
Auto ahoi! 5 Amphibienfahrzeuge, die Land- und Wasserstraßen erobern
Alles Wichtige auf einen Blick
Es gibt historische Modelle wie das Amphicar und moderne Entwicklungen wie den WaterCar Panther, die Bandbreite an Technik und Einsatzmöglichkeiten ist groß und reicht vom Freizeitspaß bis hin zu Tourismus und Spezialanwendungen. Trotz ihrer Faszination sind viele Amphibienautos Nischenfahrzeuge, die oft kostspielig, wartungsintensiv oder nur begrenzt verfügbar sind.
James Bond würde dieses Spielzeug lieben: In nur fünf Sekunden verwandelt sich das Motorrad in eine Art Jetski. Die Räder werden eingezogen, der Motor befeuert statt der Hinterachse dann den Jetantrieb. Und für den Auftrieb auf dem Wasser sorgen große Schwimmkörper unter den Seitenteilen.
An Land schafft der pummelig anmutende Biski von Gibbs Amphibians 130 Kilometer pro Stunde. Kaum zu Wasser gelassen, fegt das Zweiradboot mit 60 Kilometer pro Stunde über die Wellen und sorgt für ein ordentliches Freizeit-Bond-Feeling.
Das hellblaue Amphibienmotorrad Biski bringt 228 Kilogramm Nassgewicht auf die Waage, bei einer Länge von 2,35 Metern und einer Breite von 0,95 Metern.
Nice to know: Den Speed für den Outdoor-Fun leistet ein 2-Zylinder-Benziner mit 55 PS.

Ein kleines Tankeschön
Mit American Express® tanken Inhaber:innen einer BMW Card günstiger: Sie erhalten ein Prozent Rabatt auf Tank- und Ladeumsätze bei vielen teilnehmenden Tankstellen und Elektro-Ladestationen deutschlandweit – ganz ohne Limit. Der Rabatt erfolgt in Form einer Gutschrift auf die Karte.*
In nur 15 Sekunden transformiert sich der Panther der US-Firma WaterCar vom Auto zum Boot. Ohne Stopp geht es rein ins Wasser: Gang rausnehmen, die Räder per Knopfdruck hochfahren und den Strahlantrieb einschalten. Nun ist der Panther voll in seinem Element und pflügt mit Tempo 70 durch das Wasser. An Land schafft das schnellste Amphibienauto der Welt 130 Kilometer pro Stunde.
Angetrieben wird der offene Viersitzer von einem 3,7 Liter großen V6-Motor. Die Honda-Maschine leistet rund 250 PS. Per Knopfdruck geht die Kraft über ein Verteilergetriebe wahlweise an die Hinterräder für den Straßenbetrieb oder an eine Jetdüse für den Wasserbetrieb. Ein gewaltiger Strahl katapultiert den Schwimmwagen regelrecht nach vorne.
Damit der Panther überhaupt zum ultimativen Wellenreiter wird, haben die kalifornischen Entwickler:innen einen speziellen Kunststoffunterboden in Form eines Bootsrumpfes gebaut.
Oben herum ähnelt die „Wasserkatze“ einem Jeep Wrangler, den du je nach persönlichen Vorlieben individualisieren kannst. Sogar als voll ausgestattetes Feuerwehr-Autoboot ist der Panther erhältlich.
Nice to know: Der Panther fühlt sich auch im Salzwasser wohl. Wo immer es auch möglich war, haben die kalifornischen Tüftler:innen rostfreie Materialien verbaut. Nach dem Bad im Meer musst du das Amphibienauto trotzdem gründlich mit Süßwasser abspritzen.

