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Flores, São Miguel, Corvo und Co.: Entdecke die Azoreninseln!

Panoramablick über die Klippen, das Meer und die Flora der Azoreninsel Flores
Alexandra Lindenberg
Alexandra Lindenberg
Türkis leuchtende Kraterseen, heiße Quellen, blubbernde Vulkanschlammlöcher und eine üppige Vegetation mit blühenden Blumen und grünen Urwäldern. Ringsherum der tosende Atlantik, der hohe Wellen an die raue Felsenküste wirft. Die atemberaubende Natur macht die neun Azoreninseln zum Sehnsuchtsziel vieler Reisender. Dabei hat jede von ihnen ihren eigenen Charakter. Was dich auf welcher Insel erwartet, erfährst du hier.
  1. Vulkanische Naturschönheit: Wo liegen die Azoren?
  2. São Miguel: Grüne Hauptinsel der Azoren
  3. Santa Maria: Die zauberhafte Sonneninsel
  4. Terceira: Natur, Kultur und mehr
  5. Faial: Die blaue Azoreninsel
  6. Pico: Die graue Insel
  7. São Jorge: Das Wanderparadies der Azoren
  8. Graciosa: Anmutig und ursprünglich
  9. Flores: Die wildromantische Blumeninsel
  10. Corvo: Die kleinste Azoreninsel
  11. Reise in eine faszinierende Vulkanwelt

Vulkanische Naturschönheit: Wo liegen die Azoren?

Die Azoren sind eine Inselgruppe mitten im Atlantik, rund 1.400 Kilometer vom portugiesischen Festland und etwa fünf Flugstunden von Deutschland entfernt. Das Archipel besteht aus neun bewohnten Inseln, die teilweise weit auseinander liegen: Rund 600 Kilometer trennen die westlichste Insel Flores von der östlichsten, Santa Maria.

Wichtige Infos zu den Azoren im Überblick


  • Fläche: rund 2.300 Quadratkilometer
  • Einwohnerzahl: etwa 236.600 (Stand 2021)
  • Hauptstadt der Region: Ponta Delgada auf São Miguel
  • Südöstliche Inselgruppe (Grupo Oriental): São Miguel und Santa Maria
  • Zentrale Inselgruppe (Grupo Central): Terceira, Faial, Pico, São Jorge und Graciosa
  • Nordwestliche Inselgruppe (Grupo Ocidental): Flores und Corvo

Archäologische Funde weisen darauf hin, dass sich bereits in der Antike Menschen vorübergehend auf den Azoren aufgehalten haben. Im 15. Jahrhundert suchten portugiesische Seefahrer die Inseln auf und besiedelten sie. Heute sind die Azoren eine autonome Region Portugals und der westlichste Außenposten der Europäischen Union. Ihren vulkanischen Ursprung haben alle neun Inseln gemein. Ansonsten besitzt jede ihren eigenen Landschaftscharakter.

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

São Miguel: Grüne Hauptinsel der Azoren

Mit einer Fläche von rund 745 Quadratkilometern ist São Miguel die größte der neun Azoreninseln und bietet Urlauber:innen einen Mix an Möglichkeiten. Auf der auch „Grüne Insel“ (Ilha Verde) genannten Schönheit entdeckst du eine üppige Vegetation, blubbernde heiße Quellen, Tee- und Ananasplantagen, wunderbare Strände, großartige Surfspots und die für die Azoren typischen, durch Lava geformten Naturschwimmbecken. Zu den Highlights zählen die türkis leuchtenden Kraterseen von Sete Cidades und der Park Terra Nostra, der botanische Garten in Furnas.

Während es auf den Azoren insgesamt eher ruhig zugeht, punktet die Inselhauptstadt Ponta Delgada mit ihrer Lebendigkeit. In den schönen Gassen reihen sich Shops, Cafés, Restaurants und Bars aneinander und es gibt zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu entdecken:

Ein Highlight für Golfer:innen findet sich, eingebettet in spektakuläre Vulkanlandschaft, etwa 45 Kilometer von Ponta Delgada entfernt: der Furnas Golf Court.

Must-do: Cozido das Furnas probieren – ein landestypischer Eintopf, der stundenlang im heißen vulkanischen Boden im Inselort Furnas gart.

