Nationalparks in den USA: Die wilde Natur Nordamerikas

Ein Wanderer blickt auf einen Fluss zwischen Felsen.
Florian Heil
Florian Heil
Unendliche Weiten, Wassertäler, brodelnde Geysire und spektakuläre Gipfel: Die Nationalparks der USA bieten eindrucksvolle Panoramen. Neben dem berühmten Yellowstone kannst du auf einem Roadtrip 62 weitere faszinierende Naturlandschaften erkunden. Wir nennen dir einige der schönsten Nationalparks der USA.

Das Wichtigste auf einen Blick

Die Nationalparks USA umfassen 63 anerkannte Parks, die vom National Park Service (NPS) verwaltet werden und eine außergewöhnliche Vielfalt von Wüsten und Canyons bis zu Regenwäldern und Hochgebirge bieten.
 
Zu den bekanntesten gehören der Yellowstone-Nationalpark (ältester der Welt; Geysire, heiße Quellen, Bisonherden), der Grand-Canyon-Nationalpark (gewaltige Schlucht des Colorado), der Yosemite-Nationalpark (Granitfelsen, Wasserfälle, Mammutbäume), die Everglades (subtropisches Feuchtgebiet) und der Zion-Nationalpark (orangerote Felswände, enge Canyons).
 
Weitere Highlights sind das Death Valley (einer der heißesten Orte, tiefster Punkt der USA), der Olympic-Nationalpark (Küste und Regenwald), der Redwood-Nationalpark (Küstenmammutbäume) und der Denali-Nationalpark (höchster Berg Nordamerikas). Viele Parks sind gut erschlossen mit Straßen, Wanderwegen, Hotels und Campingplätzen. Wenn du mehrere Parks besuchen möchtest, empfiehlt sich der Pass America the Beautiful.

US-Nationalparks: Traumhafte Landschaften, Tier- und Pflanzenwelten

Bei einem Roadtrip durch die USA kannst du pulsierende Großstädte, ländliche Einsamkeit und einmalige kulturelle Highlights entdecken. Und atemberaubende Naturlandschaften und eine nahezu unberührte Wildnis, vor allem in den zahlreichen Nationalparks der USA. Diese Schutzgebiete sind für Outdoor-Fans, Familien und Fotografiefans gleichermaßen spannend.

Am bekanntesten sind wohl die Nationalparks Yellowstone, Yosemite und Everglades. Doch das sind bei Weitem nicht alle: In den USA sind derzeit 63 Gebiete als Nationalparks ausgewiesen – auf einer Fläche von rund 211.000 Quadratkilometern. Wildnis in einer Dimension, die es in Europa nicht gibt.

Jeder US-Nationalpark punktet mit eigenen landschaftlichen Merkmalen, einer teils einzigartigen Artenvielfalt sowie kulturellen Attraktionen. Die Parks sind zudem beliebte Erholungsgebiete für Einheimische. Mit dem Jahrespass America the Beautiful kannst du bei mehreren Parkbesuchen sparen.

Besonders komfortabel und flexibel kannst du die Nationalparks der USA per Mietwagen erkunden. Als Inhaber:in einer Gold Card oder Platinum Card erhältst du beim Buchen eines Mietwagens bei den renommierten Partnern Sixt, Hertz und Avis tolle Vorteile, etwa Ermäßigungen auf Standardraten.*

Zwei Kletterer an einem Felsen.

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Der wilde Norden: Gletscher und Bären in Alaska

Imposante Berge und Seen, wild lebende Wölfe, Elche, Bären und Wale: Der US-Bundesstaat Alaska beherbergt acht Nationalparks, darunter den für seine gigantischen Bergketten bekannten Wrangell-St.-Elias-Nationalpark, dessen Fläche größer als die der Schweiz ist.

Der Glacier-Bay-Nationalpark ist von Gletschern durchzogen und für seine artenreiche Flora und Fauna bekannt. Das Kalben der Eisriesen beispielsweise, bei dem große Eisbrocken abbrechen, ist ein eindrucksvolles Naturphänomen und macht den Park zu einem unvergesslichen Fotospot.