Als Fahrzeuge schwimmen lernten
Die frühen Erfindungen sahen aus, als wären sie einem Jules-Verne-Roman entsprungen: zigarrenförmige Gebilde mit Bootsschrauben am Heck oder riesige Räder mit Minischaufeln zwischen den Speichen. So pflügten sie Anfang des 19. Jahrhunderts noch im Ententempo durchs Wasser.
Erst während des Zweiten Weltkriegs brach das Zeitalter der Amphibienautos an. In Deutschland wurden auf der Basis des VW Kübelwagens mehr als 14.000 Exemplare des VW Typ 166 Schwimmwagens gefertigt.
In Amerika gab es einen schwimmfähigen Jeep und den bis zu 18,6 Meter langen Schwimm-Lkw DUKW, der bei der Invasion der Normandie zum Einsatz kam. Nach dem Krieg machte er touristische Stadttouren auf dem Wasser.
Die Idee eines schwimmfähigen Autos sollte in den 1960er-Jahren in Deutschland in Serie gehen und die Welt erobern. Davon träumten der deutsche Ingenieur Hans Trippel und sein Finanzier, der Großindustrielle Harald Quandt.
Doch von den geplanten 25.000 Schwimmautos, die überwiegend auf dem US-Markt verkauft werden sollten, wurden von 1961 bis 1968 nur knapp 4.000 Exemplare gebaut. Den Amerikaner:innen, an große Straßenkreuzer und Jachten gewöhnt, erschien das nicht einmal viereinhalb Meter lange Amphicar – trotz durchgehender Sitzbank – als viel zu eng.
Und die deutsche Presse belächelte das Cabrio mit vier Sitzplätzen nur als „Spielzeug für Wohlstandsbürger“. In der BRD kostete der teilweise in Handarbeit gefertigte Wagen stolze 11.800 Mark, dreimal so viel wie ein VW Käfer.
Inzwischen ist das Amphicar ein gesuchtes Oldtimer-Cabrio. Der Wartungsaufwand gilt als sehr hoch. Doch die Ersatzteillage sieht gut aus: Eine kostenintensive, aber zuverlässige Adresse ist der Teilespezialist Gordon Imports in den USA.
Das Amphicar war mit einem 4-Zylinder-Viertakt-Reihenmotor des englischen Mittelklassefahrzeugs Triumph Herald 1200 ausgestattet und erreichte eine maximale Leistung von 38 PS. Auf der Straße kam das Amphicar so auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 120 Kilometer pro Stunde.
Im Wasser waren bis zu 6,5 Knoten beziehungsweise 12 Kilometer pro Stunde möglich. Der Betrieb des Amphicar auf dem Wasser erfordert in Deutschland einen Sportbootführerschein.
Nice to know: Nach einer Wasserfahrt müssen beim Amphicar die Trommelbremsen trocken gefahren werden, bevor die Landfahrt fortgesetzt werden kann.

Lust auf noch mehr Oldtimer?
Die finden sich auch hierzulande, zum Beispiel in Form dieser deutschen Oldtimer. Und wer noch mehr sehen möchte, besucht Deutschlands beeindruckende Automuseen.
Ahoi, Hamburg! Der Heimathafen des Hamburger Amphibienbusses liegt mitten im UNESCO-Weltkulturerbe Speicherstadt. Von hier startet eine 70-minütige Sightseeing-Tour durch Stadt und Elbe: Diese sogenannte Stadtkreuzfahrt absolvierst du zu Land und zu Wasser mit dem HafenCity RiverBus, einem Amphibienfahrzeug. An Bord sind maximal 36 Passagier:innen.
Zuerst rollt der Hamburger Wasserbus durch den weltgrößten historischen Lagerhauskomplex, die denkmalgeschützte Speicherstadt. Dann folgt die HafenCity, dabei überquert der RiverBus so einige Brücken. Über 2.500 gibt es davon in Hamburg – mehr als Venedig.
Während der erste Amphibienbus Deutschlands mit einem 280-PS-Dieselmotor auf der Straße maximal 63 Kilometer pro Stunde fährt, werden die 18 Tonnen Eigengewicht im Wasser von zwei Jetmotoren mit jeweils 160 PS angetrieben. Auf der Elbe erreicht der RiverBus rund sieben Knoten, was etwa 13 Kilometer pro Stunde entspricht.
Im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort folgt der Höhepunkt der Tour: Der Bus taucht in die Elbe ein und fährt zwischen Barkassen und Containerschiffen übers Hafenwasser. Nun setzt der Bus, der nun ein Ausflugsschiff ist, seine Reise elbaufwärts fort.
Nice to know: Eine Bordtoilette gibt es im HafenCity RiverBus nicht. Das solltest du vorher einplanen. Und es gibt nur einen Start- und Zielpunkt, die Stadtkreuzfahrt hat keine weiteren Haltepunkte.