Ein Kratersee inmitten einer grünen Landschaft

So kamen die Azoren zu ihren Namen

Der portugiesische Name Ilhas dos Açores (zu Deutsch: Inseln der Habichte) entstand durch einen Irrtum. Die auf den Azoren lebenden Bussarde wurden bei der Entdeckung fälschlicherweise für Habichte gehalten.

Santa Maria: Die zauberhafte Sonneninsel

Flache, trockene Ebenen auf der einen Seite, grüne Hügel, Wiesen und Wald auf der anderen: Das ist Santa Maria, die drittkleinste, älteste und sonnenreichste Azoreninsel. Das ruhige Eiland ist ideal für alle, die ihren Wanderurlaub mit entspannten Strandtagen kombinieren möchten. Zu den Highlights für Urlauber:innen zählen:

Die Gewässer rund um Santa Maria sind zudem ideal für Tauchgänge. In der bunten Unterwasserwelt sind Sardinenschwärme, Stachelmakrelen, Krebse und viele Arten mehr zu Hause. Ein Höhepunkt für erfahrene Taucher:innen ist die etwa 20 Seemeilen von Santa Maria entfernt gelegene Dollabarat-Bank (Banco Dollabarat). Im kristallklaren Wasser schwimmen mit etwas Glück Riesenmantas, Braune Zackenbarsche oder Rote Schweinsfische an dir vorbei.

Must-do: Eine Wanderung von der Inselhauptstadt Vila do Porto zum Praia Formosa mit anschließendem Bad im Atlantik.

Blick von oben auf die Küste von Santa Maria, eine Insel der Azoren

Die beste Reisezeit für die Azoreninseln

Die Azoren eignen sich grundsätzlich ganzjährig als Urlaubsziel. Auf den Inseln wird es aufgrund des ozeanisch-subtropischen Klimas in der Regel weder richtig heiß noch kalt, die Temperaturschwankungen sind eher gering. Als beste Reisezeit gelten jedoch die Monate von Juni bis September. Die Temperaturen liegen dann meist um angenehme 25 Grad und es regnet im Vergleich zu den anderen Monaten weniger.

Good to know: Eine Regenjacke ist zu jeder Jahreszeit empfehlenswert, da das Wetter auf den Azoren sehr wechselhaft ist. Nicht umsonst heißt es scherzhaft, dass dort jeder Tag vier Jahreszeiten habe.

Terceira: Natur, Kultur und mehr

Kultur und Natur lässt sich wunderbar auf Terceira verbinden. Alleine im Inselhauptort Angra do Heroísmo kannst du zahlreiche sehenswerte Gebäude wie die Misericórdia-Kirche oder das Rathaus entdecken. Besonders bekannt ist das malerische UNESCO-Weltkulturerbe-Städtchen, das nach einem Erdbeben im Jahr 1980 wieder aufgebaut wurde, für seine farbenfrohen, kunstvoll gestalteten Häuser.

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

Wie auf allen anderen Azoreninseln ist es vor allem die Natur, die Reisende in ihren Bann zieht. Auf Terceira findest du eine raue Küstenlandschaft mit kleinen Buchten, Lavapools und Kraterseen. Besonders beeindruckende Naturphänomene findest du hier unter der Erde. Sehenswert sind etwa der Vulkanschlot Algar do Carvão mit seinen faszinierenden Steinformationen und das Höhlensystem Gruta do Natal im Naturschutzgebiet der Sierra de Santa Barbara.

Must-do: Ein Bad zwischen Lavafelsen im Naturschwimmbecken von Biscoitos. Das natürliche Felsenbecken gilt als eines der schönsten auf den Azoren.

Ein malerischer Ort mit einer Kirche, die in blauer und weißer Farbe gestrichen ist

Nerdpedia

Die Insel Terceira (zu Deutsch: die Dritte) verdankt ihren Namen der Tatsache, dass sie als dritte Azoreninsel entdeckt wurde.

Faial: Die blaue Azoreninsel

Ihrem Spitznamen Ilha Azul („Blaue Insel“) wird Faial besonders im Sommer gerecht, wenn Hortensien die Landschaft mit einem Blütenmeer in den schönsten Blautönen überziehen. Doch das Eiland hat noch mehr zu bieten. Vulkankrater, Naturpools und eine vielfältige Vegetation mit grünen Weiden, Zedern, Farnen und Wacholderbüschen prägen das Bild. Die beste Sicht auf die Insel hast du vom höchsten Punkt, dem Vulkankrater des Cabeço Gordo.