Ganz hoch hinaus geht es in der bekanntesten Bergregion Alaskas, dem Denali-Nationalpark. Hier wartet der gleichnamige Berg auf eine Besteigung – mit 6.190 Metern die höchste Erhebung Nordamerikas. Die fantastische Natur lässt sich im Sommer wunderbar erwandern oder per Kajak entdecken. Du kannst dabei viele Höhenmeter sammeln. Und mit etwas Glück Murmeltiere am Wegesrand sehen.

Berühmt ist der Katmai-Nationalpark für die Bärenbeobachtung an den Brooks Falls; auch Angler:innen finden hier und in Lake Clark exzellente Bedingungen. Abenteurer erlebst du bei einem Tagesausflug zu den Wasserfällen per Wasserflugzeug. Viele Alaska-Parks (etwa Gates of the Arctic und Kobuk Valley) sind übrigens nur per Flugzeug oder Boot erreichbar – plane daher Logistik und Wetterpuffer ein.

Good to know: Auch im Winter sind die Nationalparks in Alaska ein spannendes Reiseziel. Mit Temperaturen von bis zu minus 40 Grad Celsius wird es hier zwar extrem kalt, doch in dieser Reisezeit kannst du etwa Hundeschlitten fahren oder dich von Nordlichtern verzaubern lassen.

Die meistbesuchten US-Nationalparks im Jahr 2024

12,19 Millionen Besucher:innen verzeichnete 2024 der Great-Smoky-Mountains-Nationalpark in den Appalachen. Auf den weiteren Plätzen der Rangliste folgten der Zion-Nationalpark in Utah (4,94 Millionen), der Grand-Canyon-Nationalpark in Arizona (4,91 Millionen), Yellowstone-Nationalpark in Wyoming (4,74 Millionen) sowie auf Platz fünf der Rocky-Mountains-Nationalpark in Colorado (4,15 Millionen).
Ein Boot im Eismeer vor Felsen

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Yellowstone- und Rocky-Mountains-Nationalpark: Geysire und Wildtiere

Brodelnde Schlammlöcher, Geysire, Erdspalten, kristallklare Seen, imposante Canyons, donnernde Wasserfälle und eine wilde Tierwelt, die ihresgleichen sucht: Das macht den 1872 gegründeten Yellowstone-Nationalpark aus, den ältesten der USA.

Er liegt zu großen Teilen in Wyoming, reicht aber bis nach Montana und Idaho. Während einer Wanderung kannst du Bären, Pumas oder Bisons in freier Wildbahn beobachten. Besonders beeindruckend sind auch die zahlreichen heißen Quellen: Im Yellowstone-Gebiet finden sich mehr als 10.000 davon, darunter über 500 Geysire – das ist weltweit einmalig.

Südlich davon erstreckt sich in Colorado der Rocky-Mountains-Nationalpark, ein Schutzgebiet in einer malerischen Bergwelt mit einem schier unendlichen Netz an Wanderwegen und hochalpinen Bergseen. Über viele Höhenmeter führt die berühmte Trail Ridge Road durch die alpine Tundra.

Im Yellowstone-Park leben beispielsweise Elche, wilde Bisons, große Raubvögel, Schwarzbären und Murmeltiere. Mehr als 110 über 3.000 Meter hohe Gipfel kannst du in der alpinen Tundra erklimmen.

In den Wintermonaten sind Teile des Yellowstone-Nationalparks nicht zugänglich und viele Straßen für Autos gesperrt. Falls du in dieser Zeit eine Reise dorthin planst, informiere dich am besten vorab. Geführte Schneemobil- und Snowcoach-Touren sind eine Alternative – ideal für einen winterlichen Tagesausflug.#

Good to know: Für den Rocky-Mountain-Nationalpark ist neben einer gültigen Eintrittskarte in der Hauptsaison auch eine zeitgebundene Einfahrtsreservierung (Timed Entry Permit) für bestimmte Bereiche erforderlich.

Wanderer in den Rocky Mountains

Der spektakuläre Südwesten der USA: Von Zion bis Arches

Im Südwesten der USA befinden sich gleich mehrere der beeindruckendsten Nationalparks des Landes, allen voran der Zion-Nationalpark in Utah. Gewaltige Felsformationen und senkrechte Felswände wie die Towers of the Virgin oder die Checkerboard Mesa, ein über 2.000 Meter hoher Tafelberg, prägen das Gebiet.

