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Michelin-Stern: So bekommen Restaurants die begehrte Auszeichnung

Ein Küchenchef richtet mit der Hand die Tomatensuppe an
Florian Heil
Florian Heil
Manchmal reicht ein gutes Essen nicht: Zu besonderen Anlässen darf es auch mal Sterneküche sein. Doch was heißt das eigentlich genau? Was erwartet dich, wenn du ein mit einem, zwei oder sogar drei Sternen dekoriertes Restaurant besuchst? Nach welchem Bewertungsmaßstab die Michelin-Tester:innen vorgehen und welche Auszeichnungen vom Feinschmecker:innen-Guide noch vergeben werden, erfährst du hier.
  1. Ein Stern geht auf – oder auch zwei oder drei
  2. Frankreich ist das Zentrum der Spitzenküche
  3. Kriterien der anonymen Tester: Qualität, Originalität, Konstanz
  4. Weitere Michelin-Auszeichnungen
  5. Das beste Restaurant der Welt

Ein Stern geht auf – oder auch zwei oder drei

Restaurants gibt es viele. Aber nur ein Bruchteil schafft es, vom Guide Michelin ausgezeichnet zu werden. Dieser Hotel- und Reiseführer kann auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblicken und ist auch heute noch das Maß der Dinge, wenn es um die Qualitätsbewertung der angebotenen Speisen geht. Wer von einem Sterne-Restaurant spricht, meint in der Regel die vergebenen Michelin-Sterne, die herausragende Küchen kennzeichnen. Je höher die Wertung, desto exklusiver ist das kulinarische Vergnügen.

1926 wurden erstmals Restaurants mit einem Michelin-Stern dekoriert. Seit 1931 gibt es auch Zwei- und Drei-Sterne-Küchen. Die Klassifizierung steht für Restaurants, die

*Detaillierte Informationen zu Leistungen, insbesondere zu Ausschlüssen, kannst du den jeweiligen Bedingungen des Kartenproduktes entnehmen.

Frankreich ist das Zentrum der Spitzenküche

2021 tragen weltweit 3.139 Restaurants mindestens einen Stern. 131 Restaurants können die Höchstwertung vorweisen, 30 davon befinden sich in Frankreich. Deutschland bietet zehn Drei-Sterne-Genusstempel, 41 Zwei-Sterne-Restaurants und 259 Ein-Sterne-Küchen. Die Zahl variiert jedes Jahr, da jederzeit neue Lokale hinzukommen können. Andere verlieren ihren Status wieder oder stellen den Betrieb ein. In der Tendenz wächst die Zahl der Sterne-Restaurants jedoch kontinuierlich. Vor allem in Metropolen wie Hamburg, Berlin und München tummeln sich tolle Sterne-Restaurants.

Der Stellenwert eines oder mehrerer Sterne ist immens: Mit dem Urteil steht und fällt das Prestige eines Restaurants und damit oft auch der Umsatz. Um eine gleichbleibend herausragende Küche gewährleisten zu können, müssen die Betreiber viel Geld in die Hand nehmen. Daher sind Investoren im Sterne-Business eher die Regel als die Ausnahme. Fällt ein Stern weg, müssen auch die Ausgaben deutlich reduziert werden, sonst macht der Betrieb schnell Verluste.

Blick von oben auf Paris, im Zentrum steht der Eiffelturm

Kriterien der anonymen Tester: Qualität, Originalität, Konstanz

Nach welchen Maßgaben werden die Restaurants eingeteilt? Wo ist die Grenze zwischen leckerem Essen und herausragender Küche, die einen Stern oder gar mehrere Sterne wert ist? Um das beurteilen zu können, sollen sich die festangestellten Tester:innen, Inspektor:innen genannt, an ein möglichst objektives Bewertungssystem halten. Dazu gehört:

Geschmäcker können bekanntlich sehr unterschiedlich sein – daher müssen verschiedene Inspektor:innen mehrere Mahlzeiten in einer Lokalität verspeist haben, bevor ein gemeinsames Urteil über das Restaurant gefällt wird. Zudem kann nicht jede:r Testesser:in werden, eine gute Nase und feine Geschmacksknospen zu haben reicht nicht: Alle Inspektor:innen verfügen über eine fundierte Ausbildung in internationaler Spitzengastronomie und -hotellerie.

Ein Fine-Dining-Gang auf einem blauen Teller angerichtet

Manchmal geben sich die Inspektor:innen im Nachhinein zu erkennen

Um zu verhindern, dass die Köch:innen bei den Inspektor:innen einen außerordentlichen Aufwand für die Zubereitung der Gerichte betreiben, der normalen Gäst:innen vielleicht verwehrt bleibt, treten die Tester:innen anonym auf, reservieren im Vorwege wie jeder andere auch und bezahlen ihre Rechnung ganz normal. In manchen Fällen geben sie sich nach dem Bezahlen zu erkennen, sprechen mit den Köch:innen und werfen einen Blick in die Küche.

Die Sterne bewerten übrigens ausschließlich, was auf den Tellern liegt. Die Atmosphäre des Lokals, die Einrichtung, die Servicequalität oder etwaige Annehmlichkeiten werden bei der Bewertung ausgeklammert. Und: Wenn Chefköch:innen von einem Sterne-Haus in ein anderes wechseln, können sie die Auszeichnung nicht mitnehmen. Somit sind Küchenchef:innen nur so lange mit einem oder mehreren Sternen dekoriert, wie sie in dem ausgezeichneten Restaurant tätig sind.

Gourmet-Schnäppchen in Thailand

Das Feinschmeckermagazin „Chef's Pencil“ hat sich einmal genauer angesehen, in welchen Ländern Zwei- bis Drei-Sterne-Menüs erschwinglich sind und wo die Gäst:innen vergleichsweise tief ins Portemonnaie greifen müssen. Das Ergebnis: Thailand liegt mit durchschnittlich 148 Euro pro Acht- bis Zwölf-Gänge-Menü am einen Ende, Dänemark mit 350 Euro am anderen. Deutschland kommt mit 212 Euro im Schnitt immerhin noch auf Platz neun der günstigsten Länder

Weitere Michelin-Auszeichnungen

Neben den Sternen vergibt der Reifenhersteller noch weitere Ehrungen:

Deutsche Köch:innen mit Michelin-Stern

  • Das Hamburger Restaurant The Table hat unter der Leitung von Küchenchef Kevin Fehling bereits seit 2015 jedes Jahr drei Sterne bekommen. Das Konzept ist einzigartig: Alle Gäst:innen sitzen an einem großen Tisch.
  • Douce Steiner ist Deutschlands einzige Köchin mit zwei Sternen, sie geht ihrer Leidenschaft im Hotel Restaurant Hirschen in Sulzburg nach.
  • Unter den Fernsehköchen gibt es mit Tim Raue und seinem gleichnamigen Zwei-Sterne-Restaurant in Berlin ebenfalls einen absoluten Ausnahmekönner.

Das beste Restaurant der Welt

Eine Auszeichnung mit einem Michelin-Stern ist und bleibt das Nonplusultra für ein Restaurant, mit der die harte Arbeit der Küchencrew gewürdigt wird. Zum besten Restaurant der Welt wurde 2021 übrigens das Noma in Kopenhagen mit Chefkoch René Redzepi gekürt. Bei dieser Auszeichnung ist der Guide Michelin allerdings nicht beteiligt: Die jährliche Rangliste The World's 50 Best Restaurants wird anhand der Stimmen von mehr als 1.000 führenden Experten aus der internationalen Gastronomie erstellt.

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Verschiedene, exquisite Speisen auf kleinen Tellern angerichtet

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