Internationales Flair herrscht in Horta. Die malerische Hafenstadt ist ein beliebter Treffpunkt für Segler:innen. Tipp: Nach einem Bummel durch das bunte Städtchen solltest du ein Päuschen im Peter Café Sport einlegen. Die charmante Bar gilt als Kultkneipe und ist seit mehr als hundert Jahren ein Place-to-be für Weltumsegler:innen.

Must-do: Bei einer Bootstour Blauwale, Pottwale und Delfine beobachten, die vor der Küste ihre Bahnen ziehen. Die Azoren gelten weltweit als eines der besten Reviere zur Walbeobachtung. Faial ist neben Pico eines der Hauptzentren für Bootstouren.

Blick auf eine idyllische Hafenstadt, die sich am Wasser entlangschlängelt

Aktiv auf den Azoren

Wal- und Delfinbeobachtung, Wandern, Golfen, Paragliding, Canyoning, Klettern, Segeln, Baden, Tauchen und vieles mehr: Das Angebot für Aktivurlauber:innen ist auf den Azoren groß. Auch Surfer:innen dürften mitten im Atlantik die perfekte Welle finden – auf den Inseln gibt es einige der besten Surfspots Portugals.

Pico: Die graue Insel

Das Bild der zweitgrößten Azoreninsel wird maßgeblich von ihrem majestätischen Namensgeber bestimmt: dem 2.351 Meter hohen Vulkan Pico, der meist aus dichtem Nebel emporragt. Das Dunkelgrau des Lavagesteins ist die auf der Insel vorherrschende Farbe. Doch Pico ist auch grün. Kuhweiden, Weinfelder, Wacholder, wildes Hochland und Wälder sorgen für einen wunderschönen Kontrast.

Besonders genießen kannst du das faszinierende Farbenspiel auf den zahlreichen Wanderwegen, die über die Insel führen. Ein Highlight ist die Tour auf den namensgebenden Vulkan. Der Aufstieg auf den zugleich höchsten Berg Portugals ist zwar anspruchsvoll, doch oben angekommen wirst du, gute Wetterbedingungen vorausgesetzt, mit einer tollen Rundumsicht und beeindruckenden Tiefblicken in den Krater belohnt.

Und sonst noch? Höhlen und Grotten, Kraterseen, eine imposante Steilküste, idyllische Dörfer, ein Wein- und ein Walfangmuseum sowie das Angebot an Bootstouren zum Whalewatching machen Pico zu einem abwechslungsreichen Urlaubsziel.

Must-do: Eine Wanderung durch die von der UNESCO geschützten Weinbaugebiete Picos – inklusive Verkostung der einzigartigen Vulkanweine.

Vulkan Pico im Nebel und Lavagestein

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São Jorge: Das Wanderparadies der Azoren

Obwohl alle Azoreninseln beste Wanderbedingungen bieten, gilt São Jorge als Wanderparadies des Archipels. Entlang des schroffen Bergrückens im Inselinneren kannst du die abwechslungsreiche Landschaft mit ihren Drachenbäumen, Hortensienhecken, Weiden und Wiesen auf zahlreichen Wegen erkunden. Immer dabei: Atemberaubende Ausblicke auf São Jorge, den wilden Atlantik oder die Nachbarinseln Pico, Terceira und Graciosa.

Typisch für São Jorge sind die Fajãs – kleine Landflächen am Fuße der Steilküste, die durch Lava und Erdrutsche entstanden sind. Einige der fruchtbaren Ebenen sind nur zu Fuß über Wanderpfade zu erreichen. Der Hauptort der Insel ist Velas. Das charmante Städtchen lockt mit einem malerischen Hafen, einer gemütlichen Fußgängerzone und einem wunderschönen Stadtpark.

Must-do: Den berühmten Käse von São Jorge probieren. Die Milch der dort lebenden Kühe verleiht dem Käse ein einzigartiges, würzig-pikantes Aroma.