Die Felsen im Zion-Nationalpark leuchten in vielen verschiedenen Farben und bilden atemberaubende Canyons – perfekt für Abenteuer und Fotos. Dieses Naturparadies lässt sich am besten im Herbst erkunden: Im Frühjahr sind etliche Wege aufgrund der Schneeschmelze gesperrt, während die Temperaturen im Sommer oft zu hoch für eine gemütliche Wanderung steigen.

Good to know: Für den beliebten Angels Landing Trail brauchst du seit 2022 ein Permit, das per Lotterie vergeben wird.

Nur wenige Kilometer entfernt liegt der Bryce-Canyon-Nationalpark mit seinen bis zu 45 Meter hohen, Hoodoos genannten Felsnadeln, die an eine Märchenlandschaft mit Hunderten Schlössern erinnern. In 2.400 bis 2.700 Metern Höhe ist es deutlich kälter als im Zion-Nationalpark, deshalb sind hier auch die Sommermonate gut für längere Wanderungen geeignet.

Immer noch in Utah, vor den Toren der Stadt Moab, kannst du zwei der schönsten Nationalparks der USA erkunden: Arches und Canyonlands.

Weiter südlich in Arizona schließt sich der Grand-Canyon-Nationalpark an: Die namensgebende Hauptschlucht ist eines der größten Naturwunder der Welt. Der bis zu bis 1,6 Kilometer tiefe und insgesamt 446 Kilometer lange Canyon lässt sich auf verschiedene Weise erkunden: zu Fuß, per Hubschrauber oder Kleinflugzeug, mit dem Geländewagen, mit einem Maultier oder bei einer Wildwasserfahrt.

Der North Rim ist wegen Schnees nur saisonal geöffnet (in der Regel von Mitte Mai bis Mitte Oktober). Auch hier gibt es zahlreiche Wanderwege für jedes Niveau.

Eine Wanderin in einer Felsspalte

Nationalparks in Kalifornien: Mammutbäume und mehr

Kalifornien beeindruckt nicht nur mit den pulsierenden Metropolen Los Angeles und San Francisco, sondern auch mit seinen einmaligen Nationalparks. Am bekanntesten sind sicher der Sequoia-Nationalpark in der Sierra Nevada und der nördlich davon gelegene Yosemite-Nationalpark mit seinen legendären Granit-Felswänden wie El Capitan und Half Dome.

Für Yosemite gelten an ausgewählten Tagen in der Hauptsaison Reservierungspflichten für die Parkeinfahrt. Informiere dich dazu rechtzeitig vor deinem geplanten Parkbesuch.

Als Reiseziel beliebt sind auch zwei Wüstenlandschaften: das berühmte „Todestal“ Death Valley, das bis Nevada reicht und schon als Kulisse für „Star Wars“ diente, und der Joshua-Tree-Nationalpark, dessen schroffe Felsformationen wunderbar zum Klettern sind.

Neben einer Klettertour lohnt sich auch ein Besuch in der Mojave-Wüste mit ihren markanten Josua-Palmlilien, die dem Park seinen Namen geben: Hier regnet es weit häufiger als im Death Valley. Steuer im Death Valley das Salzbecken Badwater ab – den tiefsten Punkt der USA – und fahre über die Badwater Road.

Eine noch abwechslungsreichere Natur bieten die anderen Nationalparks in Kalifornien, wie der Redwood-Nationalpark (in Kombination mit State Parks) dank seiner imposanten Mammutbäume, Wasserfälle, Canyons und zahlreichen Tierarten wie Schwarzbären oder Kojoten.

Aufgrund der dünnen Besiedelung und seltenen Wolkendecken ist der Sternenhimmel in diesen Parks zudem besonders gut zu sehen. Ein besonderes Erlebnis, sowohl mit Teleskop als auch ohne – und für Beobachtungen von Wildtieren ideal.

Im Channel-Islands-Nationalpark, der fünf Inseln im Süden Kaliforniens umfasst, findest du zudem zahlreiche endemische Arten, etwa die seltene Torrey-Kiefer auf Santa Rosa Island. Die Region ist Heimat vieler Seehunde und Seelöwen (San Miguel Island). Auf den Inseln gibt es allerdings nur Campingplätze, keine Hotels.

Die An- und Abreise erfolgt per Boot oder Kleinflugzeug ab Ventura/Oxnard. Es gibt keine privaten Fahrzeuge oder Shops auf den Inseln. Wenn du keine Übernachtung planst, unternimmst du einen Tagesausflug – Reservierungen für Boote und Campingplätze sollten allerdings möglichst frühzeitig erfolgen, besonders in der Hauptreisezeit.

