- 1811 Château d’Yquem – 85.000 Euro
- 1787 Château Margaux – 197.000 Euro
- 1869 Château Lafite – 205.000 Euro
- 1947 Château Cheval Blanc – 267.000 Euro
- 1945 Château Mouton-Rothschild – 271.000 Euro
- 1945 Romanée-Conti – 489.000 Euro
- Frankreich ist noch vorn, andere holen auf, auch Deutschland
- FAQ: Häufige Fragen und Antworten
Das Wichtigste im Überblick
Auffällig: Bei Auktionen liegen die Zuschläge teils weit über den Expertenschätzungen – angetrieben von Sammler:innen und internationalen Bieter:innen. Und auch wenn Frankreich dominiert, holen andere Weinregionen weltweit qualitativ auf.
1811 Château d’Yquem – 85.000 Euro
Der teuerste Weißwein der Welt kommt aus Bordeaux und wirkt im Vergleich zu den Rotwein-Rekordpreisen fast günstig. Château d’Yquem (seit dem 16. Jahrhundert dokumentiert) ist berühmt für edelsüße Sauternes, deren Charakter oft durch Botrytis (Edelfäule) geprägt ist und die klassisch zu Dessert, Käse oder als Solist serviert werden
85.000 Euro ließ sich der Sommelier Christian Vanneque eine Rarität dieses Weinguts des Jahrgangs 1811 kosten. Der Deal ist eingetragen ins Guinnessbuch der Rekorde.
Genuss im engsten Familienkreis
Die Flasche des Château d’Yquem sollte die Hauptattraktion von Vanneques Restaurant auf Bali werden. Allerdings trank Vanneque ihn lieber selbst mit seinen Liebsten.
Nice to know: In Jahren, in denen das Wetter nicht mitspielt und entsprechend die Qualität der Trauben nicht hoch genug ist, verzichtet d’Yquem auf die Produktion seines Grand Vins. Das bedeutet einen Ausfall in Millionenhöhe. Das kam bislang neunmal vor, zuletzt 2012.
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1787 Château Margaux – 197.000 Euro
Wäre es nach William Sokolin gegangen, stünde dieser Wein viel weiter oben in dieser Rangliste. Der Weinhändler schätzte den Wert der Flasche des Jahrgangs 1787, die sich Ende der 1980er-Jahre in seinem Besitz befand, auf 500.000 US-Dollar.
Der Premier-Cru-Rotwein von Château Margaux aus dem Médoc in Bordeaux sollte der Höhepunkt einer exklusiven Verkostung werden – auch wegen der vermuteten Provenienz: Auf dem Etikett sollen die Initialen von Thomas Jefferson, dem späteren US-Präsidenten, gestanden haben.
Knauserige Versicherung
Jefferson galt als großer Weinliebhaber und nutzte seine Zeit als US-Botschafter in Frankreich, um seinen Keller vor allem mit Spitzenweinen aus dem Burgund und Bordeaux zu bestücken – eine Provenienz, die bei Sammler:innen bis heute Preise treibt.
Dann kam der Schockmoment: Ein Kellner stieß die Flasche vom Sockel, sie zerbrach. Die Versicherung zahlte am Ende umgerechnet 197.000 Euro aus – für Sokolin ein schwacher Trost, aber genug, um den 1787er Margaux zu diesem Zeitpunkt zum teuersten dokumentierten Weinfall seiner Art zu machen.
Nice to know: Château Margaux ist eines der fünf Weingüter, die zur höchsten Kategorie des Gebiets Bordeaux gehören, dem Premier Cru.
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1869 Château Lafite – 205.000 Euro
„Etwas surreal. Aber es ist ein Einzelstück“, soll Christophe Salin gesagt haben. Soeben war ein Wein des Guts Château Lafite, dem er als CEO vorstand, für 205.000 Euro verkauft worden. Vor der Versteigerung des britischen Auktionshauses Sotheby’s in Hongkong hatten Expert:innen den Wert des Bordeaux des Jahrgangs 1869 auf 9.000 Euro taxiert.
Die Anwesenden zeigten jedoch kein Interesse an solch bescheidenen Prognosen. Am Ende ersteigerte ein anonymer Bieter aus Asien die Rarität für das 22-Fache des geschätzten Preises und machte ihn damit zum damals teuersten Wein der Welt.
Nice to know: Das Weingut hat eine Sondergenehmigung, abseits der Appellation Pauillac eine kleine Fläche von 4,5 Hektar aus einer Nachbargemeinde mit verschneiden zu dürfen.
1947 Château Cheval Blanc – 267.000 Euro
Der Unbekannte konnte sich nicht lange über sein Glück als Besitzer:in des wertvollsten Weines der Welt freuen. Denn nur Monate später kam eine der seltenen Sechs-Liter-Flaschen eines 1947er Château Cheval Blanc bei einer Versteigerung des Auktionshauses Christie’s – zum Glück nur sprichwörtlich – unter den Hammer.