Good to know
Mit deiner Gold Card kannst du bei Millionen von Akzeptanzstellen weltweit bezahlen – online oder kontaktlos vor Ort.*
Dieses Fahrzeug schrieb Filmgeschichte. An Land war der Lotus Esprit S1 pfeilschnell und schützte James Bond mit Rauchschirm und Zementsprüher gegen Angriffe der Bösewichte.
Doch der schneeweiße Flitzer konnte in brenzligen Situationen auch blitzschnell abtauchen: Die Schotten dicht, Reifen rein, an Front und Heck die Schwimmflügel ausgefahren und den Propeller an – so glitt das keilförmige Auto im James-Bond-Film „Der Spion, der mich liebte“ elegant wie ein Mantarochen durch das Wasser. Die Filmcrew taufte das U-Auto auf den Kosenamen „Wet Nellie“.
Nach dem Filmeinsatz 1977 ging das Lotus-Submarine-Modell auf USA-Tour und war der Eyecatcher auf diversen Automessen. Dann wurde „Wet Nellie“ in einem New Yorker Mietlager eingemottet und vergessen.
Ein Ehepaar ersteigerte 1989 bei einer sogenannten Blind Auction einen Container für knapp 100 US-Dollar. Darin befand sich der schwimmfähige Bond-Lotus, den sie später für knapp eine Million Dollar weiterverkauften: Das Amphibienfahrzeug ging an Elon Musk.
Nice to know: Der Unterwasser-Lotus Esprit 1 war eine reine Filmanfertigung. Kostenpunkt damals: rund 100.000 Dollar (heute umgerechnet etwa 500.000 Dollar oder 440.000 Euro).

Wenn du nicht gerade für die Küstenwache, die Marines oder das Technische Hilfswerk unterwegs bist, können Amphibienfahrzeuge und Schwimmwagen für dich das perfekte Spielzeug für ausgefallene Ausflüge an Land und zu Wasser sein. Teilweise sind sie nur noch als Oldtimer zu haben, teilweise kannst du sie über spezielle Abenteuerangebote buchen – manchmal waren sie auch nur in Filmen zu sehen.
So oder so: Amphibienfahrzeuge sind faszinierend, weil sie die Fortbewegung in zwei Elementen in sich vereinen. Das tun übrigens auch fliegende Autos.
Und noch ein Extra-Tipp für alle, die gern auf vier Rädern unterwegs sind: Inhaber:innen einer American Express Gold Card oder Platinum Card sind europaweit bei Autopannen abgesichert.*
+
Was ist ein Amphibienfahrzeug?Ein Amphibienfahrzeug ist ein Fahrzeug, das sowohl an Land als auch im Wasser fahren kann. Es kombiniert die Technik eines Autos mit der eines Bootes und kann meist ohne Umbau direkt zwischen Straße und Gewässer wechseln.+
Wie schnell sind Amphibienfahrzeuge auf Land und im Wasser?Die Geschwindigkeit variiert je nach Modell: Moderne Amphibienfahrzeuge erreichen an Land oft eine Geschwindigkeit von bis zu 130 Kilometer pro Stunde. Im Wasser schaffen Sie in der Regel zwischen 10 und 70 Kilometer pro Stunde.+
Sind Amphibienfahrzeuge in Deutschland erlaubt?Ja, Amphibienfahrzeuge sind in Deutschland erlaubt. Um sie zu fahren, benötigst du aber eine Straßenzulassung sowie oft einen Sportbootführerschein für den Einsatz im Wasser. Zusätzlich gelten je nach Gewässer regionale Vorschriften.
