schmetterlingsarten leben dort.
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5. Puerto-Princesa-Subterranean-River-Nationalpark: Untergrundparadies
Aus einer spektakulären Landschaft aus Kalkstein mit zahlreichen geheimnisvollen Grotten und Höhlen sowie einem unterirdischen Fluss besteht der Puerto-Princesa-Subterranean-River-Nationalpark auf den Philippinen. Der Sabang ist mit mehr als acht Kilometern unter der Erde einer der längsten schiffbaren unterirdischen Flüsse der Welt.
Er schlängelt sich durch ein 23 Millionen Jahre altes Labyrinth aus Gängen und Höhlen und mündet schließlich im Südchinesischen Meer. Faszinierend: Trotz der Dunkelheit sind dort zahlreiche Lebewesen zu Hause, zum Beispiel Zwergfledermäuse, Schwalben und teils neu entdeckte Arten der Süßwasserfauna.
Das jahrmillionenalte felsige Kalksteinkarstsystem zeigt eindrucksvoll, wie geologische Kräfte unserer Erde unaufhörlich formen.
Um das Ökosystem zu schützen, ist der Zutritt streng reglementiert. Besucher:innen können eine 1,5 Kilometer lange Tour durch das Wassersystem unternehmen, mit einer speziellen Sondergenehmigung der Nationalparkbehörde ist zudem eine vierstündige Tour möglich, die dem Flussverlauf 4,5 Kilometer weit folgt.
Extra-Tipp: Dich plagen Zahnschmerzen und statt wie geplant im Kanu auf dem Fluss durch das Höhlensystem des Nationalparks zu schippern, musst du eine Arztpraxis aufsuchen? Das ist zwar ärgerlich, aber um hohe Behandlungskosten musst du dir dank des Reisekomplettschutzes von AXA Partners keine Sorgen machen – damit sind zahnärztliche Notfallkosten bis zu 1.000 Euro gedeckt.*
Unterirdisch geheimnisvoll, überirdisch paradiesisch: In der üppigen Vegetation des Puerto-Princesa-Subterranean-River-Nationalparks tummeln sich allein mehr als 90 Vogelarten, darunter 15 endemische Spezies, also Arten, die nur in dieser Gegend vorkommen.
Erwähnenswert ist der Palawan-Pfaufasan, das Wappentier der Stadt Puerto Princesa. Auch farbenprächtige Papageien und sprechende Beos leben in dem Nationalpark – die Besucher:innen gern mal überraschen, indem sie Husten oder Handyklingeltöne nachahmen.
6. Halong-Bucht: Auf Fantasiereise in Nordvietnam
Smaragdgrünes Wasser, aus dem rund 2.000 große und kleine Kalksteininseln teils mehrere Hundert Meter in die Höhe ragen: Die Halong-Bucht, auf Vietnamesisch Vịnh Hạ Long, wirkt wie der Fantasie entsprungen. Die Bucht im Norden Vietnams ist eng mit lokalen Mythen verknüpft, übersetzt bedeutet Vinh Ha Long Bucht des untertauchenden Drachen. Der Namen beruht auf einer Legende:
Vor langer Zeit wurden die Vietnames:innen in der Gegend von einer bösen Macht bedroht. Doch eine Drachenfamilie hatte Mitleid mit den Menschen und wollte sie unterstützen. Gemeinsam warfen Drachenmutter und -kinder Tausende Jadeperlen ins Wasser, die sich dann in Felseninseln verwandelten. Durch die so entstandenen vielen Hindernisse wurde die Bucht für die Bedrohenden unpassierbar und die Menschen waren geschützt.
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Am besten entdecken lässt sich diese fantastische Sehenswürdigkeit Vietnams auf eigene Faust per Kajak oder per Tour in einer Dschunke, dem typischen vietnamesischen Holzsegelschiff. Die dicht mit Regenwald bewachsenen Kalkfelsen und Inseln bergen geheimnisvolle Grotten, enorme Höhlen, Wasserfälle und weiße Sandstrände. Zu den prominenten Höhlen und Grotten gehören Sung Sot (Surprise Cave) und Thien Cung.
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- Die vollständigen Informationen zu den Versicherungsleistungen und Ausschlüssen findest du in den Versicherungsbedingungen.
7. Jejudo: Südkoreas faszinierende Vulkaninsel
Vor mehr als 1,5 Millionen Jahren entstand durch eine Folge von Vulkanausbrüchen Jejudo, die größte Insel Südkoreas. Sie liegt etwa 85 Kilometer südlich der koreanischen Halbinsel und ist dank des milden Klimas unter anderem mit Teepflanzen, Pilzen und Zitruspflanzen prächtig bewachsen. Auf der Vulkaninsel kannst du unter anderem den Kratersee Baengnokdam, zahlreiche Lavahöhlen und -tunnel entdecken.
Und die fast neun Kilometer lange Lavaröhre Manjanggul oder eine der anderen Röhren durchklettern. Die Vulkantunnel faszinieren durch zahlreiche bizarre Lavaformationen, schillern aufgrund verschiedener Karbonatablagerungen in faszinierenden Farben und bieten der größten Fledermauspopulation Südkoreas und anderen Tieren Unterschlupf.
Hauptattraktion dieses Naturwunders ist der 1.950 Meter hohe ruhende Vulkan Hallasan, der höchste Berg Südkoreas. Du kannst ihn über zwei Routen erklimmen: auf dem Seongpanak-Trail und dem Gwaneumsa-Trail. Für die Hin- und Rücktour solltest du etwa sieben bis neun Stunden einplanen.
Good to know: Nur eine gute halbe Stunde braucht es, um auf den Sunrise Peak zu gelangen und dort bei Sonnenaufgang eine einzigartige Kulisse auszukosten.
Die Haenyeo: Taucherinnen mit Welterbestatus
Die sieben Weltwunder der Natur schätzen und schützen
So unterschiedlich, so faszinierend: Die sieben Weltwunder der Natur führen die vielfältige und schützenswerte Schönheit unseres Planeten vor Augen. Alle sind von der UNESCO als Weltnaturerbe ausgezeichnet. Du kannst die beeindruckenden Landschaften, Tier- und Pflanzenwelten besuchen und die Magie spüren.
Ob in Südamerika beim Amazonas und den Iguazú-Fällen, in Asien bei Halong und Jejudo oder im südlichen Afrika am Tafelberg – sie alle sind Ausdruck der Naturkräfte, die unsere Erde über Jahrmillionen geprägt haben.
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