Der Jahrgang 1947 des Cheval Blanc gilt schon lange als der vielleicht beste Wein, der im Weinbaugebiet Bordeaux jemals abgefüllt wurde. Cheval Blanc ist ein Weingut aus Saint-Émilion und steht in einer Reihe mit Weingütern wie Margaux und Lafite.
Nice to know: Das Weingut wurde 1998 für 131 Millionen Euro an die heutigen Besitzer:innen, die Familien Arnault und Frère, verkauft.
Außer Konkurrenz auf Platz eins
Da auf Charity-Veranstaltungen der guten Sache wegen der Geldbeutel meist deutlich lockerer sitzt als bei normalen Versteigerungen, läuft der kalifornische Cabernet hier außer Konkurrenz.
1945 Château Mouton-Rothschild – 271.000 Euro
Die Familie Rothschild zählt zu den bekanntesten Unternehmerdynastien Europas. Nathaniel de Rothschild übernahm 1853 das Château Mouton Rothschild in Pauillac im Médoc in Bordeaux, einer der prestigeträchtigsten Appellationen der Region. Die Wurzeln des Anwesens reichen historisch bis ins 14. Jahrhundert zurück.
1973 erhob der damalige Landwirtschaftsminister und spätere Präsident Frankreichs, Jacques Chirac, Mouton-Rothschild in die Kategorie Premier Cru Classé, quasi die Hall of Fame des Bordeaux, der nur fünf Güter der berühmtesten Weinregionen der Welt angehören.
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„V“ wie Sieg
Château Mouton Rothschild steht für kompromisslose Qualität und Sammlerprestige. 2006 wurde bei Christie’s in Los Angeles eine Drei-Liter-Flasche im Format Jeroboam für umgerechnet 271.000 Euro versteigert. Auf dem Etikett: „1945 Année de la Victoire“ – „1945, Jahr des Sieges“.
Eingelassen ist der Slogan in ein großes V für Victoire, wie Sieg. Er bezieht sich auf den Zweiten Weltkrieg, dessen Ende der jüdische Weinproduzent mit der Produktion dieses Weines ein Denkmal setzte.
Nice to know: Das Château Mouton-Rothschild lässt jedes Jahr das Etikett seines neuen Weines von einem berühmten Künstler entwerfen. Darunter befinden sich solch prominente Namen wie Marc Chagall (1970), Pablo Picasso (1973), Andy Warhol (1975), Georg Baselitz (1989) und – zweiter Bildungsweg – Prinz Charles (2004).
1945 Romanée-Conti – 489.000 Euro
Der einzige Burgunder in dieser Liste ist zugleich eine Ikone des Sammlermarkts: Romanée-Conti der Domaine de la Romanée-Conti (DRC). Bei einer Sotheby’s-Auktion zahlte ein anonymer Bieter aus Hongkong für eine 0,75-Liter-Flasche des Jahrgangs 1945 rund 489.000 Euro.
Die Grand-Cru-Lage Romanée-Conti liegt in Burgund an der Côte de Nuits (Côte d’Or) und umfasst nur 1,81 Hektar, bepflanzt ausschließlich mit Pinot Noir – extreme Knappheit, die den Kultstatus zusätzlich befeuert.
Doppelte Schmach für die Expert:innen
Vor der Bieterrunde taxierten Expert:innen den Wert der Flasche auf etwa 28.000 Euro. Doch die Nachfrage überrollte die Schätzung: Wenige Minuten später erzielte eine zweite Flasche desselben Weins 434.000 Euro. Das zeigt, wie stark der Markt für seltene Burgunder von internationaler Sammlernachfrage geprägt ist – mit besonders großer Dynamik in Asien.
Nice to know: Wer weniger bezahlen will für einen Romanée-Conti, bestellt einfach einen Saint Vivant Grand Cru Imperial des Jahrgangs 1995. Die Sechs-Liter-Flasche kostet nur 72.000 Euro. Übrigens: Wenn du mit einer American Express Karte bezahlst, sind deine Weine automatisch 90 Tage gegen Beschädigungen, Raub und Einbruchdiebstahl versichert – egal, ob du online oder vor Ort bezahlst.*
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Frankreich ist noch vorn, andere holen auf, auch Deutschland
Die teuersten Weine kommen allesamt aus Frankreich. Das hat zum einen mit der Qualität zu tun. Zum anderen ist es die jahrhundertealte Geschichte der Güter, die Sammler:innen bei ihrer Kaufentscheidung leitet.
Du legst Wert auf Nachhaltigkeit beim Weinanbau? Das französische Burgund ist auch die Heimat der sehr edlen biodynamischen Tropfen vom Traditionsgut Domaine Leroy. Der von Domaine Leroy stammende Musigny Grand Cru, ein herausragender Pinot Noir, ist für fünfstellige Beträge zu haben.
Und auch wenn für viele Frankreich immer noch das Land edler und teurer Weine schlechthin ist, haben andere Regionen qualitativ aufgeholt. In Italien und Spanien werden ebenso große Weine produziert wie in den USA, Österreich, Südafrika, Australien und Neuseeland. Auch Deutschland hat köstliche Tropfen zu bieten. Vor allem die Weißweine hierzulande werden von Expert:innen zu den besten der Welt gezählt.
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