Steilküste und flache Landzunge, die ins blaue Meer hineinragt

Graciosa: Anmutig und ursprünglich

Graciosa, übersetzt „Die Anmutige“, heißt die zweitkleinste Azoreninsel. Ein Name, der gut passt, denn hier geht es relativ lieblich zu. Im Vergleich zu den Nachbarinseln präsentiert sich die Natur auf Graciosa weniger schroff und rau. Sanfte Hügel und Weiden, alte Herrenhäuser, pittoreske Dörfchen und die für das Eiland typischen Windmühlen prägen die Landschaft. Ein ruhiges Idyll, das noch viel von seiner Ursprünglichkeit bewahrt hat.

Neben der ländlichen Postkartenkulisse bietet Graciosa weitere Sehenswürdigkeiten:

Must-do: Die große Runde von Graciosa. Der rund 40 Kilometer lange Rundweg führt über einen Großteil der von der UNESCO zum Biosphärenreservat ernannten Insel.

Eine Windmühle aus Stein mit rotem Dach

Flores: Die wildromantische Blumeninsel

Ruhig und abgeschieden geht es auch auf der Ilha das Flores, der Blumeninsel, zu. Wie der Name verrät, blüht es in den Sommermonaten am westlichsten Punkt Europas nahezu überall. Hortensien, Schmucklilien, Strauchrosen, Azaleen und noch viele weitere Blumen und Pflanzen gibt es in dem Azorenparadies zu entdecken.

Wer ein sanftes Blumenmeer erwartet, täuscht sich allerdings. Die Spuren des vulkanischen Ursprungs sind auf Flores deutlich zu erkennen und Wasserfälle, Bäche, Flüsse, Kraterseen und steile Klippen machen das Eiland zu einer eher wilden Naturschönheit. Zu den Top-Sehenswürdigkeiten der Insel, die seit 2009 UNESCO Biosphärenreservat ist, zählen die Rocha dos Bordões. Die rund 28 Meter hohen Basaltsäulen im gewaltigen Felsmassiv leuchten besonders bei Sonnenuntergang in einem intensiven Rot.

Must-do: Die spektakuläre Küste der Insel Flores bei einer Bootstour vom Meer aus betrachten.

Bergige Küstenregion mit Steilklippen und blauen Hortensien

Medizinische Hilfe auf Reisen


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Corvo: Die kleinste Azoreninsel

Mit einer Fläche von etwa 17 Quadratkilometern ist Corvo die kleinste bewohnte Insel des Archipels. An diesem schönen Fleckchen Erde geht es still und ursprünglich zu, Massentourismus ist hier noch ein Fremdwort. Die Anzahl an Unterkünften ist ebenso überschaubar wie die touristischen Angebote. Selbst der Hauptort Vila do Corvo, der mit rund 400 Einwohnern zu den kleinsten Städten Europas zählt, punktet mit Beschaulichkeit.

DAS touristische Ziel der Insel, die seit 2007 zum Biosphärenreservat der UNESCO zählt, ist ihre eindrucksvolle Natur. Denn eigentlich besteht Corvo vor allem aus dem Vulkan Caldeirão, der das Eiland einst schuf. Ein Besuch des Kraters mit seinen Seen ist nachhaltig beeindruckend. Tipp: Corvo bietet sich von Flores aus ideal für eine Tagestour an.

Must-do: Eine Rundwanderung im Vulkankrater, die am Aussichtspunkt Miradouro do Caldeirão startet und endet.

Grüne Kraterlandschaft mit kleinen Seen

Reise in eine faszinierende Vulkanwelt

So unterschiedlich die neun Azoreninseln sind, eines haben sie gemeinsam: Die Landschaft ist die größte Attraktion. Der vulkanische Ursprung ist Flores, Corvo und den anderen Inseln überall anzusehen. Und so bietet das Atlantik-Archipel die perfekte Kulisse für einen Traumurlaub in einer von Naturgewalten geformten Landschaft – umgeben von Ruhe und unberührt vom Massentourismus.

Wer einen Urlaub auf den Azoren bucht, sollte definitiv Zeit mitbringen – um beim Inselhopping so viele Inseln wie möglich zu sehen. Eine Reise sind sie definitiv alle wert.

Informationen zu Covid-19

Reisen und die Freizeit genießen – wir alle freuen uns darauf, wenn das wieder ohne Corona-Einschränkungen möglich ist. Bis dahin können sich die Regelungen jederzeit kurzfristig ändern. Bitte informiere dich vor einer Reise oder einem Ausflug über die aktuellen Auflagen vor Ort.

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