Eine Rentnerin im Nationalpark-Fieber

Mit 85 Jahren besuchte die US-Bürgerin Joy Ryan gemeinsam mit ihrem Enkel erstmals einen Nationalpark in ihrem Heimatland. Acht Jahre später, im Mai 2023, hat sie sämtliche 63 Nationalparks der USA besichtigt. Ihre Abenteuer haben die beiden auf Instagram festgehalten.
EinWanderer auf einer Düne

Der Osten der USA: Everglades und Great Smoky Mountains

Auch im Osten der USA gibt es eine Fülle von Nationalparks. Der Great-Smoky-Mountains-Nationalpark in den Appalachen erstreckt sich über North Carolina und Tennessee und beeindruckt mit seiner von zahlreichen Tierarten bevölkerten Bergwelt, dichten Wäldern, Wasserfällen und gut markierten Wanderwegen.

Etwas weiter südlich liegt der bekannte Everglades-Nationalpark. Im größten subtropischen Gebiet der USA zeigt sich eindrucksvoll, dass Florida mehr zu bieten hat als Strände, Nightlife in Miami und Vergnügungsparks.

Empfehlenswert ist eine Bootsfahrt durch das Feuchtgebiet, vorbei an Alligatoren, Krokodilen, Schildkröten, Mangroven und farbenprächtigen Vögeln. Die Trockenzeit (November bis Mai) sorgt für niedrigere Wasserstände und beste Bedingungen zur Wildtierbeobachtung.

In manchen Bereichen können Wasserwege flach werden, Ausflugsboote in Flamingo und Gulf Coast operieren jedoch ganzjährig. Auch Airboat-Touren in den umliegenden Erholungsgebieten liefern spannende Einblicke in das Feuchtgebiet der Everglades.

Must-do: Während des Indian Summer im Frühherbst den Blue Ridge Parkway abfahren – eine 755 Kilometer lange Panoramastraße entlang des Hauptkamms der Appalachen. Die kurvige Strecke bietet zahllose Aussichtspunkte. Startest du frühmorgens, hast du gute Chancen auf Sichtungen von Kojoten und Schwarzbären.

Luftbild der Everglades mit Airboat

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Die Nationalparks der USA als Highlight deiner Amerikareise

Schon die zahlreichen Nationalparks und Naturparks in Deutschland bieten Naturfreund:innen beeindruckende Erlebnisse – doch ihre Pendants in den USA sind schlichtweg spektakulär. Von den Everglades bis zu den Gipfeln des Yosemite, von den mystischen Smoky Mountains bis zur größten Schlucht der Erde, dem Grand Canyon: Die Vielfalt der Nationalparks in den USA ist ein Kaleidoskop an Naturwundern und Lebensräumen Nordamerikas.

Für eine Reise durch traumhafte Naturlandschaften sind die derzeit 63 Nationalparks der USA allemal ein lohnendes Ziel – ideal als abwechslungsreiche Rundreise mit vielen Abstechern. Die Ausweisung als Nationalpark schützt sensible Ökosysteme und die dort lebenden Wildtiere.

Hast du zudem bei deinem Trip deine American Express Gold Card oder Platinum Card im Gepäck, brauchst du dir um mögliche Eventualitäten keine Gedanken zu machen. Beide Karten enthalten umfangreiche Versicherungspakete, zum Beispiel eine Auslandskrankenversicherung, Reiserücktritts-Versicherung und Reisekomfort-Versicherung.

FAQ: Häufige Fragen und Antworten zu Nationalparks in den USA

Wie viele Nationalparks gibt es in den USA?
In den USA gibt es derzeit insgesamt 63 ausgewiesene Nationalparks.
Welches ist der älteste Nationalpark der USA?
Der älteste Nationalpark der USA und sogar weltweit ist der Yellowstone Nationalpark. Gegründet wurde er am 1. März 1872.
Welches ist der bekannteste Nationalpark der USA?
Besonders bekannte Nationalparks in den USA sind neben dem Yellowstone-Nationalpark auch die Everglades in Florida, der Yosemite-Nationalpark in Kalifornien und der Grand-Canyon-Nationalpark am Colorado River in Arizona.

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